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Kursdetails

»Dorfroman« (Luchterhand Verlag 2020)

Lesung und Gespräch mit Christoph Peters
Vor 30 Jahren hat der Ich-Erzähler in Christoph Peters »Dorfroman« sein Heimatdorf am Niederrhein verlassen und ist in die Großstadt Berlin gezogen. Der Besuch seiner über achtzigjährigen Eltern lässt die Vergangenheit lebendig werden: die 1970er Jahre in der BRD in der Provinz, die Kinder- und Jugendzeit in einer dörflichen Gemeinschaft.

Christoph Peters »Dorfroman« ist ein Roman über das Erwachsenwerden, über die erste große Liebe, die Auseinandersetzung mit dem Elternhaus, die Auseinandersetzung mit dem, woher man kommt und wohin man gehört. Zugleich erzählt der Roman einen Ausschnitt bundesrepublikanischer Geschichte: Hinter dem fiktiven Hülkendonck steht Christoph Peters Heimatdorf Kalkar, das in den 1970er Jahren zu einem Ort der größten Anti-Atomkraft-Bewegung wurde. Ohne in Schwarz-Weiß-Malerei zu verfallen, schildert Peters, wie sich die Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern in der dörflichen Gemeinschaft verhärten, wie gewachsene dörfliche Strukturen und Autoritäten wegbrechen, wie die junge Anti-AKW-Bewegung das Dorf und seine Bewohner/innen verändert.

Christoph Peters, 1966 in Kalkar am Niederrhein geboren, studierte nach dem Besuch des Bischöflichen Internatsgymnasiums »Collegium Augustinianum Gaesdonck« Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin; 2012 erschien sein viel beachteter Roman »Wir in Kahlenbeck«.

Katja Schettler ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Mitarbeiterin des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid.

In Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Wuppertal und der Buchhandlung v. Mackensen

Wed 03.11.2021, 19:00 - 21:15 Uhr
Ort
Katholisches Stadthaus, Laurentiusstraße 7, 42103 Wuppertal
Gebühr
6.00 €
Kursnummer
7601048