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Kursdetails

Auf dem Weg zur Woche des Glaubens

Aufbrüche in Umbrüchen
"Es kann doch nicht einfach immer so weitergehen", schrieb eine Freundin auf Facebook und postete Plakate zum Klimastreik. "Wenn wir nichts ändern, läuft uns die Zeit davon", schrieb eine andere. Wir sind mitten in einem Paradigmenwechsel - nicht nur beim Klima. Weiter-so ist keine Option. Wir brauchen einen neuen Aufbruch.
"Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeute. Er wusste nichts und hatte nichts gehört." So beginnt Franz Kafkas Parabel "Der Aufbruch". Wohin er reitet, weiß der Erzähler nicht. "Nur weg-von-hier - das ist mein Ziel". Aber nicht jeder hört den Trompetenton in der Ferne. Die innere Stimme, die uns neue Wege zeigt. Ich denke an Mose, der am brennenden Dornbusch die Verheißung empfängt: "Ich habe das Elend meines Volkes gesehen... und ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und sie in ein schönes, weites Land zu führen - ein Land, in dem Milch und Honig fließen."

Eine andere Welt ist möglich. Das meinen wir Christinnen und Christen, wenn wir vom Reich Gottes reden. Von einer Welt, in der Menschen einander keine Gewalt antun. Wo Macht die anderen nicht klein macht. Wo wir geschwisterlich miteinander umgehen und die Schwachen in die Mitte stellen. Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Welt steckt voller Zumutungen - zu selten wird darüber offen gesprochen. Und der Weg zur Veränderung der Kirchen birgt jede Menge Zündstoff - es geht um Macht und Einfluss und um Ressourcen. Mich tröstet, dass es Mose nicht anders ging als uns. Gott stellt ihm Aaron an die Seite, damit er nicht resigniert. Und er schickt Manna, damit das Volk unterwegs neue Kraft bekommt. Denn "es ist ja zum Glück eine wahrhaft ungeheure Reise".

Cornelia Coenen-Marx, Pastorin, Autorin

Auf dem Weg zu einer Woche des Glaubens
Über Kirchenpolitik, Rolle der Frau, Missbrauch, Zölibat und Gemeindestrukturen wird gerne und engagiert diskutiert. Selten aber sprechen wir über unseren Glauben. Eine Woche im September 2022 soll Raum geben, Glauben zu erleben und zu teilen, über Zweifel und das Suchen zu sprechen - und über das Finden: Was glauben wir, was können wir nicht glauben, womit haben wir Schwierigkeiten, wo nagt der Zweifel und was hoffen wir?
Bis zum Spätsommer 2022 wird es verschiedene Etappen geben. Eingeladen sind alle: Glaubende, Zweifelnde und Suchende, Menschen aus der Gemeinde und Menschen aus dem Veedel mit wenig oder keinem Kontakt zur Gemeinde.


Sat 27.11.2021, 20:00 - 21:45 Uhr
Referent/in
Pastorin Cornelia Coenen-Marx
Ort
Pfarrkirche St. Nikolaus, Nikolausplatz 17, 50937 Köln
Gebühr
gebührenfrei
Kooperationspartner
St. Nikolaus und Karl Borromäus
Kursnummer
7301019014
Anmeldung
nicht erforderlich