22 | 10 | 2018

Projekt ,mirroring'

Konzept für eine interaktive Installation für den Stadtraum und die Schlosskirche im Rahmen des Ausstellungsprojektes Grenzenlos

 Christoph Dahlhausen handing out mirror
Christoph Dahlhausen handing out mirror

Im Jahr 2016 jährt sich „Einzug“ der Reformation in Bonn zum 200. Mal.

In dem hier skizzierten Projekt wird Grenze als Faktum in unterschiedlichen Konnotationen thematisiert und befragt.

Unser Alltag und die alltäglichen Kommunikation sind geprägt von Grenzen, Grenzsituationen, die oft - abgesehen von den mit dem Begriffe „Grenze“ zuerst assoziierten Landesgrenzen - nicht direkt wahrgenommen werden uns weniger bewusst sind. Diese Bewusstheit ist ein wichtiger Aspekt in dem Projekt „mirroring“.

Die politische Grenze als mit der Flüchtlingsproblematik unmittelbar verbunden ist aktuell (auch bildlich) omnipräsent. Grenze als unseren Alltag prägende Begrifflichkeit findet sich auch besonders in den Aspekten der Geschlechtertrennung, der Distanz zwischen Alter und Jugend, zwischen Welten (physikalisch-spirituell; vertikal-horizontal), innerhalb und außerhalb der Gesellschaft, als Grenze zwischen dem Aktiven oder Schöpferischen und dem Passiven, usw.

 

Das Ausstellungsthema Grenzenlos beinhaltet aber auch als weiteren Begriff das Los.

Welches Los?

Verbindet sich das Los mit der Grenze? Ist letzter der Grund für ersteres?

Haben wir Einfluss auf unser Los? Welche Aspekte und Bedingungen akzeptieren wir?

Sind wir Schöpfer und Gestalter im Sinne einer Autonomie?

Welchen Einfluss hat die Interaktion auf gerade die Grenze als Bedingung des Lebens?

 

Interaktion stellt Grenzen schon a priori in Frage, kann sie bewusst machen!

 

Wie weit lasse ich mich durch Begrenzung in meinen eigenen schöpferischen Möglichkeiten einschränken? Wie kann ich Schöpfer sein, selber schaffend tätig werden?

 

Die Interaktion im Ausstellungsprojekt kann die Grenze zwischen Rezipient sein und Schöpferisch Tätiger sein aufweichen. Zudem werden weitere, auch politisch und sozial konnotierte Aspekte von Grenze und Los angesprochen.

 

Solche und ähnliche Fragen begleiten die Intervention „mirroring“ im Bonner Stadtraum.