22 | 10 | 2018

Projekt ,mirroring'

1816

Christoph Dahlmann im Gespräch mit Projektteilnehmern
Christoph Dahlmann im Gespräch mit Projektteilnehmern

1816 als Zahl wird zur Grundlage für das Konzept 18 x 16 (= 288) Spiegelplatten in Bonn an verschiedenen Orten zu platzieren. Hier, sowohl bei der Platzierung als auch bei der Wirkung der platzierten Spiegelplatten - wird das interaktive Moment ein wichtiger Aspekt des Projektes.

 

Das Material der 288 Spiegelplatten ist polierter Edelstahl (10 x 10 cm, 1 mm Stärke), sog. Super Polish Edelstahl. Diese Platten sind witterungsbeständig und werden an unterschiedlichen Stellen wiederablösbar verklebt (horizontal und vertikal).

Einige wenige Spiegel sind auch in der Schlosskirche, im näheren Außenraum, in der Innenstadt und an Stellen in weiter entfernten Stadtteilen, oft auch an der Aufmerksamkeit eher abgewandten Orten platziert. Wo die Spiegel ihre Platzierung finden und wie sie wahrgenommen werden, ist abhängig von den Mit-Akteuren und ihrem örtlichen Umfeld.

Assistentin Badia Freywald im Gespräch mit Projektteilnehmern
Assistentin Badia Freywald im Gespräch mit Projektteilnehmern

Die das Projekt realisierenden Akteure sind neben dem Initiator Christoph Dahlhausen, Obdachlose, Flüchtlinge, Schüler, Studenten u.a. Zum Beispiel werden die Spiegelplatten Obdachlosen gegeben, die selber entscheiden können, wie sie die Spiegel verwenden. Sie können die Spiegel verkleben oder sie als Taschenspiegel verwenden. Im einen Fall entsteht eventuell etwas der Öffentlichkeit Zugängliches, im zweiten etwas ganz Privates…

Christoph Dahlmann im Gespräch mit Projektteilnehmern
Christoph Dahlmann im Gespräch mit Projektteilnehmern

Die Spiegelplatten bewirken Reflexionen von: Raum, Himmel, Verkehr, Menschen, Gesichtern, Licht, Schatten, Natur, Bewegung usw.

Die unterschiedlichen Spiegelungen werde fotodokumentarisch festgehalten und im Internet als Fotostrecke publiziert werden. So werden die Art, wie sich der individuelle Umgang mit den Spiegeln äußert, die Orte, an denen die Spiegel platziert sind, aber auch die fotografische Sicht auf die gestaltete Situation Gegenstand der Betrachtung.

Durch die Internet-Veröffentlichung von dokumentarischen Aspekten des Projekt-Prozesses wird zudem die zeitliche Grenze des Ausstellungsprojektes erweitert, da die web-Information theoretisch ewig verfügbar bleiben kann, wenn die Spiegelplatten längst entfernt wurden oder verloren gingen.

 

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