Möge die Straße

Straße Bonn
Straße Bonn
GL 833, Text und Melodie: Markus Pytlik, Orgel und Satz: Günther Besseler "Simultan-Organist" Günther Besseler an der Content-Orgel der ökumenischen Kapelle des Geistlichen Forums auf der Hardthöhe im Bundesverteidigungsministerums.
9. Apr 2020
Friedemann Schmidt-Eggert
Günter Besseler
Günter Besseler

Wieder ein Wunschlied! Viele Menschen ist dieses Lied in den letzten Jahren besonders ans Herz gewachsen: das irische Segenslied „Möge die Straße“. Heute, an Gründonnerstag - dem Tag, an dem Jesus zum Weinen war („greinen“ = „grün“), deshalb ein Lied von der Straße. Denn Wege wollen gegangen werden. Manche trennen Wege trennen sich sogar im Leben. Einige für immer, andere nur für kurze Zeit.   

In diesem Lied geht es um die Hoffnung, sich eines Tages wieder zu sehen. Oft gewünscht bei Abschiedsgottesdiensten vor den langen Auslandseinsätzen von Soldatinnen und Soldaten. Dort wird es dann oft als Ausgangslied bei Gottesdiensten gesungen. Man weiß nie, wohin einen der nächste Weg führt…   

Aber auch Konfirmanden wünschen sich dieses Lied, dass von den Gefahren und Herausforderungen des „On-the-road-Sein“ des Lebens erzählt. In diesem Jahr sind die verschobenen Konfirmationen für die viele Jugendlichen nicht einfach zu verkraften.   

Wir spielen dieses Lied auch für die, die sich wie ich jetzt, am Liebsten einfach ins Auto setzen würden um rauszufahren, um Freunde zu besuchen. Darauf freue ich mich jedenfalls jetzt schon, wenn mir der Fahrtwind wieder um die Nase weht und ich mich einfach wieder auf den Weg machen kann. Und dann werde ich ganz laut dazu singen: „Möge die Straße uns zusammenführen.“   

FSE

Liedtext

1 Möge die Straße uns zusammenführen 
und der Wind in deinem Rücken sein;   
sanft falle Regen auf deine Felder 
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.  

Refrain: Und bis wir uns wieder sehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand; 
und bis wir uns wiedersehen, 
halte Gott dich fest in seiner Hand. 

2 Führe die Straße, die du gehst 
immer nur zu deinem Ziel bergab;   
hab wenn es kühl wird, warme Gedanken 
und den vollen Mond in dunkler Nacht.   

Refrain: Und bis wir uns wieder sehen…

4 Bis wir uns mal wiedersehen, 
hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt; 
er halte dich in seinen Händen,   
doch drücke seine Faust dich nicht zu fest.   

Refrain: Und bis wir uns wieder sehen…

*Friedemann Schmidt-Eggert ist Vater zweier mittlerweile erwachsener Kinder. Als sie noch klein waren, hat er sie oft mit Abendliedern in den Schlaf gespielt.