„Mit meinem Gott geh ich zur Ruh.“ (EG 474 )

Pridik Stephan
Pridik Stephan
EG 474 Mit meinem Gott, Text: Cornelius Becker 1602; 2-3 Breslau, Melodie: Leipzig 1573 Satz: Stephan Pridik
30. Mär 2020
Friedemann Schmidt-Eggert

Heute spielt Kantor Stephan Pridik an der Klaisorgel der Auferstehungskirche auf dem Venusberg. 

„Mit meinem Gott geh ich zur Ruh.“ Gott schläft aber doch nicht! Er bleibt wach. Er ist da, wenn wir aufstehen, er ist bei uns, wenn wir arbeiten und er „schläft und schlummert nicht“ (Ps. 121) wenn wir schlafen. 

Wie nah ist uns Gott gefühlt in diesen Tagen?   
Der Philosoph Emmanuel Lévinas sprach davon, dass „Gott ins Denken fällt“. Er ist also nicht nur einfach da, weil es ihn gibt, sondern weil er da sein will. Er will für uns da sein. Wo ist Gott in diesen Tagen?   
Ich hoffe sehr, dass Gott doch wieder einfällt, in unser Denken zu fallen! 

*Friedemann Schmidt-Eggert ist Vater zweier mittlerweile erwachsener Kinder. Als sie noch klein waren, hat er sie oft mit Abendliedern in den Schlaf gespielt.

1 Mit meinem Gott geh ich zur Ruh 
und tu in Fried mein Augen zu,   
denn Gott vons Himmels Throne 
über mich wacht 
bei Tag und Nacht,   
damit ich sicher wohne.   

2 Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ,   
der du allein mein Helfer bis:   
laß kein Leid widerfahren,   
durch deinen Schutz 
vors Teufels Trutz 
dein Engel uns bewahren.   

3 Befiehl den lieben Engeln dein,   
dass sie stets gut um und bei uns sein;   
all Übel von uns wende.   
Gott Heilger Geist,   
dein Hilf uns leist 
an unserm letzten Ende.