Alltagsbeobachtungen

Schreiner
Schreiner
Der große Tag: die nächste Regierungsbesprechung steht an, der öffentliche Druck zu weiteren Lockerungen wächst enorm, die Infektionszahlen sinken ebenso enorm, man erwartet also, dass was passiert. Wir haben im Kirchenpavillon mit ersten Vorkehrungen begonnen und festgestellt: so einfach ist das gar nicht!
6. Mai 2020
Martina Baur-Schäfer

Für die Scheiben, die wir an der Kasse und beim Bestellen als Schutz benötigen werden, braucht der Schreiner voraussichtlich eine Woche, würden wir ab Montag schon öffnen können, hätten wir zu spät begonnen vorzubereiten! Immer wieder diese Engpässe: erst Klopapier, dann Mehl, dann Hefe, dann Gummis für die Mund-Nasen-Masken, und jetzt fehlt es an Glas und Schreiner-Zeitkontingenten…

Dazu kommt, dass wir uns doch ein bargeldloses Zahlungssystem anschaffen müssen, auch das bietet eine verwirrende Vielzahl an Optionen, deren Bedeutung für unsere konkrete Situation vor Ort man erst mal verstehen muss…

Das Leben wird mit den Lockerungen doch nicht leichter, stelle ich fest. Aber es wird wieder vielfältiger: Ih war die Webinare und Videokonferenzen, die WhatsApp-Witze und YouTube-Beiträge, die Telefon- und sms-Kontakte so leid geworden, wie schön, dass die ersten realen Probleme zu lösen sind! Packen wir’s an und hoffen auf weise Entscheidungen heute - wie immer sie ausfallen mögen, wir bauen darauf, dass sie verantwortbar abgewogen und klug eingestielt werden!

Martina Baur-Schäfer teilt ihre Beoachtungen und Erlebnisse in diesen ungewöhnlichen Zeiten. Sie ist Leiterin des evangelischen Kirchenpavillons in Bonn