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Gewaltfreie Kommunikation

Erfolgreicher Workshop mit Ulrike Fehling

Wie funktioniert Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg? Das wollten ganz unterschiedliche Menschen in der Katholischen Familienbildungsstätte wissen. Junge Tagesmütter waren ebenso zu dem Samstagskurs gekommen wie ältere Damen und ein Herr. Kursleiterin Ulrike Fehling schuf schnell eine fröhliche Atmosphäre.

„Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist kein Konzept, sondern eine Haltung“, betonte sie. Es gehe um den wertschätzenden Umgang mit anderen Menschen, um eine Kommunikation auf Augenhöhe. Rosenberg gehe davon aus, dass jeder Mensch das Beste tue, was er zu dieser Zeit machen kann. Und dass jeder Mensch Freude daran habe, dem anderen zu helfen.

Deshalb empfiehlt Rosenberg „die Giraffe“: Gedanklich erst einmal einen Schritt zurücktreten und sich mit dem langen Hals über das Geschehen erheben, über die Konfliktsituation nachdenken. Statt wie der Wolf direkt eine Antwort loszubellen, rät Rosenberg zu einer Replik in vier Schritten.

Am Anfang steht die reine, wertfreie Beobachtung. Also etwa: „Ich sehe, dass Deine Jacke hier im Flur auf dem Boden liegt.“ Dann folgt das eigene Gefühl, das aus dieser Beobachtung resultiert. Im Beispiel vielleicht: „Das ärgert mich“ oder „das nervt mich“. Für viele Menschen schwierig sei die Frage, was eigentlich genau sie an dem Problem stört, welche eigenen Bedürfnisse dabei zu kurz kommen. Im Jacken-Beispiel wäre das ein Bedürfnis nach Ordnung. Erst im vierten Schritt empfiehlt Rosenberg eine Bitte. Nach ihm würde eine gute Kommunikation also so ablaufen: „Ich sehe, dass Deine Jacke her im Flur auf dem Boden liegt. Das ärgert mich, weil mir Ordnung wichtig ist. Bitte hänge Deine Jacke auf.“

Während die meisten Teilnehmerinnen in den Übungen sofort die positive Auswirkung solcher Vorgehensweise feststellten, blieben einzelne skeptisch. „Was ist, wenn derjenige einfach nein sagt?“, wollten sie wissen. „Das ist natürlich möglich – und dann könntet ihr die Gründe des anderen für das Nein erfragen und darüber ins Gespräch kommen “, erklärte Ulrike Fehling. Und während ein Befehl oder eine Forderung jede Beziehung arg strapaziere, bleibe sie bei der GFK intakt. Wenn sich ein Konflikt nicht direkt lösen lasse, könnten zumindest unterschiedlichen Standpunkte und Bedürfnisse der Beteiligten herausgefunden werden. Aus dieser Klarheit entstehe Verständnis füreinander, das irgendwann in eine Lösung mündet.

In immer wieder neu verteilten Kleingruppen übte die Gruppe eifrig diese „neue Sprache“. Am Ende waren fast alle zuversichtlich, damit gerade schwierige Gesprächspartner besser zu erreichen.

 

Ein Aufbau-Seminar zur Gewaltfreien Kommunikation hält Ulrike Fehling am Samstag, 1. Dezember, von 10 bis 18 Uhr in der FBS. Voraussetzung sind Grundkenntnisse in der Gewaltfreien Kommunikation.

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