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Würdigung der Opfer – Erinnern an Taten und Täter?

Prof. Dr. Alfons Kenkmann spricht am 27. Februar im Historischen Waschhaus Solingen über Erinnerungskultur.

In Solingen stellt sich aktuell die Frage, wie die Zeit des Nationalsozialismus historisch aufgearbeitet und für ein breites Publikum vermittelt werden kann. Mit der neuen NS-Gedenkstätte entsteht ein Erinnerungsort in der Stadt, der zur kritischen Auseinandersetzung wie zu bürgerschaftlichem Engagement einlädt. 

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, auf die frühen und aktuellen Formen der Erinnerung an die Opfer und Verfolgten der NS-Herrschaft einzugehen. Mit der Gedenkhalle in Oberhausen stellte Nordrhein-Westfalen einen der ersten Orte des Gedenkens bundesweit. Ende der 1970er Jahre erfuhren die Gedenk- und Erinnerungsinitiativen dann mit der neuen Geschichtsbewegung vor Ort einen erheblichen Schub in ihren Bemühungen, dauerhafte Orte des Gedenkens zu schaffen. In den 1990er Jahren geriet zusätzlich verstärkt die Aufarbeitung der Taten und Täter vor Ort in den Blick. Heute verfügt Nordrhein-Westfalen über eine vielfältige und ausdifferenzierte Erinnerungs- und Gedenkstättenlandschaft, die jährlich generationenübergreifend von Hunderttausenden besucht wird. 

Wie kann das Thema der NS-Verfolgung und des Widerstands 1933 bis 1945 historisch wie didaktisch fundiert aufbereitet werden? Welche Entwicklungen gibt es in der geschichtspolitischen Bildung der Gedenkstättenarbeit? Welche Bedingungen, Chancen und Grenzen könnte es für die Gedenkstätte im Rahmen der Solinger Bürgerschaft geben? 

 

Am Donnerstag, 27. Februar, spricht Prof. Dr. Alfons Kenkmann über Erinnerung an diese Zeit.

Der Vortrag findet von 19 bis 21.15 Uhr im Historischen Waschhaus, Hermann-Meyer-Straße 28 a, 42657 Solingen, statt. Er ist gebührenfrei.

 

Prof. Dr. Alfons Kenkmann ist seit 2003 Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Leipzig. Von 1998 bis 2003 brachte er als Gründungsdirektor den Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster auf den Weg, der sich der Erforschung und Vermittlung von Polizei- und Verwaltungshandeln im 20. Jahrhundert widmet.

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