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»Winterbergs letzte Reise«

Die Lesung von Jaroslav Rudiš wird am 26. Oktober nachgeholt. Wir informieren an dieser Stelle rechtzeitig über die Details.

Die Reihe Über die Welt und Gott rückt in 2020 das Thema Heimat in den Mittelpunkt unterschiedlicher Veranstaltungsformate. In Vorträgen und Gesprächen, in einer Ausstellung und Lesungen fragen wir, was Heimat im 21. Jahrhundert bedeuten kann. Welchen Heimatbegriff benutzen wir und welche Haltungen und Handlungen lassen sich von diesem ableiten? Inwieweit kann die Auseinandersetzung mit Heimat Ausgangspunkt für die Frage nach einem gelingenden Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkünfte und Heimaten sein?

 

»Winterbergs letzte Reise« (Luchterhand Verlag 2019), Lesung und Gespräch mit Jaroslav Rudiš

Moderation Dirk Domin

 

Jan Kraus arbeitet als Altenpfleger in Berlin und begleitet Schwerkranke in den letzten Tagen ihres Lebens. Einer von ihnen ist der fast 100-jährige Wenzel Winterberg, geboren 1918 in Liberec, Reichenberg. Als Sudetendeutscher wurde er nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei vertrieben. Winterberg bittet Kraus, mit ihm eine letzte Reise in seine alte Heimat anzutreten, die die beiden durch die Geschichte Mitteleuropas führen wird. Mit der Eisenbahn reisen sie von Berlin über Reichenberg, Budweis, Pilsen, Wien, Brünn, Budapest und Zagreb nach Sarajevo und wieder nach Berlin zurück. 


Mit Humor und einer Leichtigkeit im Erzählen lässt Jaroslav Rudiš seine beiden Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch in dieser Unterschiedlichkeit ihr Gemeinsames haben, durch die Vergangenheit und Gegenwart Mitteleuropas reisen. Unverzichtbarer Reiseführer ist Wenzel Winterberg eine Ausgabe des Baedekers von 1913. Überzeugend gelingt es Jaroslav Rudiš, persönliche und europäische Geschichte zusammenzubringen und so diesen, vielen Westeuropäern unbekannten Teil Europas besser verstehen zu können.

 

Jaroslav Rudiš ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. »Winterbergs letzte Reise« wurde 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Für sein Werk wurde Jaroslav Rudiš außerdem mit dem Usedomer Literaturpreis sowie dem Preis der Literaturhäuser ausgezeichnet.

 

Dirk Domin, studierter Historiker, arbeitet als freier Journalist und Sprecher.

 

In Kooperation mit dem Café du Congo, der Buchhandlung v. Mackensen und dem Kulturbüro der Stadt Wuppertal

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