Angebote in Ihrer Nähe

Veranstaltungssuche

Volltextsuche

»Weimarer Verhältnisse? Vom Zustand der Demokratie«

In der Reihe »Über Gott und die Welt« geht es am Mittwoch, 20. März, um die Demokratie zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Impulse dazu geben die Politikwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Bergem und Dr. Jörn Retterath.

Europa erfährt zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen Rechtsruck: Rechtsnationale und zum Teil offen demokratiefeindliche Parteien erlangen Regierungsbeteiligung und stellen das Projekt Europa in Frage. Randgruppen radikalisieren sich und provozieren mit Tabubrüchen. In den öffentlichen Debatten erfolgt der Ruf nach der bürgerlichen Mitte und die Beschwörung des Endes der Demokratie. Doch für was steht die sogenannte »bürgerliche Mitte«?


Nicht selten wird zurzeit in den öffentlichen Debatten der Vergleich zur Weimarer Republik, zur gescheiterten ersten Republik von 1919 gezogen. Inwieweit erinnern jüngste Entwicklungen in unserer Demokratie, z.B. der Einzug der AfD in die Landesparlamente der Bundesrepublik, die Ausschreitungen in Chemnitz im Spätsommer 2018 an Zustände in der Weimarer Republik? Ist ein Vergleich haltbar? Wie können wir unsere Demokratie stärken? Welche Formen und Möglichkeiten politischer Willensbildung gibt es? Impulsvorträge und Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Bergem und Dr. Jörn Retterath.

 

Termin: Mittwoch, 20.März 2019, 19:00 Uhr, CityKirche Elberfeld (Alte reformierte Kirche), Kirchplatz 1, 42103 Wuppertal, Eintritt 3,00 Euro

 

Eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Wuppertal / Solingen / Remscheid in Kooperation mit der CityKirche Elberfeld (Alte Reformierte Kirche)

 

Die Reihe ÜBER DIE WELT UND GOTT rückt in 2019 in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten verschiedene Bereiche gesellschaftlicher Umbrüche in den Blick. Sie möchte sich die Zeit nehmen, zurückzublicken und Fragen zu stellen: Wie können wir angesichts zunehmender Verunsicherung und Ängste auf der einen Seite, wachsender populistischer Polarisierung und Skandalisierung von Positionen und Haltungen auf der anderen Seite, konstruktiv Gegenwart und Zukunft denken und gestalten: gerechter und ökologisch-nachhaltiger?

 

Das politische Klima scheint sich in Europa verändert zu haben. Die westlichen Demokratien kommen auf den Prüfstand. Welche Rolle spielen die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft? Inwieweit sehen Bürger und Bürgerinnen ihre Interessen in der Politik vertreten? Wer hat letztlich die Macht und bestimmt den Weg in die Zukunft?


Die Globalisierung der Märke und damit einhergehend die Digitalisierung von Lebenszusammenhängen schafft Komplexität. Nicht Stillstand und Innehalten, sondern permanente Bewegung und Veränderung geben das Lebenstempo vor. Mehr Wissen bedeutet nicht zwingend mehr Verstehen. Dies erzeugt Verunsicherung: Ängste vor Überfremdung, Verlust von Sicherheiten, vor religiösem Fundamentalismus dringen tief in die gesellschaftliche Mitte.

 

Prof. Dr. Wolfgang Bergem, Studium der Politikwissenschaft und Germanistik in Saarbrücken, lehrte in Wuppertal, Erlangen-Nürnberg, Damaskus, Düsseldorf und Siegen und ist zurzeit außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Siegen.


Dr. Jörn Retterath, Studium der Neuesten Geschichte, Politikwissenschaft und Staatsrecht an der Universität Augsburg, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Kolleg sowie am Institut für Zeitgeschichte in München.

Zurück