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STADT_LAND_DORF.Heimatidyllen

Die Lesung mit Silvia Munzón López und der Cellistin Annette Rettich wird am 4. Oktober nachgeholt.

Ländliche Regionen gelten als strukturschwache Gegenden – junge Erwachsene gehen in die Städte, auf dem Land bleiben die Alten und diejenigen, die für sich in den Ballungsräumen keine Perspektiven sehen. Dörfer »sterben«, Gebäude und ihre Bewohner verschwinden. In der Abwesenheit werden sie zu Projektionsflächen für die Sehnsucht nach dem unwiederbringlich Verlorenen. Doch es gibt auch eine Gegenbewegung: Akademiker/innen, Kreative um die 30, 40 Jahre verlassen ihr urbanes Umfeld, ziehen in den ländlichen Raum, gründen Wohnprojekte, suchen Gleichgesinnte – suchen eine neue Beheimatung.

Rückkehrer, Dagebliebene und Zugezogene sind die Protagonist/innen in »Das Kaff« (Aufbau Verlag 2018) von Jan Böttcher, »Das Dorf« (Rowohlt Verlag 2017) von Katrin Seddig und »Wir leben hier, seit wir geboren sind« (Eichborn Verlag 2017) von Andreas Moster. Das Leben auf dem Land, im Dorf, fernab der hektischen Metropolen, ist nur vordergründig beschaulich, ruhig und friedvoll – nah an der Natur und dem Ursprünglichen.

 

Silvia Munzón López und Annette Rettich (Cello) geben diesen vermeintlichen Idyllen mit Brüchen ihre Stimmen und schaffen so einen Erzähl- und Klangraum für Heimat in ihrer Widersprüchlichkeit.

 

Termin: Sonntag, 4. Oktober 2020, 17 Uhr, im Katholischen Stadthaus, Laurentiusstraße, 42103 Wuppertal, 17 Uhr. Eintritt 6,00 Euro

 

Eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Wuppertal / Solingen / Remscheid in Kooperation mit der Buchhandlung v. Mackensen und der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. Gruppe Wuppertal (GEDOK)

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