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Lasten der Vergangenheit und Geschenk der Versöhnung

++abgesagt++ Dr. Gerhard Albert referiert am 30. März über Wege in Europa seit 1945 sowie den Umgang mit Schuld.

IMPULSE IN DER FASTENZEIT 2020 

»Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.«

 

Vergeben, vergessen, verzeihen? 

Der Umgang mit Schuld und Wege der Aussöhnung

Die Vorträge der diesjährige Reihe der Impulse in der Fastenzeit 2020 greifen aus psychologischer, theologisch-kirchlicher und historisch-politischer Perspektive diese Fragen nach Schuld, Leid und Vergebung auf.

Die Frage nach Schuld, Leid und Vergebung begegnet uns in vielen verschiedenen religiösen und säkularen Lebenskontexten. Wie lässt sich konstruktiv das eigene oder das kollektive Versagen annehmen? Wie ist dabei eine Bewältigung von Schuld möglich und wie kann verantwortlich mit dieser Herausforderung umgegangen werden?

Die persönliche Schuld sowie die Leiderfahrung bei Opfern können schwere psychische Folgen für den Einzelnen und sein gesellschaftliches Umfeld haben. Welche neuen Erkenntnisse liegen aus humanwissenschaftlicher Perspektive vor? Und können Wege einer Aufarbeitung und Bewältigung ermöglicht werden?

Gleichzeitig mahnt das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren eine notwendige und anhaltende politische Aussöhnung an, die sowohl nach 1945 zu den Nachbarländern nach West- als auch vor allem seit 1989/90 nach Osteuropa ausgerichtet ist. Wie kann dabei eine stabile Friedensordnung erarbeitet werden?

Gerade die Kirche begreift sich ja als die zentrale »Institution«, die Vergebung, Gnade und Heil aussprechen kann. Aus welchem Selbstverständnis kommt dieser Anspruch, und wie geht sie mit ihrer eigenen Schuld sowie ihrem Versagen um?


In Kooperation mit der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Solingen - Mitte/Nord

 

Lasten der Vergangenheit und Geschenk der Versöhnung

Wege in Europa seit 1945

Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs und der Erfahrung bis dahin unerhörter Gewalt schien das Verhältnis zwischen den Völkern Europas auf unabsehbare Zeit zerrüttet. Hoffnung auf einen Neubeginn schenkten mutige Schritte der Annäherung, die zunächst von Einzelnen, nicht zuletzt von Christen, oft gegen Widerstände gewagt wurden. Daraus erwuchsen Prozesse der Aussöhnung, wie die zwischen Deutschland und Frankreich sowie Polen, ohne die die heutige Gestalt Europas nicht vorstellbar wäre. 

Doch sind die Ergebnisse eines solchen Geschehens nie gesicherter Besitzstand, sondern bedürfen fortdauernder Neuaneignung über Generationen hinweg. Das wurde nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft über den Osten Europas deutlich, als an vielen Stellen alte Spannungen zwischen Nationen und Kulturen von neuem aufbrachen.

Kann der Dienst an der Versöhnung, der nach dem Apostel Paulus der Kirche aufgetragen ist (vgl. 2 Kor 5, 17-21), dazu beitragen, gangbare Wege für bleibende gute Nachbarschaft in Europa zu erschließen?

 

Termin: Montag, 30. März 2020, im Clemenszentrum, Goerdelerstraße 80, 42651 Solingen.

Die Veranstaltung ist gebührenfrei.


Dr. Gerhard Albert war von 1996 bis 2018 tätig für Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa in Freising. Seit 2003 war er Mitglied des Vorstandes des Renovabis e.V. und der Geschäftsführung. Zuvor studierte er Geschichte und Klassische Philologie in Erlangen und Bonn und war von 1982 bis 1995 Referent im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn.

 

 

 

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