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Humorvolles Porträt einer jüdischen Großmutter

Achim Amme liest am 27. Mai aus "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering. Die erstaunliche Geschichte meiner Großmutter" von Ariel Magnus.

Ariel Magnus, geboren 1975 in Buenos Aires, erzählt in seinem tragikomischen Buch »Zwei lange Unterhosen der Marke Hering« die Geschichte seiner Großmutter Ella Michel, einer außergewöhnlichen Frau, die sich im März 1943 freiwillig nach Theresienstadt deportieren ließ, um ihre blinde Mutter zu suchen. Zugleich dokumentiert dieses Buch die Begegnung zwischen Enkel und Großmutter. Ariel Magnus führte Gespräche, verwendete Tonbandaufzeichnungen und Tagebuchnotizen und näherte sich so Stück für Stück seiner 1920 geborenen jüdischen Großmutter an. Entstanden ist ein überaus humorvolles und unkonventionelles Porträt einer Holocaust-Überlebenden, die über 50 Jahre in Brasilien lebte und die in ihrer Authentizität mit allen Klischees brach, die ohne Bitterkeit oder Selbstmitleid zeigte, wie vielschichtig das Leben ist, auch in den dunkelsten Zeiten.

 

Ella Michel wohnte als Kind mit ihrer Familie in Wuppertal. Später ging sie nach Hamburg, um den Beruf der Krankenschwester zu lernen. Dort hörte sie von der Deportation ihrer Mutter. Ella Michel überlebte den Holocaust. Von Auschwitz führte sie ihr Weg über Schweden und Frankreich nach Brasilien, wo sie bis zu ihrem Tod Anfang 2014 in Porto Alegre lebte. Ihre Mutter Berta Michel wurde in der Gaskammer in Auschwitz ermordet.

 

Datum: 27. Mai 2018

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Ort: CityKirche Elberfeld, Kirchplatz 1, 42103 Wuppertal

Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid

Eintritt: 5,00 Euro

 

Raymond Wolff, geboren 1946 als Sohn jüdischer Emigranten, kannte Ella Michel persönlich. Mit ihrer in Argentinien und Brasilien lebenden Familie steht er bis heute in Verbindung.

 

Achim Amme ist Schauspieler und lebt in Hamburg.

 

Eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid in Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Wuppertal e.V.

 

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Katja Schettler, Mitarbeiterin des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid, zur Verfügung:

Tel: 0202 49583-17, E-Mail: schettler@bildungswerk-wuppertal.de

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