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Der Muslim und die Jüdin

Ronen Steinke liest am 24. April aus seinem Buch über die Rettung einer 17-Jährigen durch den Arzt Mohammed Helmy.

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat bis heute über 26 500 Männer und Frauen geehrt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten. 2013 wurde Mohammed Helmy als »Gerechter unter den Völkern« ausgezeichnet. Er ist bislang der erste Araber, der diese Ehrung erhielt. Ronen Steinke hat seine beeindruckende Biographie recherchiert und so einen bedeutenden und wenig bekannten Bereich muslimisch-jüdischer Geschichte in die Öffentlichkeit gebracht.

 

Mohammed Helmy kam als Medizinstudent nach Berlin und stieg 1933 nach der Vertreibung jüdischer Ärzte zum Oberarzt auf. Muslime galten den Nationalsozialisten als potentielle Verbündete gegen die Juden. Doch nur vordergründig kooperierte Helmy mit den neuen Machthabern. Seine muslimische Arzthelferin Nadja war in Wahrheit die von der Gestapo gesuchte 17-jährige Jüdin Anna Boros. Diese überlebte mit Hilfe von Mohammed Helmy den Holocaust.

 

Ronen Steinke wirft in seinem Buch ein Licht auf eine fast vergessene Welt: Das alte arabische Berlin der Weimarer Zeit war gebildet und fortschrittlich und in weiten Teilen alles andere als judenfeindlich. Eine nicht unbedeutende Gruppe von muslimischen Arabern – und von ihr handelt diese Geschichte – zeigte Zivilcourage und bildete einen Teil des Widerstands gegen den NS-Terror.

 

Ronen Steinke ist promovierter Jurist und arbeitet als Redakteur bei der »Süddeutschen Zeitung«. 2013 erschien im Piper Verlag seine Biografie über Fritz Bauer.

 

Sabine Mangold-Will, die den Abend moderiert, ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal.

 

Datum: 24. April 2018

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ort: Begegnungsstätte Alte Synagoge, Genügsamkeitsstraße, 42105 Wuppertal

Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid

Eintritt: 5,00 Euro

  

Eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid in Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

 

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Katja Schettler, Mitarbeiterin des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid, zur Verfügung:

Tel: 0202 49583-17, E-Mail: schettler@bildungswerk-wuppertal.de

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