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Auf dem Weg ins gelobte Land?

Eine Ausstellung in Utopiastadt zeigt vom 3. bis 14. September Fotos zu Migration und Flucht in die USA.

Die Flüchtlingsroute von Zentralamerika in die USA zählt laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zu den größten und gefährlichsten weltweit. Jedes Jahr machen sich bis zu einer halben Millionen Menschen auf den Weg, Mexiko von Süden nach Norden zu durchqueren; sie fliehen vor Gewalt, Armut, Korruption und politischer Instabilität in ihrer Heimat. Überleben ist Glückssache auf dieser Flüchtlingsroute.

Die Fotografien des Wuppertaler Journalisten Øle Schmidt dokumentieren eindrücklich die existentielle Dimension der Flucht sowie die Hoffnung auf ein besseres Leben in Frieden und Sicherheit. In der Debatte um die Sicherung der nationalen und EU-Außengrenzen richten sie den Blick auf ein Flüchtlingsdrama, das sich seit Jahren an der Südgrenze der USA abspielt und sich zunehmend verschärft. Zugleich geben die Fotografien Zeugnis davon, wie aus einem christlichen Glauben heraus aktiv Nächstenliebe gelebt wird. Denn in Migrantenherbergen wie »Die 72« des Franziskanerpaters Fray Tomás finden die Menschen Zuflucht, Zuspruch und praktische Hilfe.

 

Die Vernissage findet am Montag, 3. September, um 19 Uhr statt.

Ort: Utopiastadt, Mirker Straße 48, 42105 Wuppertal

Der Eintritt ist frei

 

Dr. Antonio Sáez-Arance hält bei der Vernissage einen Impulsvortrag über »Politische Kultur und Gewalt in Lateinamerika«


Lateinamerika und seine Bevölkerung werden in der Öffentlichkeit als ein Kontinent der Bürgerkriege, Drogenkriege und gewaltsamen Entführungen wahrgenommen. Die Gewalt scheint allgegenwärtig zu sein und tiefe Spuren in der den lateinamerikanischen Gesellschaften hinterlassen zu haben. Rechtfertigt dies, von einer spezifischen Gewaltkultur in lateinamerikanischen Ländern zu sprechen? Oder muss vielmehr nach den (geo-)politischen und sozialen Ursachen von Gewalt gefragt werden? Lateinamerika wird auch der »katholische Kontinent« genannt: Mehr als 500 Millionen und damit über 40 Prozent der Katholiken weltweit leben in dieser Region. Welche Rolle spielen die Kirche und die Gemeinden vor Ort in Gesellschaften, die von extremer Gewalt und der Sehnsucht nach einem friedvollen Leben geprägt sind?


Antonio Sáez-Arance lehrt und forscht am Institut für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte der Universität zu Köln. 2017 erschien ein von ihm mitherausgegebener Sammelband über nationale Identitätsdiskurse in Lateinamerika.


Musik: Duo Altibajo

Die lateinamerikanische Flötistin Karla Domínguez und der deutsche Kontrabassist Markus Conrads formieren das Duo Altibajo. Mit Blockflöte und Kontrabass erklingen Rhythmen und Melodien, die in ihrer Vielfalt und Schönheit so stark sind, dass sie Brücken schlagen sowohl zwischen Frequenzen als auch zwischen Kulturen.


In Kooperation mit UTOPIASTADT und mit Unterstützung der Stadtsparkasse Wuppertal und der Katholischen Citykirche

 

Den Flyer zu der Veranstaltung bekommen Sie hier.

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