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Thomas von Aquin

Glaubensgespräche mit Kreisdechant Christoph Bersch in der Unterkirche von St. Franziskus, 23.11.2018 um 19:30 Uhr.

Thomas von Aquin, 1323 heilig gesprochen, wird manchmal der Aristoteles des Mittelalters und doctor angelicus (engelgleicher Lehrer) genannt. Thomas interpretiert die Schriften des Aristoteles wie kein anderer und wird damit einer der wichtigsten Theologen und Philosphen des Hochmittelalters. Die Aristoteles-Rezeption fand in Thomas ihren Höhepunkt.

 

Als Dominikaner, studierte er in Köln bei Albertus Magnus, der Aristoteles für die christliche Theologie fruchtbar machte. Mit diesem Hintergrund lehrte Thomas in Paris und Italien. Thomas versuchte eine umfassende Synthese zwischen dem Glauben und der aristotelischen Philosophie. Thomas musste sich vielfach gegen den Häresie-Vorwurf wehren, auch gegenüber dem kirchlichen Lehramt.


Thomas war mit Aristoteles von der Eigenständigkeit und dem eigenen Wert der Welt überzeugt. Galt bisher die sinnliche Welt wesentlich als verachtenswert, allenfalls Vorschein auf das Jenseits, lehrte Thomas einen Erkenntnisweg von der Sinneserkenntnis zur Wahrheit. Wenn nämlich die Welt von Gott geschaffen ist, dann muss sie für sich selbst einen göttlichen Wert besitzen und die Vernunft des Menschen von der Schöpfung zu Gott gelangen können.


Thomas reflektierte daraufhin auch ein neues Verhältnis von Leib und Seele. Galt für Augustinus die unsterbliche Seele nur als eine äußerliche Verbindung zu einem sterblichen Leib, suchte Thomas diese Trennung zu überwinden. Leib und Seele standen für ihn nicht nur in einer äußerlichen, sondern auch in einer innerlichen Verbindung. Der Mensch ist eine leiblich-seelische Einheit.

 

Thomas hält das Gewissen des Einzelnen für sehr bedeutsam. Im antiken Denken hatte noch das Allgemeine Vorrang vor dem Einzelnen. In der Philosophie des Thomas besitzt der Einzelne Vorrang vor dem Allgemeinen.


Thomas' Hauptwerk ist die nie zuende geschriebene »Summe der Theologie«, in der rationale Argumentationen großen Raum einnehmen. 

 

Sie sehen, der Gesprächsabend mit Kreisdechant Christoph Bersch verspricht sehr spannend zu werden.

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