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Der Novemberpogrom 1938 ("Reichskristallnacht") und sein Platz in der Geschichte

Vortrag von Dr. habil. Ludger Joseph Heid, 06. November 2018, Halle 32, Raum L&C - 19.30 Uhr, Steinmüller-Allee 10, Gummersbach

Die „Reichskristallnacht“, so die zynisch-poetische Zuschreibung für den großangelegten, monströsen Pogrom vom 9./10. November 1938, markiert innerhalb der blutigen Dynamik der NS-Gewaltherrschaft so etwas wie einen Wendepunkt, an dem sich buchstäblich die Weichenstellung für die Vernichtung des europäischen Judentums anzeigte. Spätestens am Morgen des 10. November 1938 hatte das Deutsche Reich endgültig aufgehört, ein Rechtsstaat zu sein. Die polizeiliche Ordnung stand Kopf, als verbrecherischer Mob auf offener Straße ungehindert brandschatzte und mordete.

 

Kurz-Vita: Priv.-Doz. Dr. L. Joseph Heid, Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizist, Venia legendi für Neuere Geschichte. Zahlreiche Publikation zur deutsch-jüdischen Beziehungs- u. Literaturgeschichte, Sozialgeschichte (Arbeiterbewegung) und zum Ostjudentum, u.a.: Deutsch-Jüdische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert (1992); Maloche – nicht Mildtätigkeit. Ostjüdische Arbeiter in Deutschland 1914-1923 (1995); Der ewige Judenhass (2000); Ostjuden im Ruhrgebiet (2011);  schreibt u. a. für : Süddeutsche Zeitung; Die Zeit; Die Welt; Jüdische Allgemeine. Mitherausgeber der Judacia-Reihe des Campus-Verlages Frankfurt.

Die Veranstaltung wird getragen vom Katholischen Bildungswerk Oberbergischer Kreis und der Oberbergischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

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