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IDEEN FÜR ZU HAUSE
Unser Blog für Familien in Zeiten der Corona-Pandemie

 
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verändern unseren Alltag erheblich. Vor allem Familien stehen trotz der teilweisen Öffnung von Kitas und Schulen immer noch vor großen Herausforderungen.

Seit Mitte März 2020 haben wir Ihnen in unserem Blog "Ideen für zu Hause" täglich spannende, hilfreiche und aktuelle Beiträgen rund um das Leben mit Kindern, Erziehung und Familie angeboten. Ab Juni gibt es wöchentlich neue Anregungen, die Sie darin unterstützen können, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen.

Auch der Deutsche Kinderschutzbund bietet >hilfreiche Ideen zum Umgang mit der veränderten Situation in der Familie an ebenso wie die >Landesarbeitsgemeinschaft Familienbildung. Gerne verweisen wir Sie auch auf Anregungen aus der >Familienpastoral im Bistum Limburg zur Gestaltung der Zeit in der Familie und aus der >Familienpastoral im Erzbistum Köln speziell rund um die Osterzeit.

Wir freuen uns, wenn Sie weiter mit uns durch diese aufregende und manchmal ganz schön herausfordernde Zeit gehen.

Ihr Team des Bildungswerks der Erzdiözese Köln e.V. 
in den Bildungswerken, Familienbildungsstätten und Bildungsforen

 

 

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann.“

(Astrid Lindgren)

 

Pippi Langstrumpf feiert in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag. Wir wünschen ihr unseren herzlichsten Glückwunsch!


Murmelbilder

 

Material:

  • Schuhkartondeckel
  • Schuhkarton oder ähnliches in der Größe eines DIN A4 Blattes
  • weißes Din A4 Blatt (evtl. auf die Größe des Deckels zurechtschneiden)
  • Fingerfarben (entweder mit etwas Wasser verdünnt in alte Shampooflaschen oder ähnliches gefüllt) oder Pinsel oder ausrangierten Löffel
  • Murmeln (am besten in verschiedenen Größen)
  • Malkittel

Und so geht es:

Das Papier wird in den Schuhkartondeckel gelegt. Anschließend wird die Fingerfarbe entweder auf das Papier gespritzt oder mit dem Pinsel oder Löffel auf das Papier geträufelt.

Man verwendet verschiedene Farben, aber nicht mehr als 4 - 5 Farben (wird sonst eine braune Masse).

Anschließend werden einige Murmeln (man beginnt am besten mit 1 oder 2 Murmeln) in den Karton gelegt und durch Hin- und Herbewegen durch die Farbkleckse gerollt.

Am besten geht das im Stehen.

Eventuell noch mehr Murmeln oder Farbkleckse zufügen.

Bilder trocknen lassen.

Auch hier gibt es eine bebilderte Anleitung im Internet:

https:/kitakram.de/mit-murmelbildern-farbe-in-den-winter-bringen/

Ein Vorschlag von Gisela Mies

 

 

 


„Die Bienen kommen“

 

Sie brauchen:

  • Pfeifenputzer in gelb, orange, braun ca. 20 cm lang,
  • Wackelaugen,
  • Krepppapier in gelb/orange ca. 8 x 8 cm,
  • 1 Stift,
  • Schere
  • Kleber
  • Bindfaden

Und so basteln Sie eine Biene:

2 Pfeifenputzer (gelb + braun) über einen Stift drehen,

Wackelaugen aufkleben,

aus dem Krepppapier ca. 8x8cm Vierecke schneiden, als Flügel zusammenraffen und in die Biene stecken.

Wer möchte kann einen Bindfaden an der Biene befestigen und die Biene aufhängen bzw. fliegen lassen.

 

Überlegen Sie mit Ihrem Kind: Welche Blumen mag die Biene besonders? Haben wir diese Blumen im Garten?

Wie sieht ein Bienenstock aus?

Wie schmeckt Honig?

Ein Vorschlag von Carmen Schurz

 

 

 


Ich komme bald in die Schule

 

Normalerweise gibt es im letzten Kindergartenjahr ein umfangreiches Vorschulprogramm. Darauf müssen die Vorschulkinder in diesem Jahr leider verzichten. Das ist schade, aber kein Grund zur Panik. Kein Kind muss schon vor der Einschulung schreiben und rechnen können. 

Wer seinen Kindern vorliest, mit ihm spielt und für Bewegung sorgt, leistet gute Vorschularbeit. Unterstützen Sie die natürliche Neugier Ihres Kindes und ermöglichen ihm so einen unvoreingenommenen Zugang zum Schrifterwerb und zur Mathematik. Wir sind im täglichen Leben von Zahlen, Mengen und kleinen Rechenaufgaben umgeben. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf die Suche danach und vermitteln ihm so spielerisch ein Gefühl für Zahlen und Mengen. Je mehr Ihr Kind abstrakte Zahlen mit alltäglichen Dingen in Zusammenhang bringen kann, umso leichter wir es ihm fallen, Rechenoperationen zu verstehen und durchzuführen. Ohne dieses Zahlenverständnis rechnen die Kinder rein mechanisch und stoßen dann spätestens bei Textaufgaben, Sachaufgaben und Platzhalter-Aufgaben an ihre Grenzen.

Vielleicht finden Sie sogar selber Spaß an einem einst ungeliebten Fach.

Hier einige Beispiele, mit denen sie als „Hauslehrer“ auch die Schulkinder einbeziehen können:

Zählen sie gemeinsam die Treppenstufen bis zur Wohnungstüre. Wenn sie herab gehen, zählen sie rückwärts, oder zählen sie nur jede zweite Stufe laut (2 – 4 – 6), zählen sie im Wechsel mit ihrem Kind oder zählen erst nach einen kurzen Stopp weiter. Wenn es möglich ist, können auch die Treppenstufe mit Zahlen beklebt werden.

Beim Spaziergang zählen sie gemeinsam alle weißen Autos. Oder jeder zählt eine andere Farbe, wer hat mehr in seiner Farbe gezählt? Wie viele sind es mehr? An der Ampel zählen sie die Fahrzeuge, bis die Ampel grün zeigt. Aber auch vielen andere Dinge kann man auf dem Weg zählen, Blumen, Lastwagen, Geschäfte, Fenster usw. Hier kann man kleine Rechenaufgaben einbauen, z.B. wie viele Fensterscheiben sind es noch, wenn eine zerbrochen ist?

In der Stadt kann man ein Orientierungsspiel machen: Wie komme ich am schnellsten zu …? Wie oft muss ich dabei links/rechts abbiegen? Wie viele Ampeln gibt es auf dem Weg? Die Hausnummern auf den Straßenseiten vergleichen. Was fällt hierbei auf? Welche Informationen geben Autokennzeichen? Wo überall können wir Telefonnummern lesen? Gibt es Preisunterschiede an den einzelnen Tankstellen? Sind bei allen Geschäften die Öffnungszeiten gleich?

Bei Regenwetter kann man vom Fenster aus die vorbeifahrenden Autos zählen. In eine Tabelle dabei für jedes rote, grüne, weiße und blaue Auto einen Strich machen. Anschließend schätzen, welche Farbe am häufigsten ist, dann die Striche zählen. Bei einem Spaziergang bietet es sich an, Naturmaterialien zu sammeln, aus denen sich ein Bild basteln lässt. Möglicherweise eignet sich ein Fundstück auch als Stempel.

Beim Einkauf können die Apfelsorten, Nudelsorten etc. gezählt werden. Preise lassen sich vergleichen und eignen sich für eine Überschlagsrechnung: Reicht meinGeld aus? Wie viel habe ich gespart? Was kostet eine bestimmte Anzahl der Ware/Speise im Geschäft/Lokal? Ist der Eintrittspreis/Fahrpreis mit einer Sammelkarte/Wochenkarte günstiger? Wie viele Flaschen in der Getränkekiste sind leer/voll? Zuhause den Einkauf nach Form der Verpackung vorsortieren, zählen und erst dann einräumen.

Die Küche bietet eine Vielzahl an Rechenmöglichkeiten. Beim Backen werden die Zutaten abgewogen und abgemessen. Der Kuchen kann in einer kleinen Form gebacken werden. Hierfür müssen die Mengen halbiert werden. Bei Kochen die Zutaten (z.B. Kartoffeln) laut zählen, die Gewichte und Mengenangaben im Rezept laut lesen. Messverfahren können ausprobiert werden. Hierfür z.B. Reis mit einem Teelöffel aus einem Schälchen in kleinere Gefäße umfüllen. Wo passt mehr hinein?

Den Inhalt der Gefäße auswiegen und vergleichen. Stellen sie kleine und große Messbecher, Flaschen, Becher, Tassen und einen Trichter bereit. Jetzt die unterschiedlichen Füllmengen mit Wasser austesten. Passt in ein hohes, schmales Glas mehr, als in ein breites, flaches Glas?

Die Kinder holen Geschirr und Besteck und decken den Tisch. Wie viele Brötchen brauchen wir, wenn jeder 2 Brötchen isst? Kekse und Gummibärchen werden gerecht aufgeteilt. Nach dem Waschen können sie mit den Kindern die Socken zusammenlegen oder die Wäscheklammer nach Farben sortieren. Eine Dose mit alten Knöpfen kann nach Farbe, Größe, Form oder Anzahl der Löcher zugeordnet werden. Ebenso können Spielzeugteile und Buntstifte nach vorgegebenen Kriterien sortiert werden.

Viele einfache Spiele fördern das Zahlenverständnis. Bild-Zahl-Domino, Memory,Steckspiele, Bausteine, einfache Baukästen und Würfelspiele fördern auf vielfältige Weise. Aber auch Ballspiele, Murmelspiele, Springseil und Hüpfekästchen sind sehr gut geeignet. Abzählreime, Verse mit Zahlwörtern und Spiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“, machen nicht nur Spaß, sondern fördern noch ganz nebenbei.

Sie müssen keine teuren Spiele kaufen. Wenn sie Würfel, Muggelsteine oder Spielfiguren, Stifte und Papier zur Hand haben kann es schon losgehen. Mit diesen Spielen könnte es passieren, dass sie ihre Lieblingsserie vergessen:

Die Zahlen 1 – 6 zerlegen
Es wird mit einem Würfel gespielt. Dabei kann ein Zahlen- oder Punktewürfel verwendet werden. Außerdem werden Muggelsteine in zwei Farben benötigt. Die gewürfelte Zahl wird mit Muggelsteinen abgedeckt. Dabei müssen die Zahlen zerlegt werden, wenn kein passendes Zahlenfeld mehr frei ist. Wer den letzten Wurf abdecken kann, ist Sieger.

Für Schulkinder ist es spannender, wenn sie das Spielfeld mit Zahlen von 1 – 12 aufmalen. (12; 11,11; 10, 10, 10; 9, 9, 9, 9; 8, 8, 8, 8, 8; …)

Gespielt wird dann mit zwei Würfeln. Hierbei muss man gut überlegen, wie man die Zahlen abdeckt.

Oder spielen sie mit der ganzen Familie Bewegungswürfeln. Für jede Zahl wird eine Bewegung festgelegt. Reihum wird gewürfelt und gehüpft, gekrabbelt, die Zunge gekreist, der Hampelmann gesprungen …

So gut vorbereitet können sie dem Schulstart gelassen entgegensehen. 

Viel Spaß wünscht Ihnen Doris Höller (Erzieherin und Autorin aus Bergisch Gladbach)

 

 

 

 

 


Eine Welt aus Papier

 

Haben Sie oder Ihre Kinder schon einmal probiert, Dinge oder sogar ganze ‚Welten‘ aus Papier gestalten? Lassen Sie sich überraschen, was alles aus einem Stück Papier werden kann!

Zum Beispiel Tiere, die eigene Familie, einen Zoo, einen Zirkus….

Etwas schwieriger: Größere Kinder können versuchen, dreidimensionale Objekte zu erstellen – wie die Fische im Bild.

Alles, was Sie dazu brauchen sind:

  • Papier,
  • Pappe,
  • Tesa,
  • Kleber,
  • Stifte,
  • Farben

Und wer Anleitungen zum Gestalten mit Papier oder noch mehr Ideen sucht, der kann sie im Internet finden, z.B. https://einfach-basteln.com/faltanleitungen/origami/ oder für Tiere https://www.besserbasteln.de/Origami/origami_tiere.html

ein Vorschlag von Dr. Monika Schmelzer

 


„Ein Memory für die ganze Familie“

 

Wie wäre es, ein ganz persönliches Memory für Ihre Familie zu erstellen?

Sie benötigen:

  • Pappkarton weiß oder andere Farbe – ganz wichtig: bei einer Farbe bleiben
  • Schere,
  • Kleber,
  • Buntstifte,
  • Fotos – immer 2 die identische

Und so geht es:
Aus dem Pappkarton 5 x 5 cm große Quadrate ausschneiden (kann auch größer sein). Nun immer 2 Quadrate gleich gestalten.

Lassen Sie ihr Kind die Quadrate bemalen oder bekleben, auch die Kleinsten können hier schon mithelfen.

Oder sie bekleben die Quadrate mit Fotos – auch hier darauf achten – immer zweimal das gleiche Motiv.

Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. So können Sie sich Ihr eigenes „Familien-Memory“ gestalten.

Vielleicht kleben Sie Fotos von den Großeltern auf die Quadrate oder Sie schneiden aus Prospekten Dinge aus und kleben sie auf die Quadrate.

Wenn alle Quadrate beklebt oder bemalt sind, kann es auch schon losgehen.

Viel Spaß bei spielen.

Tipp – Nehmen Sie Fotos von sich selbst aus der Kindheit – erkennen Ihre Kinder Sie???? Gerade Kindheitsbilder sind auch eine Gelegenheit, sich selbst zu erinnern oder den Kindern zu erzählen, bei welcher Gelegenheit das Foto entstanden ist.

Bei größeren Kindern können Sie ggf. auch Fotos derselben Person in unterschiedlichem Alter (als Kind und heute) nehmen.

Und wundern Sie sich nicht: In aller Regel können sich die Kinder viel besser erinnern, wo welches Bild liegt, und gewinnen beim Memory – ganz ohne Pfuschen.

Ein Vorschlag von Carmen Schurz

 


Ein ganz besonderes Bild

 

„Mama, wir brauchen ein riesengroßes Blatt. Und dann lege ich mich darauf, wir malen es an und dann schicken wir es Oma und Opa.“ Gesagt, getan. Wir haben kurzerhand den Bürgersteig blockiert, eine Rolle Packpapier ausgerollt und mit allen vorrätigen Farben los gemalt. 

Beide Kinder neben einander gelegt, deren Umrisse aufgemalt und alles Weitere ihnen überlassen.

Der Papier-Sohn hat jetzt Bartstoppeln und eine Uhr, sie trägt rot-pinke Schuhe und eine pinke Hose. Für die rosafarbene Strumpfhose hat sie Kreide verwischt.

Wir werden den Großeltern das Geschenk vor die Tür stellen mit der Idee, dass sie sich ihre Enkel ins Wohnzimmer holen können.

Wenn die Großeltern (oder andere Empfänger solch eines besonderen Portraits) deutlich weiter weg wohnen und ein Postversand nötig ist, kann man natürlich auch auf viele A4-Bögen malen und diese in einem großen Umschlag verschicken.

Je nach Alter der Kinder und Bastel-Leidenschaft kann das Bild noch mit Hintergrund, Wollhaaren, Texten oder Lieblingskleidung verziert werden.

Man braucht:

Packpapier oder Tapete oder einige Bögen Papier, Stifte oder flüssige Farbe, bei Bedarf weitere Bastelutensilien.

von Ulrike Hermwille, pädagogische Mitarbeiterin in der Katholischen Familienbildungsstätte Bonn

hier: Mutter von zwei Kindern (2 und 4 Jahre alt)

 


„Schöne Träume“

 

„Machen Sie doch mal einen Traumfänger selber!“ – ein Vorschlag von Carmen Schurz

 

Dazu braucht man:

  • Pappteller,
  • Bunt- oder Wachsmalstifte oder Wasserfarben,
  • Wolle,
  • Federn,
  • Schere,
  • Locher

Und so entsteht der Traumfänger:

  • Einen Pappteller mit Hilfe der Stifte anmalen.
  • Danach den Mittelteil ausschneiden.
  • Den Rand mit Hilfe des Lochers im gleichen Abstand lochen.
  • Die Wolle mit Holzperlen schmücken und durch die Löcher fädeln.
  • Zum Schluss einen Wollfaden zum Aufhängen anbringen.
  • Am unteren Tellerrand können unterschiedliche Perlen und Federn an Wollfäden angebracht werden.
  • Nun kann der Traumfänger im Kinderzimmer einen schönen Platz bekommen.

Viel Spaß beim Nachbasteln.

 

Und vielleicht ist der Traumfänger ja auch eine Einladung, mal wieder eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen oder selber zu erzählen.

Altersgemäße Vorschläge zu Gute-Nacht-Geschichten gibt es z.B. unter https://www.familie.de/kleinkind/maerchen/gute__nacht__geschichten/

 


Unsichtbare Lebewesen sichtbar machen

 

Hände waschen können wir jetzt sicher alle ganz gut. Es ist aber wichtig, auch in den nächsten Wochen nicht nachlässig zu werden. Mit einem kleinen Experiment kann man Kindern die Notwendigkeit des Händewaschens verdeutlichen.
Dafür werden 2 Brühwürfel in wenig heißem Wasser gegeben. In der heißen Brühe wird ein Blatt Gelatine aufgelöst. Diese „Nährlösung“ gießt man in einen Suppenteller und lässt sie etwas abkühlen. Wenn die Flüssigkeit leicht zu gelieren beginnt, taucht man einen Schlüssel, vorsichtig mit einer Pinzette in die Lösung, lässt ihn kurz darin und holt ihn wieder heraus.

Wenn der Teller an einem warmen Platz steht, kann man schon nach 1-2 Tagen etwas Spannendes beobachten. An der Stelle, an der der Schlüssel eingetaucht wurde, bildet sich ein feiner weißer bis rosaroter Rasen in der Form eines Schlüssels.

Was ist hier passiert? Neben den sichtbaren Lebewesen gibt es unzählige unsichtbare Kleinstlebewesen (Mikroorganismen), die nur unter einem Mikroskop zu erkennen sind. Sie befinden sich überall. Auf unserer Haut, unserer Kleidung, Türgriffen und auch an dem Schlüssel, der eingetaucht wurde. Die Nährlösung und die Wärme bieten ihnen ideale Lebensbedingungen und sie vermehren sich rasch. Auch unsere Hände sind etwas feucht und warm, das lieben Mikroorganismen. 

Weil diese Kleinstlebewesen mit bloßem Auge unsichtbar sind, können wir uns nur durch größte Vorsicht und Sauberkeit vor ihnen schützen, denn darunter gibt es viele Krankheitserreger. Ein scheinbar sauberer Schlüssel, Türgriff oder Einkaufswagen ist in Wirklichkeit mit Mikroorganismen übersät. Also ran an die Seife! Viren sind von einer Fettschicht umhüllt. Seife löst die Fettschicht auf und die Viren haben verloren.

 

Nutzen wir die gemeinsame Zeit doch einmal dafür, Seife selber herzustellen. Im Supermarkt ist Seife zurzeit ja oft Mangelware. 

https://www.bastelstunde.de/seife-herstellen-geschenkidee/  

https://www.kita.de/wissen/seife-selber-machen-kinder/

https://praxistipps.focus.de/seife-mit-kindern-selber-machen-eine-bastelanleitung_99487  

 

Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung können sie kostenlos ein Plakat fürs Badezimmer bestellen. Dort gibt es auch Ausmalbilder zum Thema.

https://www.bzga.de/infomaterialien/impfungen-und-persoenlicher-

infektionsschutz/impfungen-und-persoenlicher-infektionsschutz/plakat-richtig-haendewaschen-fuer-kindertagesstaetten/

https://www.bzga.de/infomaterialien/impfungen-und-persoenlicher-

infektionsschutz/impfungen-und-persoenlicher-infektionsschutz/kopiervorlage-malblaetterrichtig-haende-waschen-richtig-husten-und-niesen-fuer-kindertagesstaetten/

 

Bleiben sie gesund.

 

Ein Vorschlag von Doris Höller

 


„Einen Engel für jeden“

 

Basteln Sie zusammen mit Ihren Kindern doch einen „Schutzengel

Dazu benötigen Sie

  • Filtertüten,
  • bunten Bastelkarton,
  • Stifte,
  • Kleber,
  • Schere,
  • Wollreste oder Filzwolle,
  • selbstklebende Dekobänder

Und so geht es:

Die Filtertüte mit Hilfe des selbstklebenden Dekoband verzieren. Sie stellt später das Kleid des Engels dar.

Nachdem ein Kind die Farbe für die Flügel ausgewählt hat, malt man zunächst mit dem Bleistift die Flügel vor. Je nach Alter können die Kinder diese alleine ausschneiden und anschließend von hinten an der Filtertüte festkleben.

Nun benötigen der Engel noch einen Kopf: Hierfür schneiden Sie einen Kreis aus einem passenden Bastelkarton aus. Mit dem Stift malen Sie oder das Kind das Gesicht auf. Damit der Engel auch noch Haare bekommt, kann man aus Wolle / Filzwolle Haare zurecht schneiden und am Kopf festkleben.

Und in 10 – 15 Minuten ist der Engel fertig.

Die „Schutzengel“ können nun auch an die Großeltern, Geschwister, Nachbarn“ verschenkt werden.

 

Ein weiterer Gedanke zum Thema „Engel“:

In der Lesung vom heutigen Festtage Christi Himmelfahrt kommen Engel vor, die den Jüngern die Himmelfahrt erklären:

10 Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen 11 und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. (Apg 1,10f)

Vielleicht haben Sie heute Zeit und Lust, mit Ihren Kindern diese Stelle in einer Kinderbibel nachzulesen oder sich ein Bild anzusehen, dass die Himmelfahrt darstellt.

Weitere Ideen für die Gestaltung von Christi Himmelfahrt in der Familie finden Sie unter https://www.familien234.de/92/das-fest/christi-himmelfahrt/

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.katholisch.de/artikel/349-was-sind-engel

(ein Vorschlag von Carmen Schurz)

 

 

 


Fadenmalerei

 

Material: Papier(helles), Wasserfarben, Pinsel, Wollfaden (ca. 50 cm), altes Telefonbuch, Katalog oder Buch,  Malkittel, evtl. farbiges Tonpapier, Kleber

Ein Wollfaden wird in der Wasserfarbe eingefärbt, dann wird er in Schlaufen und Kreisen auf ein helles Papier gelegt, das trockene Ende des Fadens steht über. Anschließend wird ein gleichgroßes Papier genau auf das andere Papier gelegt. Beide Blätter in das Telefonbuch legen, das trockene Ende des Fadens schaut heraus, Das Buch vorsichtig schließen, mit einer Hand fest auf das Buch drücken und mit der anderen den Faden herausziehen. Buch wieder ausklappen, man erhält nun zwei Bilder. 

Wenn man möchte, kann man diese Bilder auf eine aus Tonpapier gestaltete Karte kleben.

 

Eine bebilderte Anleitung findet man auf der folgenden Internetseite

https://kidsweb.wien/malen/maltechniken/fadentechnik/

 

Ein Vorschlag von Gisela Mies

 


„Würfelspiel einmal anders“

 

Ein Vorschlag zum Würfeln mit Zahlen oder Farben von Carmen Schurz

Man braucht:

  • 1 Würfel mit Zahlen und oder
  • 1 Würfel mit Farben
  • 1 Auflistung mit Bewegungen / Aufgaben

Und so geht es:

Erstellen Sie sich eine Liste / Aufgaben Katalog von 1 – 6 oder nach den 6 Farben, die auf dem Würfel abgebildet sind.

Sie können diese Aufgaben zusammen mit ihrem Kind überlegen. Hier können

  • Bewegungsübung aufgeschrieben werden, oder
  • Räume im Haus zu denen sie Ihr Kind schicken oder
  • lassen Sie Ihr Kind Gegenstände holen, oder statt einer Bewegungseinheit,
  • kann auch ein Lied gesungen oder
  • ein Bild gemalt werden.

Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Hier ein paar Beispiele für Würfel-Aufgaben:

 

1: Lege dich auf den Bauch oder Hole mir aus dem Schlafzimmer ein Kissen, oder sing mir das Lied: z.B. „Viel Glück und viel Segen“ vor.

 

2: Klettere auf einen Stuhl und spring runter, oder geh ins Wohnzimmer und setzt dich in den Sessel oder sing mir dein „Lieblingslied“ vor.

 

3: Leg dich auf den Rücken und strecke die Beine hoch und fahr in der Luft Fahrrad oder geh in die Küche und hol mir einen Kochlöffel, oder sing mit das Lied „Alle meine Entchen“ vor.

 

4: Geh in die Hocke und spring wieder hoch 3 mal, oder hole mir aus deinem Zimmer eine Stift, oder sing mir das Lied „10 kleine Zappelmänner“ vor.

 

5: Hüpfe auf der Stelle, oder hole mir eine Bürste aus dem Badezimmer, oder sing mir dein Lieblingslied vor.

 

6: Leg dich auf dem Bauch und hebe Kopf und Füße an, oder geh in die Küche/Esszimmer und setz dich unter den Tisch, oder sing mir das Lied „Wo Zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ vor.

 

Viel Spaß!!!!

 

 


Mit Genuss und Möhren


Beteiligen Sie doch Ihre Kinder am Kochen – das macht ihnen Spaß und außerdem sind sie dann oft bereit, auch neue Rezepte zu probieren.

Eine weitere Idee: Es gibt Hörspiele rund um die gesunde Ernährung. Zum einen ist das für die Kinder eine Abwechslung, zum anderen fällt es ihnen oft leichter, die Vorschläge für eine gesunde Ernährung zu akzeptieren, die ihnen so vorgestellt werden – z.B. die Hörspiele mit dem Hasen Kasimir des Bundeszentrums für Ernährung: https://www.bzfe.de/inhalt/ernaehrungsbildung-mit-kasimir-1344.html 

Und hier kommen die Rezepte: 

 

Gemüse -  Crepe - Röllchen

Zutaten für 4 Portionen: 

  • 250 ml Möhrensaft 
  • 2 Eier
  • 100 g Mehl
  • Prise Salz
  • 20 g Butterschmalz
  • 250 g je nach Geschmack Doppelrahm – Frischkäse oder ähnliches
  • evtl. Milch zum Glattrühren

Aus Möhrensaft, Eiern, Salz und Mehl einen glatten Teig rühren.

Daraus 4 Crepes backen und abkühlen lassen. Crepes dünn mit Käse bestreichen und einrollen. Rollen mit einem scharfen Messer in 2 cm breite Streifen schneiden und mit Zahnstochern fixieren.

 

Tomatentortilla

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g Kirschtomaten
  • 8 Eier
  • 8 EL Milch
  • Petersilie, frisch oder getrocknet
  • Salz und Pfeffer
  • 4 EL Butter
  • 8 EL geriebener Emmentaler
  • Basilikum

Tomaten und Petersilie klein schneiden, Eier mit Milch und Petersilie verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Butter erhitzen, Tomaten ca. 3 min andünsten.

Eimasse über die Tomaten gießen, mit Käse bestreuen und ca. 10 min stocken lassen. Vor dem Servieren Basilikumblätter auf der Tortilla verteilen.

 

Rezeptideen von Erika Meier, Fachberaterin für Säuglings- und Kinderernährung 

e.meier-lindlar@t-online.de, 02266/470225

 


Masken aus Einkaufstüten


Sie brauchen:

  • Einkaufstüten aus Papier
  • Stifte, Wasserfarbe …
  • Klebstoff
  • Buntes Papier, Zeitschriften, Wolle …

Und so geht es:

Bedruckte Tüten auf Links drehen.

Je nach Alter der Kinder die Tüten bemalen (Wachsmalkreide, Wasserfarbe, Filzstifte), mit unterschiedlichsten Dingen bekleben (Papier, Zeitschriften, Wolle, Luftschlangen, Glitzerelemente).

Die Löcher für die Augen nicht vergessen!

 

Die Kinder einfach mal machen lassen …

 

Die Masken können auch anschließend für Rollenspiele genutzt werden. So können zu den Masken die passenden Charaktere (Wie sprechen die? Wie bewegen die sich? Was tun die?) entwickelt werden.

 

Eine Idee von Dr. Monika Schmelzer

 

 


Löffelduell - Ein Geschicklichkeitsspiel für 2 Personen

 

Material: Pro Person 2 Esslöffel, je 1 rohe Kartoffel. Außerdem eine Schnur, einen Besenstiel o.ä. als Markierung der Spielbereiche

Spiel: Die Spieler/innen stehen sich durch gegenüber, jede/r auf einer Seite der Markierung. Jede/r hat in der rechten Hand einen leeren Löffel, in der linken einen mit einer Kartoffel darauf. Beide Spieler/innen versuchen gleichzeitig, dem Gegenüber die Kartoffel abzunehmen und gleichzeitig die „eigene“ Kartoffel durch Ausweichbewegungen vor dem eigenen Körper zu schützen. Es ist verboten, sich umzudrehen.

Das Spiel kann auch von mehreren Paaren gleichzeitig gespielt werden. Dann kann man aus dem Geschicklichkeitsspiel auch einen Wettkampf machen.

 

nach Döbler, Kleine Spiele. Berlin 191992, S. 405f

 

 

 


Bewegungslieder

 

Eine ganze Reihe von Liedern laden zur Bewegung ein.

Von „Aramsamsam“ und „Cowboy Bill“ über den „Bi-Ba-Butzemann“ bis zu „Laurentia“ …

Wer selber keine Lieder kennt, findet sie im Internet (z.B. bei Spotify)

 

… ist für alle Alter geeignet, allerdings nicht alle Lieder für alle …

 


Dankbarkeitstagebuch schreiben

 

Von meiner besten Freundin habe ich ein Dankbarkeitstagebuch geschenkt bekommen. Es hilft dabei, den Blick auf das Positive zu wenden, denn die Aufgabe ist, jeden Tag drei Dinge zu notieren, für die ich dankbar bin. Ich sehe seitdem den Alltag durch eine ganz besondere Brille. Immer wieder beobachte ich etwas Gutes, etwas Ermutigendes oder etwas Erleichterndes. Mich begleitet dieser Fokus, etwas zu finden, wofür ich dankbar bin.

Für dieses Dankbarkeitstagebuch wird ein leeres Notizheft benötigt, vielleicht eine schöne Kladde aus dem eigenen Vorrat oder mal etwas ganz Neues aus dem lokalen Handel? Dieses Tagebuch trägt nämlich nicht nur durch diese besondere Zeit, sondern kann ein guter Beginn für eine neue Perspektive sein.

  • „Wofür bist Du Anderen dankbar?“
  • „Wofür bist Du Dir dankbar?“

Auf die erste Seite werden die beiden Fragen notiert, und dann kann es schon losgehen. Mein Dankbarkeitstagebuch liegt in der Küche, für einen dieser stillen Momente. Vielleicht liegt es bei Ihnen woanders besser, im Bücherregal im Wohnzimmer oder auf dem Nachttisch. Die ersten paar Tage mag es sich seltsam anfühlen, diese kleinen Dinge zu bemerken und zu notieren. Aber dann kommt es wie ganz von selbst:

Heute bin ich dankbar dafür, dass Ablenkung im Kita-Alter noch so gut funktioniert.

Heute bin ich auch dankbar dafür, dass ich meiner Tochter vertrauen kann.

Ich bin mir heute dankbar dafür, dass ich mich in Gelassenheit und Geduld übe. 

Gestern war ich dankbar dafür, dass die kleine Pizzeria an der Ecke geöffnet hatte.

Gestern war ich auch dafür dankbar, dass Improvisation und Alltagsgegenstände ein sehr gutes Paar sind.

Ganz besonders dankbar war ich gestern dafür, dass ich gute Freunde habe, bei denen ich mich jederzeit melden kann.

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Blick und ein beruhigendes Gefühl dabei, das Positive zu sehen.

 

von Ulrike Hermwille, pädagogische Mitarbeiterin in der Katholischen Familienbildungsstätte Bonn

hier: Mutter von zwei Kindern (2 und 4 Jahre alt)

 


Eine Stadt aus Karteikarten

 

Sie benötigen jede Menge

  • Karteikarten Din A 7

oder

  • Bierdeckel

oder

  • Spielkarten

Daraus können Kinder Türme, Häuser, Gebilde aus den Karten (oder Bierdeckeln) bauen - bis eine ganze Stadt entsteht

ein Vorschlag von Dr. Monika Schmelzer

 


Sinnliches Geschmackserleben

 

Ratespiel

  • Ein Elternteil bereitet 5- 10 Schalen mit jeweils einem mundgerechten Lebensmittelvor.

Beispiel: eine geschälte und klein geschnittene Banane, eine gekochte Möhre, Weintrauben ohne Schale, verschieden geformte Nudeln, …

  • Die Kinder bekommen die Augen mit einem Tuch oder Schal verbunden, bevor sie die Lebensmittel sehen. Nase und Mund müssen frei bleiben.
  • Nun stellt der jeweilige Elternteil jede Schüssel einzeln vor die Kinder, sodass sie das darin enthaltene Lebensmittel ertasten, probieren und riechen können.

Wie viele Lebensmittel können richtig erraten werden?

 

Ein Vorschlag von Olivia Schwarz

 


Ich möchte Dir sagen, wie es mir gerade geht …

 

Eine weitere, achtsame und souveräne Umgangsweise mit akuter Anspannung, Ärger oder sonstigem Stress ist es: Transparenz herstellen, kommunizieren!

Dass wir genervt sind und kurz vor dem Ausrasten sind, habe die anderen sowieso schon gemerkt und: Stress ist ansteckend. Wenn wir diese Ansteckung vermeiden wollen, ist wieder innehalten angesagt, checken, was gerade los ist. Dann gilt es tief ein und ausatmen und mit so viel Ruhe wie möglich z.B. sagen: „Ich bin gerade total genervt (oder was gerade los ist) wenn ich diese Unordnung sehe. Ich kann das nicht gut haben! Ich muss mich mal eben beruhigen. Ich will nicht herumschreien und irgendwas androhen. Nach einer kurzen Pause werde ich darauf zurückkommen und wir werden sehen, wie es weitergeht!“

Wenn wir dies auf konkrete Situationen und konkretes Verhalten beziehen und dabei die Verursacher nicht abwerten oder angreifen, verringern wir weitere Eskalationen und Verletzungen.

So mit unseren Gefühlen umzugehen, braucht Achtsamkeit. Heftige Gefühle zu haben ist menschlich. Aber sollen unsere Gefühle entscheiden, wie wir uns verhalten? Sollen wir allen Handlungsimpulsen folgen? Die Erfahrung zeigt, unter Stressbedingungen ist das keine gute Medizin. Zu Risiken und Nebenwirkungen frage Deinen Körper und Deine Familienangehörigen.

Das achtsame Innehalten ermöglicht uns Wege zu finden runterzufahren (quasi einen eigenen Shutdown hinzulegen).

So können wir uns abregen statt uns blindlings - und mit vielen Nebenwirkungen – an den andern abzureagieren. Dadurch können Kinder etwas Wichtiges von uns lernen.

Wenn dann die Stresswellen abgeebbt sind, können wir besser die Eltern sein, die wir eigentlich sein wollen und sind. 

Aber Vorsicht: wir sollten uns nicht verurteilen, wenn uns dies nicht gelingt. Wir sind auch nur Menschen und eben nicht perfekt.

Hier ist es hilfreich uns mit Freundlichkeit und Mitgefühl zu begegnen und dem inneren Kritiker (der manchmal wie ein Quälgeist auftritt) zu sagen: „Lass mal gut sein!“

Es tut dann auch gut, wenn wir uns selbst tröstende oder mitfühlende Worte sagen und dabei z.B. eine Hand auf unser Herz zu legen. Guten Freunden und Freundinnen würden wir doch auch eher mitfühlend und tröstend begegnen, oder?

Wir können dann, wenn wir uns wieder beruhigt haben, sagen, dass es uns leidtut. Kinder und Partner wissen, wie das ist, wenn man am liebsten aus der Haut fahren würde. Das ist menschlich. Wichtig ist dann wieder in Verbindung zu gehen, sich zu versöhnen.

 

Ein Impuls von Manfred Schmitz

Manfred Schmitz ist Psychologe und Achtsamkeitslehrer. Als langjähriger Mitarbeiter in einer Katholischen Erziehungsberatungsstelle sind ihm die Themen und Sorgen von Eltern vertraut. Er gibt Kurse im Mindful Parenting, Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern.

 


Frühlingstisch decken

 

Eine gemeinsame Mahlzeit verdient Wertschätzung und eine besondere Atmosphäre. 

Eine schöne Tischdekoration trägt dazu bei und kann auch ganz leicht von Kindern vorbereitet werden. Lassen Sie ihre Kinder doch einmal selbst entscheiden, welche Untersetzer, Teller, Gläser und so weiter sie benutzen möchten. 

Passend zur Jahreszeit können Sie gemeinsam eine Dekoration vorbereiten. Dafür können Blumen und Äste verwendet werden, die Sie bei Ihrem letzten Spaziergang gesammelt haben und falten Sie Servietten, beispielsweise in Schmetterlingsform. 

Mehr Origami- Ideen hier: www.faltzauber.de


Ein Vorschlag von Olivia Schwarz

 


Namensschild basteln

 

Dies ist ein Vorschlag für Kinder, die gern mal häkeln wollen

Sie brauchen:

  • Wollreste
  • Eine Häkelnadel (notfalls kann man auch „Fingerhäkeln“)
  • Papier
  • Klebstoff

Und so geht es:

  • Lange Luftmaschenketten aus Wollresten (nicht zu flauschiges Garn) häkeln
  • Ein Stück Pappe mit Filz oder Stoff bekleben / überziehen
  • Aus der Luftmaschenschnur den Namen des Kindes mit Flüssigkleber auf der Pappe aufkleben
  • Schnur zum Aufhängen am Schild befestigen
  • Fertig ist ein Namensschild

Das kann ein Schild für die Tür zum Kinderzimmer sein, aber auch ein Geschenk z.B. zum Muttertag oder auch für die Großeltern.

 

ein Vorschlag von Dr.  Angelika Fürst

 


Kräuterbeet auf dem Balkon oder der Terrasse anlegen

 

Für jeden Haushalt ist ein Beet für Kinder eine Bereicherung und man kann als Eltern einen sinnvollen Beitrag für die Entwicklung leisten. Auch kleine Kinder können beim Gärtnern schon etwas lernen. Außerdem macht es viel Spaß! 

Das Kind wird voller Stolz die ersten Pflanzen kosten und alles probieren. Was man selbst gepflanzt hat und beim Wachsen beobachten konnte, wird in jedem Falle auch probiert. Ein eigenes Beet zu besitze ist ideal für ein Kind, um die Umwelt und die Natur kennenzulernen.

Also, ran ans Beet: 

  1. Suchen Sie zusammen mit Ihrem Kind einen geeigneten Platz.
  2. Befüllen Sie mehrere kleine Blumentöpfe, Blumenkästen oder einen großen Blumenkübel mit reichlich Pflanzerde.
  3. Lassen Sie Ihr Kind verschiedene Kräutersamen aussäen und anschließend bewässern.
  4. Nun ist Geduld gefragt! Jetzt heißt es: warten, pflegen und staunen!

Geeignete Pflanzen für ein Kräuterbeet:

Kresse: enthält viel Vitamin C, Kalzium, Eisen und Folsäure. 

Lavendel: hilft bei Kopfschmerzen, Unruhezuständen und Schlafstörungen. 

Pfefferminze: enthält viel Vitamin K, B und E Vitamine. 

Salbei: enthält viel Vitamin C und B, Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. 

Petersilie: liefert Vitamin B, C und E, Folsäure, Kalzium, Magnesium und Eisen. 

Schnittlauch: Auf‘s frische Butterbrot – hoher Vitamin C- Gehalt.

Ein Vorschlag von Olivia Schwarz

 


Elternsein während der Corona-Pandemie – zwischen
Entschleunigung und Lagerkoller

 

Schon mehr als fünf Wochen wird Eltern und ihren Kindern – zum Schutz vor Ansteckung – Einiges an Verzicht und Herausforderungen zugemutet. Und jetzt höre ich manche Eltern und Kinder stöhnen: Jetzt noch weitere Wochen? Oh Nein, das halten wir nicht mehr aus!

Die Ausgangsbeschränkungen, Versammlungsverbote, geschlossene Schulen und Kitas, Eltern im Homeoffice haben den gewohnten Alltag auf den Kopf gestellt. Von einem auf den anderen Tag war das meiste nicht mehr möglich, was den Tagesablauf strukturiert hat, sich eingespielt hat.

Ich werde als Psychologe und Achtsamkeitslehrer oft gefragt, welche Empfehlungen ich den für Eltern und Familien habe, die unter den Beschränkungen durch die Coronakrise leiden.

Ich habe mit Eltern, die an dem Kurs „Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern“ teilgenommen haben, per Video-Chat gesprochen. Intensiv wurde Erfahrungen ausgetauscht, Befindlichkeiten geteilt. Die Spannweite der Erfahrungen reichte von: „Es ist für uns im Großen und Ganzen eine gute Zeit, mit viel Entschleunigung, viel gemeinsamen Aktivitäten zuhause. Alle haben sich eingebracht und engagiert. Es geht uns überraschend gut.“ bis hin zu „Ich habe manchmal Lagerkoller und bin dann kurz vorm durchzudrehen. Ständig will jemand etwas von mir, ich komme selbst kaum noch zur Ruhe. Die Kinder sind unglücklich und gereizt, weil sie Ihre Freunde nicht mehr sehen und ich selbst bleibe völlig auf der Strecke …“

Was hat Eltern geholfen, mit den aktuellen Zumutungen und Herausforderungen umzugehen? Was hat ihnen geholfen, ihre eigene Anspannung zu regulieren, den Kopf über Wasser zu halten und kreative Lösungen zu finden?

Folgendes wurde als hilfreich erlebt und ist empfehlenswert:

  1. Da ist zunächst mal wichtig, sich nicht zu überfordern. Es ist hilfreich, sich klarzumachen, dass wir uns in einer Ausnahmesituation befinden. Einfache Lösung kann es nicht geben und perfekte schon gar nicht. Kinder brauchen keine perfekten Eltern, gut-genug reicht.

Viele Ansprüche an sich selbst und andere, viele Rituale und Gewohnheiten, die Sicherheit und Vorhersagbarkeit ermöglichen, viele wichtige Bedürfnisse können nicht auf die gewohnte Weise befriedigt werden.

Familien kommen besser durch diese merkwürdige Zeit, wenn sie als Familie zusammenhalten, zusammen kreativ werden, neue, ungewohnte Wege finden: wenn dies nicht geht, was geht denn dann?

„Ich kann ja doch nichts machen“, kommt oft als Gedanke oder Mitteilung. Wir sind nicht nur ausgeliefert! Ja, vieles geht nicht, aber es ist auch nicht so, dass gar nichts geht!
Das bedeutet in der Praxis, alle in die Suche nach machbaren Lösungen einbeziehen. Und wenn alle bei der Suche mitmachen, kommen oft erstaunliche Ideen zustande.
Jeder kann etwas beitragen können, die Situation erträglicher zu machen oder sogar auf andere Weise positiv zu gestalten. Jeder ist mit seinen Bedürfnissen und Ideen wichtig und gehört dazu! So wird aus den Gefühlen der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins wieder die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Wir gemeinsam, als Familie, haben eine Herausforderung. Wie können wir sie bestehen, das Beste daraus machen? Wer kann wen, wann und wie unterstützen? Das stärkt das Wir-Gefühl und den Zusammenhalt, eine wichtige Ressource!

  1. Es ist ganz natürlich, wenn unser Organismus und unsere Psyche auf unbekannte Herausforderungen und Ausnahmesituationen mit Anspannung und Stress reagiert!
    Wir schalten automatisch in den Alarmmodus mit dem typischen Kampf, Flucht oder Erstarrungsreaktionen.

Wenn Eltern und Kinder sich also vermehrt angespannt und gestresst fühlen, zeigt dies: „Eltern sind auch nur Menschen.“ Es ist nicht ihre Schuld, nicht ihr Fehler, wenn sie Unsicherheiten, Ängste, Zweifel und Aggressivität erleben. Auch Zweifel und Gefühle von Unfähigkeit gehören ganz natürlich dazu. Millionen andere Eltern und Kinder erleben zurzeit das Gleiche. Wir sind nicht im normalen Leben, sondern eher in einem jeweils individuell ausgeprägten Krisenmodus. Wir sind aber nicht allein betroffen. Und wir können nichts dafür.

Wir haben aber (immerhin) die Wahl, wie wir mit dem umgehen, was uns bedrängt und fordert. Achtsamkeit und Selbstfürsorge können dabei wichtige Unterstützer sein.

Es ist natürlich, sich Sorgen um die Zukunft zu machen. Das liegt in der Natur unseres Verstandes. Dafür können wir nichts. Von Mark Twain ist der Satz überliefert: „Mein Leben bestand aus einer einzigen Aufeinanderfolge von Katastrophen, von denen allerdings die meisten niemals eingetroffen sind. Leben, handeln und entscheiden können wir nur in der Gegenwart. Aus einer Problemtrance oder endlosen Grübelschleifen entsteht nichts Gutes und Hilfreiches.

Die gute Nachricht: Wir haben die Fähigkeit unsere Aufmerksamkeit zu lenken. Wir können sie ausrichten auf den gegenwärtigen Augenblick, auf das was vor Augen ist, was hier und jetzt da ist. Da ist nicht alles schlecht, und da gibt es Wahlmöglichkeiten.

  • Achtsamkeit bedeutet, unsere Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was hier und jetzt tatsächlich da ist, was wir beeinflussen können.
  • Dieses Lenken der Aufmerksamkeit auf das Gegenwärtige wird Achtsamkeit genannt.
  • Achtsamkeit kann uns helfen, anders auf Stress zu reagieren. Wir können frühzeitig bemerken, wenn sich Anspannung ansammelt.

Dann können wir einmal innehalten: ein kurzen, tiefen Atemzug nehmen oder uns einen Atemraum gönnen, den wir auch als „Check-In“ bezeichnen können.
Ich halte inne und frage mich selbst, was ist gerade los? Was spüre ich in meinem Körper? Welche Gefühle sind gerade da? Welche Gedanken treiben mich um? Wonach ist mir zumute?

Diese kurze Bestandsaufnahme bringt uns wieder in eine Position, in der wir eine Wahl haben, wie wir auf den Stress antworten. Ohne dieses bewusste Innehalten übernimmt der Autopilot das Kommando, der eine automatische Stressantwort in Gang gesetzt, oft blitzartig. Die Brüllfalle schnappt zu. Bevor wir also den Brüllaffen rauslassen: „Stopp! Innehalten und Atmen!“

 

Ein Impuls von Manfred Schmitz

Manfred Schmitz ist Psychologe und Achtsamkeitslehrer. Als langjähriger Mitarbeiter in einer Katholischen Erziehungsberatungsstelle sind ihm die Themen und Sorgen von Eltern vertraut. Er gibt Kurse im Mindful Parenting, Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern.

 


„Künstler unterwegs“

 

1. „Fingerabdruck“

Sie brauchen:    

  • Papier
  • Wasserfarbe

oder

  • Acrylfarbe + Bunt- oder Filzstifte

Mit Wasserfarbe oder auch Acrylfarbe einen Fingerabdruck auf ein Blatt Papier oder Pappe abdrücken. Farbe trocknen lassen. Den Fingerabdruck nun mit Hilfe der Bunt- oder Filzstifte gestalten. z.B. ein Tier malen, Menschen oder auch eine Blume / Baum.

 

2. „Menschen malen“

Dazu brauchen Sie:

  • alte Tapetenrolle
  • Stifte (Buntstifte, Filzstifte, oder Wachsmalstifte)

Ca. 2 Meter der Tapetenrolle abrollen und die Rückseite zeigt nach oben. Nun kann sich das Kind darauf legen. Die Mutter oder der Vater zeichnen die Umrisse des Kindes nach. Danach können alle das aufgemalte „Kind“ ausmalen. Gesicht, Hände mit Fingernägeln, Kleidung etc. So lernen auch schon die Kleinsten die Körperteile.  Dies kann nun mit jedem Familienmitglied wiederholt werden. Ältere Kinder können auch so Ihren Popstar oder Fußballstar „ankleiden“.

 

3. „Zuckerkreide“

Material:            

  • Straßenmalkreide
  • Wasser
  • Zucker
  • Tonpapier (nach Möglichkeit dunkle Farbtöne)

Straßenmalkreide ca. 20. Minuten in Zuckerwasser einlegen (lauwarmes Wasser mit Zucker verrühren, soviel Zucker, bis das Wasser diesen nicht mehr löst).

Am besten wird dunkles Tonpapier zum Malen verwendet, da die Farben dann am besten hervorkommen.

 

Viel Spaß!

Und anschließend können die Kunstwerke fotografiert und z.B. an die Großeltern, Paten oder Freunde geschickt werden.

ein Vorschlag von Carmen Schurz

 


Ein Ticket Ruhe

 

In unserem kleinen Doppel-HomeOffice-mit-2-Kita-Kindern-Haushalt gibt es täglich 30 Minuten kindgerechtes Tablet-Spiel*.

Und einmal in der Woche gibt es ein Sonderticket, das können sie sich verdienen. „Das sieht mit Abstand am Schönsten aus“, sagt sie (bald 5), „mit einer Schleife und rosa Herzen“.

Und so geht’s: Ich lege als Erstes alle erwachsenen Erwartungen von „Putzen“ und „Sauberkeit“ ab, halte es ganz nach dem Prinzip „Humor kann alles“ und überlege dann, wo sie mir besonders hilfreich wären, mein Zweijähriger mit eigenem Handfeger und die Große mit ihrem eigenen Kopf.

Es gibt vier Aufgaben zur Auswahl, davon bitte zwei anzukreuzen.

A) Küche aufräumen, wo sich gegen 15 Uhr noch die letzten beiden Mahlzeiten stapeln, die Spülmaschine wie immer noch von der Nacht sauber und voll ist - und die Mülleimer auch.

B) Garderobe aufräumen, Winterjacken und zu klein gewordene Schuhe aussortieren, die emsig gesammelten Steine und den täglich reingetragenen Sandkasten freilassen.

C) Das Osterfenster abdekorieren. Obwohl es erst am Osterdienstag überhaupt gemacht wurde (abends im Dunkeln, beim Podcast hören, nur für mich und mein Herz), sehe ich ein, dessen Zeit ist wohl abgelaufen.

D) Wohnzimmer aufräumen: zwei Kissen- und Deckenbuden auf dem Sofa mit unterschiedlicher Ausstattung zurückbauen, lebendig gewordene Tiere und Fahrzeuge einfangen, wegen dem Sonnenwetter spontan abgeworfene Pullover, Socken und Gartenhandtücher in die Wäsche und -Überraschung- staubsaugen.

Die Wahl fällt auf B und D.

Sie findet in der Garderobe noch Flummis von Karneval und ist schnell verschwunden, er kehrt fein säuberlich an der Schaufel vorbei.

Im Wohnzimmer kommen wir ganz gut voran, bis wir endlich zum Saugen kommen. Beim letzten Mal haben sie sich ein Spiel ausgedacht. Beide sitzen auf dem Sauger und drücken den An/Aus-Knopf. Eine halbe Stunde lang, immer wieder, lachen sich dabei schlapp, während ich dabei den Sauger angucke und mich laut und gespielt verzweifelt frage, ob der „Stauper“ denn kaputt wäre? Ob er denn jetzt bitte diesen dicken Klumpen wegsaugen würde? Ob er einen Wackelkontakt hätte? Die Kinder brechen lachend zusammen und wickeln sich im Schlauch ein. Eine halbe Stunde lang. Am Ende ist er kurz sauer, weil sie das Kabel eingezogen hat und sie ist kurz sauer, weil er anscheinend viel zu oft den Knopf drücken durfte. Aber beide Aufgaben sind nach knapp einer Stunde fertig und meistens hatten wir alle Spaß daran. Sie kriegen ihr Ticket und verziehen sich mit dem Tablet aufs Sofa.

Da mache ich mir tatsächlich nochmal den stehen gebliebenen Kaffee in der Mikro warm. Und sitze einfach 5 Minuten da. Bevor ich dann die Küche aufräume.

Das Bad, in dem sie sich und die Armaturen heute morgen selbständig mit Karnevalsschminke angemalt haben, die Wäsche und der Staub unter dem Waschtisch gesammelt werden und die geliebten Badewannen-Anmal-Stifte ausgiebig jede Kachel in ein anderes Tier verwandelt haben, eine Woche lang; wo nach dem Zähneputzen am Liebsten der Spiegel angespuckt wird und im Waschbecken zuletzt eine Szene von „Löwenzahn und Seidenpfote“ nachgespielt wurde, das mache ich dann morgen. Alleine.

*Das läuft bei uns: jeweils viele verschiedene Spiele, Aktivitäten, Filmchen,…

  • Elefanten-App, empfohlen vom WDR, etwa ab vier Jahren
  • Pippis Villa Kunterbunt, empfohlen von der Eltern-family-Zeitschrift, etwa ab vier Jahren
  • Thinkrolls Space, Logikrätsel, etwa ab vier Jahren

Von Ulrike Hermwille - pädagogische Mitarbeiterin in der Katholischen Familienbildungsstätte Bonn

hier: Mutter von zwei Kindern (2 und 4 Jahre alt)

 


Fingerspiele

 

Fingerspiele sind insbesondere für kleine Kinder, die ihren Körper entdecken, sehr gut geeignet.

Und sie sind jederzeit ohne Material an jedem Ort möglich …

Mit dem Text werden die einzelnen Finger angesprochen:

 

1.

Daumen zeigen und sprechen    

Das ist der Daumen,

Zeigefinger

der schüttelt die Pflaumen,

Mittelfinger

der hebt sie auf,

Ringfinger

der bringt sie nach Haus

Kleiner Finger

und der Kleine isst sie alle auf!

 

2.

Mit den Fingern den Bauch hochlaufen

Läuft die Maus die Treppe rauf,

leicht an die Stirn klopfen

klopft an,

leiht am Ohr ziehen

klingelt dann,

leicht an die Nase fassen

guten Tag Herr Nasenmann!

 

3.

Hand nach oben halten und leicht drehen

Wie das Fähnchen auf dem Turme,

weitermachen

sich kann drehn bei Wind und Sturme,

weitermachen

so soll sich unser Händchen drehen,

weitermachen

das ist lustig, das ist schön.

 

Ein Vorschlag von Sabine Bendicks

 

 


Glücksschweine

 

(eine Idee von Nicole Fischer)
 

Beim Essen der Schweinchen kann man gemeinsam mit den Kindern überlegen, was denn aktuell Glück bedeutet (z.B. wir sind alle gesund, das konstant gute Wetter, viel Zeit zum Spielen mit der Familie, alte Spiele neu entdecken, Face-Time mit Omas und Opas, etc.).

Aber erst einmal müssen die Glücksschweinchen gebacken werden:

Das Rezept ist aus irgendeiner alten Zeitschrift, eignet sich gut zum Backen mit Kindern und ist zudem auch noch zuckerfrei:

Teig:

-  225 Gramm Mehl
-  ½ Päckchen Backpulver
-  125 Gramm Quark
-  45 ml Öl
-  45 ml Milch
-  1 Ei

 „Glasur“:
-  1 Eigelb
-  3 EL Sahne

Obige Zutaten für den Teig mit den Knethaken verrühren, danach noch mit den Händen nachkneten (das machen Kinder ja gerne).

Wenn der Teig noch zu klebrig ist, etwas Mehl hinzufügen.

Teig auf einer gemehlten Fläche ca. 1 cm dickausrollen und Kreise in drei folgenden Größen ausstechen (dazu eignen sich kleine Apéritif-Gläser, Deckel von Wasserflaschen und ein Fingerhut):

-  ca. 5-6 cm Durchmesser = Kopf

-  ca. 3 cm Durchmesser = Nase

-  ca. 2,5 cm = Ohren

Große Kreise auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Die aus Eigelb und Sahne erstellte Mischung mit einem Pinsel auf die Kreise aufstreichen.
Nun die mittelgroßen Kreise als Nase etwas unterhalb der Mitte auf die großen Kreise legen.
Die kleinen Kreise halbieren. Die so entstandenen Halbkreise an den Ecken zusammendrücken und als Ohren jeweils oben seitlich oberhalb der großen Kreise andrücken.
Als Augen kann man Salz- oder Pfefferkörner nehmen.
Die Nasenlöcher können mit einem Spieß eingestochen werden.

Die fertigen Köpfe nun noch mal mit der Eigelb-Sahne-Mischung einstreichen.

Abschließend bei 175 Grad Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen 16 – 18 Minuten backen.

Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!

Und beim Genießen überlegen: Was bedeutet Glück für mich/uns?

 

 


Mit Kindern einen Schmetterlingsgarten anlegen

 

Die kleine Raupe Nimmersatt frisst sich bekanntlich durch viele bunte Leckereien. Besonders wohl fühlt sie sich, nachdem sie ein grünes Blatt verputzt hat. Welche Blätter fressen Raupen eigentlich am liebsten? Welchen Nektar mögen Schmetterlinge gerne? Und wie können wir unsere kleinen Freunde unterstützen? Eine schöne Möglichkeit ist das Gestalten eines Schmetterlingsgarten.

Was spricht für das Anlegen eines Schmetterlingsgartens?

Heute gilt es nicht mehr als Selbstverständlichkeit, dass Kinder den Wachstumsprozess von Pflanzen selbst erleben. Dabei kann es sehr interessant sein, mit allen Sinnen in der Natur tätig zu sein. So dient beispielsweise der Dill Schwalbenschwanzraupen als Nahrungsquelle (NABU Nordrhein-Westfalen) und kann auch von den Kindern probiert oder sogar beim gemeinsamen Kochen weiterverarbeitet werden. Außerdem kann es eine wichtige Erfahrung sein, mit viel Geduld abzuwarten. Dann können nach einiger Zeit endlich voll Freude die ersten zarten, grünen Pflänzchen betrachtet werden. Nun müssen sie regelmäßig gegossen und gepflegt werden. Und so nebenbei geht es dann auch um den Umweltschutz: Vielen einheimischen Schmetterlingsarten fehlt es an Nektarquellen. Jetzt können die Kinder ganz praktisch etwas für die bunten Falter tun und erfahren gleichzeitig wie wichtig der Artenschutz ist. Beim gemeinsamen Beobachten der Schmetterlinge gehen sie spannenden Fragen auf den Grund und entwickeln sicher viele weitere Ideen, sich für die Natur zu engagieren.

So wird es gemacht:

Für das Anlegen eines Schmetterlingsgartens werden folgende Materialien benötigt:

-  Blumentöpfe oder andere Behälter
-  Blumenerde
-  Blumensamen
-  Gießkanne

Für einen Schmetterlingsgarten kann entweder ein großer Blumentopf oder ein anderer Behälter mit Erde gefüllt und mit unterschiedlichen Blumensamen besät werden. Besonders beliebt bei Schmetterlingsraupen und Schmetterlingen sind zum Beispiel der Hornklee und das Wiesen-Schaumkraut. Aber auch die Wiesen-Flockenblume und der Wiesen-Salbei sind sehr begehrt bei vielen Schmetterlingsarten (NABU Nordrhein-Westfalen). Wichtig ist bei der Wahl der Blumensamen, dass die daraus entstehenden Pflanzen nicht giftig sind. Zum Gießen der Pflanzen wird eine Gießkanne benötigt, wobei eine kleine Gießkanne von Vorteil wäre, weil sie für Kinder handlicher ist.

Blumenbomben – selbst gemacht

Eine alternative Variante zu dem Bepflanzen von Blumentöpfen ist das Selbermachen von Blumenbomben. Dafür brauchen Sie:

-  4-5 Esslöffel Blumenerde
-  1 Teelöffel Blumensamen
-  4-5 Esslöffel Katzenstreu
-  Wasser
-  Topf
-  Esslöffel
-  Nudelholz
-  Gefrierbeutel

Zuerst wird das Katzenstreu in einen Gefrierbeutel gegeben und mit einem harten Gegenstand, wie zum Beispiel einem Nudelholz, zerkleinert. Nun werden Blumenerde- und samen vermischt und zum Katzenstreu gegeben. Mit etwas Wasser entsteht eine formbare Masse. Daraus etwa Walnussgroße Kugeln formen und auf einem Stück Backpapier trocknen. Beim nächsten Spaziergang die fertigen Blumenbomben an traurigen Brachstellen ablegen oder verschenken. Beim nächsten Regen löst sich die Kugel auf und wunderschöne Blumen beginnen zu wachsen.

Von Kristina Bernhardt, Studentin „Pädagogik der Kindheit und Familienbildung“, zurzeit Praxisstudierende in der Familienbildungsstätte in Bergisch Gladbach

Weiterlesen:
NABU Nordrhein-Westfalen: Gewöhnlicher Hornklee. https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/zeit-der-schmetterlinge/wissen/schmetterlingspflanzen/22724.html.

 

 


Bauen Sie sich einen Barfußpfad

 

eine Idee von Carolin Yao

Material:
Für draußen: z.B. Erde, Sand, Gras, evtl. kleine Stöckchen, Steine …
Für drinnen: z.B. Schwämme, Handtücher, Einkaufstüten, Mülltüten …
Natürlich kann man die Materialien für draußen auch drinnen benutzen, aber das macht vielleicht Dreck. Auf jeden Fall große aufgeschnittene Mülltüten (blau) unter den Indoor-Pfad legen, wenn man Naturmaterialien in der Wohnung nutzen will.

Die gefundenen Materialien werden in einer Reihe auf den Boden gelegt.
Und dann barfuß drüber laufen …
Und aufmerksam wahrnehmen, wie sich die unterschiedlichen Materialien anfühlen.
Beschreiben Sie sich das gegenseitig möglichst genau …
Das ist … (z.B. warm, kalt, hart, feucht …)
Das fühlt sich an wie …
Dabei denke ich an …

Der Effekt ist noch größer, wenn man ganz langsam und mit verbundenen Augen über den Barfußpfad geführt wird.

Tipp dazu: Else Müller, Du spürst unter deinen Füßen das Gras. Autogenes Training in Phantasie- und Märchenreisen. (Gibt es als Buch und auch als Audio CD.)

 

 


Komm mit ins Land der Farben

 

ein Vorschlag von Carmen Schurz

 

Spielideen, um mit Kindern die Farben zu entdecken. Die Kinder lernen dadurch die Farben kennen, aber auch die Eltern gewinnen dadurch einen neuen Blick auf ein gewohntes Umfeld. Und Spaß haben beide dabei …

Variante 1:
Gehen Sie aufmerksam mit Ihrem Kind durchs Haus und suchen Sie nach „farbigen“ Gegenständen / Dingen / Nahrungsmitteln.
z. B. in der Küche:
•   Bananen – gelb
•   Äpfel – grün
Im Wohnzimmer:
•   Sofa – blau
•   Stehlampe – braun etc.
Und benennen Sie die Farben bewusst.

Variante 2:
Bestimmen Sie vier Farben – z.B.
•   Rot
•   Gelb
•   Grün
•   Blau
Jede Ecke von Wohnzimmer oder Küche oder Kinderzimmer bekommt eine Farbe zugeteilt – nun machen sich alle im Haus oder in der Wohnung auf den Weg und sammeln Gegenstände etc. und legen die Dinge in die entsprechende „Farbecke“: z.B. Banane in die gelbe Ecke, Blauklotz in die blaue Ecke etc.
So füllen sich die Ecken und danach wird alles begutachtet und später wieder gemeinsam aufgeräumt.

Variante 3:

Alle sitzen auf dem Boden. Es stehen leere Eierkartons (nur die untere Hälfte oder andere kleine Kartons / Schüsseln etc. auf dem Boden) nun liegen auf dem Boden verschiedene kleine BUNTE Gegenstände z. B. Bauklötze, Stifte, kleine bunte Bälle, keine Autos, Papierschnipsel etc. in verschiedenen Farben auf dem Boden.
Jetzt werden die Gegenstände etc. in die Kartons oder Schüsseln sortiert werden. Blaue Auto in die blaue Schüssel etc.

 


Ein Spaziergang durch die Natur, Kräuter sammeln und anschließend damit kochen 


ein Vorschlag von Annette Hartmann

 
Liebe Freunde der Familienbildungsstätte,

als Kochreferentin bin ich in der Einrichtung nun doch schon viele Jahre tätig. Ich wohne am Rande der Eifel und genieße zur Zeit besonders die aufblühende Natur. Alles sprießt aus dem Boden, jedes wilde Kraut ist einfach perfekt zum Verarbeiten in der Küche. Da wir in diesen schwierigen Zeiten alle gern mal zur Abwechslung draußen, schlage ich ein Rezept vor, dass sich aus Brennnesseln wunderbar einfach zubereiten lässt und herrlich schmeckt. 

Brennnesseln wachsen ja so ziemlich überall und sind einfach gesund. Sie haben viel Magnesium, Eisen, Kalium und vor allen Dingen Kieselsäure. Letztere ist gut für unsere Haare und Nägel. Weil sie so nährstoffreich sind, sind sie zudem blutreinigend und stärken uns. 

Mein Tipp beim Sammeln: Einmalhandschuhe tragen. Natürlich kann man anstelle von Brennnesseln auch Taubnesseln verwenden. Und hier nun mein Rezept, es ist supereinfach und super lecker:
 
Spinatklopse mit sauren Gurken und roter Beete

Für 4 Personen

500gr Spinat von der Brennnessel
4 Eiweiß
2 El Paniermehl
Salz 
Pfeffer
Koriander
Kardamom
Zimt

2 kleine rote Bete gekocht
150g griechischer Naturjogurt
1 Knoblauchzehe -  fein gehackt
Salz

Eingelegte Dillgurken 

Die Brennnesseln verlesen und die waschen. Wenn sie einmal gepflückt sind, picken sie auch nicht mehr. Spinat blanchieren und danach gut ausdrücken. Eiweiß sehr steif schlagen, den Spinat, die Gewürze und das Paniermehl unterheben. Klopse formen und sie auf ein mit Öl bepinseltes Backblech legen. Bei 190 Grad ca. 30 Minuten backen. 

In der Zwischenzeit die rote Bete auf einer Küchenreibe grob raspeln, mit dem Jogurt und den übrigen Zutaten vermischen. 

Die fertigen Klopse zusammen mit den Beilagen servieren.

 

Für Kinder ist es eine neue Entdeckung zu sehen, was man alles essen kann. Und gerade Brennnesseln kommen ja normalerweise nicht auf den Tisch

 

 


Edelsteinmomente für Kinder

 

Was ist für Kinder schön und wichtig? Womit kann man sie überraschen und beglücken? Was sind die Edelsteine für Kinder?

Besondere und wichtige Momente im Leben und Alltag eines Kindes sind die Zeiten, in denen es die ungeteilte Aufmerksamkeit und Zuwendung und Liebe seiner Eltern erfährt.

Das Kind erlebt: Ich bin wichtig, wertvoll und einmalig. Es sind nicht aufwendige und großartige Aktionen, die zählen, sondern es sind die kleinen, nicht erwarteten Augenblicke der Zuwendung im Alltag:

Ich setze mich am Abend zum Kind und spreche mit ihm, wie es heute so war.
Ich umarme es und nehme mir Zeit. 
Ich überrasche es mit einem Angebot, von dem ich weiß, dass dies für mein Kind etwas Schönes ist.

Diese besonderen Momente nennt man Edelsteinmomente. 

Gerade in der jetzigen Zeit sind wir im Alltag oft gefordert, zum Beispiel unsere Homeoffice-Arbeit mit den Bedürfnissen unserer Kinder zu vereinbaren. 

Jetzt ist es wichtig es ist, eine gute Balance zu finden zwischen Zeiten von Beschäftigungsangeboten, des freien Spiels und immer wieder kleinen Auszeiten, in wir unseren Kindern ungeteilte Aufmerksamkeit und Zuwendung geben. 

Diese Momente sind Geschenke für Kinder, aber auch für ihre Eltern. 

Und wenn die Kinder „satt“ an Nähe sind, beschäftigen sie sich gerne wieder alleine.
 

Von Meike Ditscheid

 


Ein Regenbogen aus Frühlingsblüten und andere Blütenbilder

 

Eine Anregung von Regina Bestle-Körfer

Als Zeichen, dass sie zu Hause bleiben, malen Kinder zurzeit einen Regenbogen, hängen ihn ins Fenster und zählen die gemalten Regenbögen im Fenster beim Spaziergang mit den Eltern. So sehen und erfahren Kinder, dass sie nicht alleine zuhause bleiben müssen und können die schwierige Zeit vielleicht besser bewältigen. Es sind die bunten Farben des Regenbogens, die Mut machen, vielleicht ein Lächeln ins Gesicht zaubern und Menschen symbolisch verbinden.

Der Regenbogen gilt, wie die Taube in der christlichen Tradition als Symbol des Friedens, der Verbundenheit und der Verbindung zwischen Himmel und Erde. Nach der Sintflut erschien am Himmel ein Regenbogen, als Zeichen des Friedensbundes Gottes mit den Menschen, das Hoffnung machte.

Wir können unseren Regenbogen nicht nur malen, sondern einen bunten Regenbogen aus gesammelten Blüten auf die Erde legen.

Bitte aus Naturschutzgründen darauf achten, dass nur Blüten verwendet werden, die in der Natur reichlich vorkommen: z.B. gelbe Blüten von Forsythiensträuchern, gelbe Löwenzahnköpfe, rote Blättchen vom Zierapfel, grüne Blättchen von Klee, Löwenzahn usw. Für die Farbe Blau haben wir nur wenige Frühlingsblüten  zur Auswahl. Da eignen sich ein paar Blüten der Traubenhyazinthe. Die im Foto verwendeten blauen Blüten des Immergrüns sollten Kinder nicht für ihre Blütenbilder verwenden, da sie leicht giftig sind.                   

Blüten sammeln und Blütenbilder auf die Erde legen hat und eine beruhigende Wirkung und macht Spaß. Es sollte nicht zu windig sein, sonst wirbeln die leichten Blütenblätter und –köpfe auseinander, bevor das Blütenbild fertig gelegt wurde. 

Auch Schmetterlinge und Sonnen können im Frühling aus Blütenköpfen auf die Erde gelegt werden und unsere Stimmung positiv beeinflussen. Ein Foto mit dem Handy und das Blütenbild kann an liebe Menschen als ausgedrucktes Foto auf einer Karte oder digital versendet werden.

Viel Spaß beim Blütensammeln, Blütenbilder legen und anderen eine Freude damit machen wünscht Ihnen und Ihren Kindern herzlich Regina Bestle-Körfer.

                            

Regina Bestle-Körfer ist Sozialpädagogin und Referentin in der Erwachsenenbildung. Sie hält u.a. Seminare zum Thema: Kinder lernen mit allen Sinnen; Entspannung und Konzentration. Im Juni erscheint ihr neues Buch zum Thema „Waldbaden mit Kindern“ beim Herder-Verlag.
 

 

Anregung der Redaktion:

Ein solcher Regenbogen oder ein Bild aus Blüten kann auch fotografiert und als Gruß an Freunde und Großeltern, die man momentan nicht besuchen kann geschickt werden.

 

 


Mäusefamilie – ein Fingerspiel für Kleinkinder selber machen

 

Sie benötigen einen Mäusehandschuh (s. Bild), den Sie in ca. 30 Minuten selber herstellen können.

Material für Mäusehandschuh:

  • grauer Stoffhandschuh,
  • Wolle,
  • Stoffreste,
  • Klebe- bzw. Bastel-Augen oder Ähnliches
  • kleine Puschel oder Ähnliches
  • Nähnadel + Garn

Spielidee:

Mäusehandschuh anziehen und los geht es mit dem Fingerspiel nach der Spielvorlage.

 

Spielvorlage – Mäusefamilie:

 

Das ist Papamaus, sieht wie alle Mäuse aus.

mit dem Daumen wackeln

Große Ohren

mit den Händen große Ohren in die Luft malen

Spitze Nase

eine lange Nase andeuten

Raues Fell

über den Handschuh streicheln

Und ein ganz langer Schwanz

den langen Schwanz zeigen

Das ist Mamamaus, sieht wie alle Mäuse aus: große Ohren …

mit dem Zeigefinger wackeln – gleicher Text wie beim Daumen …

Das ist Brudermaus, sieht wie alle Mäuse aus: große Ohren …

mit dem Mittelfinger wackeln – gleicher Text wie beim Daumen …

Das ist Schwestermaus, sieht wie alle Mäuse aus: große Ohren …

mit dem Ringfinger wackeln – gleicher Text wie beim Daumen …

Das ist Babymaus, sieht nicht wie alle Mäuse aus:

mit dem kleinen Finger wackeln

Kleine Ohren

mit den Händen kleine Ohren zeigen

Eine kleine Stupsnase,

auf die Nase stupsen

ein ganz weiches Fell

über den Handschuh streicheln

und einen Schwanz so kurz

kleinen Mäuseschwanz zeigen

 

(ein Vorschlag von Carmen Schurz)

 


Tischtennis auf engstem Raum

 

Sie benötigen:

  • Einen Tisch
  • Einen leichten Ball/Tischtennisball
  • Tischtennisschläger – ersatzweise auch Küchenbrettchen oder Hardcover-Bücher
  • Ein Netz – oder etwas Anderes, um den Tisch in 2 Spielfelder aufzuteilen
  • (Mindestens) einen Mitspieler/eine Mitspielerin

 

Fast jeder Tisch kann zur Tischtennisplatte umfunktioniert werden.

Als Netz können aufgestellte Bücher, eine Reihe von Plastikbechern oder aufgestellte Nudelkartons dienen.

Wer keine Tischtennisschläger hat, nimmt stattdessen ein Hardcover-Buch.

 

Und schon kann es losgehen.

Wer dabei nach Regeln spielen will, findet sie beim Deutschen Tischtennisbund https://www.tischtennis.de/mein-sport/spielen/wichtigste-spielregeln.html

 

Aber Spaß macht es auch ohne …

(eine Idee von Dr. Cornelia Möres)

 


Die Sandküche für Zuhause - ein vorbereiteter Platz
für das Sandspiel für Kinder von 1,5 bis 10 Jahren (oder auch älter!)

 

Nun sind auch die Spielplätze geschlossen und der Frühling klopft doch bereits leise an die Tür. Wie gerne würden die Kinder draußen herumrennen oder die Sandförmchen auspacken und im Sandkasten spielen! Die Bewegungsfreiheit ist etwas eingeschränkt, auf das Sandspiel müsst ihr jedoch nicht verzichten. Hier eine kleine Idee, wie Kinder konzentriert und ausdauernd zu Hause mit Sand spielen können.

Dafür benötigt ihr ein altes Backblech mit trockenem Sand. Der trockene Sand rieselt im Gegensatz zum nassen Sand und unterscheidet sich daher in seinen Eigenschaften von meist nassem Sandkastensand. Falls ihr keinen trockenen Sand zu Hause habt, nehmt einfach zwei händevoll Sand aus dem Sandkasten, trocknet ihn an der frischen Luft oder bei ca. 50 Grand im offenen Backofen. Ferner braucht ihr unterschiedliche Löffel und Gefäße aus Holz, Metall oder Alu, sowie Gegenstände aus der Natur wie Steine, Stöcke, Muscheln etc.

Die Kinder können mit dem Sand sowohl sitzend als auch einem niedrigen Tisch stehend spielen. Ein, an die Größe des Kindes angepasster Tisch sollte deswegen gewählt werden, damit der Nacken- und Schulterbereich der Kinder entspannt bleibt und sie das Spiel lange genießen können. Eine klare Begrenzung des Spielbereiches, z.B. durch einen Tisch dient dazu, dass der Sand nicht durch die gesamte Wohnung getragen wird. Erfahrungsgemäß verschütten die Kinder weniger Sand, wenn sie sitzend am Tisch spielen.

Und schon kann es losgehen! Eine besondere Anleitung brauchen die Kinder nicht, denn es steckt so viel Ideenreichtum und Entdeckungsfreude in ihnen. Es ist schön zu sehen, wie freies Spiel Lernen auf höchstem Niveau ermöglicht.

Die Idee der Sandküche geht auf die Berliner Bewegungspädagogin Ute Strub zurück, die in ihrem Strandgut – einem Spielraum für Alt und Jung, den Kindern und den Erwachsenen die Möglichkeit gibt, ihrem Spieltrieb nachzugehen oder ihn neu zu entdecken. Durch, das mit Bedacht ausgewählte Material „wie zu Omas Zeiten“ und deren ästhetische Anordnung werden die Kinder- aber auch die Erwachsenen Augen zum Leuchten gebracht. Probiert es selbst aus und/oder schaut zu wie viele Möglichkeiten der Sand bietet und welch konzentriertes Spiel es ermöglicht.

(von Renate Niemiec, Pikler Pädagogin i.A. und Kursleiterin „Das erste, zweite, dritte Lebensjahr“, Haus der Familie Euskirchen)

 


Modenschau

 

Sie brauchen:

  • Einen Koffer oder Korb
  • Kleidungsstücke – ggf. auch Kleidung von Großeltern oder Berufskleidung
  • Schuhe etc.
  • Weitere Accessoires wie Tücher, Hüte, Schals, Handschuhe, Handtaschen, Schirme, Modeschmuck …
  • Schminke
  • einen Spiegel

Für die Spielvariante:

  • Wäscheleine
  • Wäscheklammern

 

Und so geht es: Koffer, Wäschekorb oder eine Kiste/Truhe etc. mit Kleidungsstücke füllen sowie verschiedene Schuhe und Handtaschen, Tücher, Hütte, Spazierstock, Ketten, Armbänder etc.

Nun dürfen die Kinder nach Herzenslust die Kleidung anprobieren und sich im Spiegel anschauen. Größere Kinder können auf einem „Laufsteg“ Ihre „Mode“ vorführen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Spielvariante: Wäscheleine spannen (drinnen oder draußen) und nun mit Hilfe von Wäscheklammern die Kleidung aufhängen. Wichtig – Wäscheleine in Höhe der Kinder spannen.

 

Zusätzlicher Vorschlag von Dr. Monika Schmelzer:

Machen Sie daraus eine Theatervorführung.

Die Kinder sie können sich – angeregt durch die Verkleidungen - eine Theater-Geschichte ausdenken und aufführen.

 

Die Eltern können Fotos oder ein kleines Video machen und an die Großeltern schicken – dann haben die auch etwas davon.

(eine Idee von Carmen Schurz)

 

 


Buchempfehlung „Zippel-das wirklich wahre Schlossgespenst“
von Axel Rühle

 

Heute lese ich Euch vor!!!

Ihr könnt euch ganz entspannt aufs Sofa kuscheln und zuhören.

Die erste Woche im neuen Ausnahmezustand ist fast geschafft, die Wochenpläne der Schulen abgearbeitet, das Elektronik-Limit voll ausgeschöpft und jetzt stehen zwei Jungs vor dem Bücherregal zu Hause und haben die Qual der Wahl….

Nach einer längeren Diskussion einigen sich die  zwei 7- und 9-jährigen Jungs auf das Buch „Zippel- das wirklich wahre Schlossgespenst“ von Alex Rühle.

Was soll ich sagen, dieses Buch, was schon seit Weihnachten nicht beachtet im Bücherregal steht, erweist sich als wahrer Glücksgriff! Dieser Zippel bringt uns zum Lachen, zum Nachdenken und wir haben so viel Freude beim Lesen, dass wir uns fast zwingen müssen immer mal wieder eine Pause zu machen, damit wir das Buch noch ein bisschen länger genießen können, denn leider hat der Autor, Herr Rühle, bislang kein weiteres Buch veröffentlicht.

Worum es geht? Das kleine Schlossgespenst wohnt im  Türschloss von  Pauls Wohnung und dieser quirlige kleine Geist mischt Pauls Leben  gehörig auf. Paul, der Ärger in der Schule hat und dies zu Hause nicht erzählen möchte, seine  Eltern, die es selbst im Alltag auch nicht immer leicht haben und dazwischen dieser kleine Geist, der die Dinge aus seiner ganz eignen Perspektive sieht.

Wir können Euch dieses Buch von Herzen empfehlen. Es ist außerdem schön illustriert und die Schrift etwas größer, so dass es auch für jüngere Leseratten geeignet ist.

(Erzählt von Silke Hofer, vierfache Mutter und Mitarbeiterin in der FBS Bergisch Gladbach)

Das Buch ist erschienen bei: dtv junior

 

Bitte bearbeiten Sie den Text dieses Textbausteins.


Mandala


Mandalas faszinieren Kinder in unterschiedlichem Alter. Sie bieten nicht nur eine Möglichkeit zum Ausmalen und zum kreativen Umgang mit Farben. Sie fördern auch die Konzentration und lassen zur Ruhe kommen.

Vorlagen für Mandalas gibt es in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Größere Kinder entwickeln ihre eigenen Mandalas, wenn man ihnen ein quadratisches Papier als Malpapier anbietet.

Auch bei einer Malvorlage wird die Konzentration gefördert, wenn man das Papier auf ein quadratisches Format zuschneidet.

 

Im Internet finden sich zahlreiche Vorlagen. z.B. https://www.mandala-bilder.de/

 


Geschicklichkeitsspiel drinnen und draußen

 

Aus

  • einem Becher (Pappe oder Plastik),
  • einem Korken
  • einem Stück Kordel

lässt sich leicht ein Geschicklichkeitsspiel herstellen.

 

So geht es:

In den Becherboden in der Mitte ein Loch machen (bei Plastikbechern klappt das am besten mit einer Nähnadel, die über einer Kerze erhitzt wird), eine Kordel durchführen und am kurzen Ende innen einen dicken Knoten machen, außerdem von außen festknoten.

Am anderen Ende den Korken festbinden.

 

Spiel:

Den Korken mit dem Becher fangen. Es wird immer schwieriger, um so länger die Kordel ist.

Wer schafft es, 10x hintereinander den Korken zu fangen? Wie oft klappt es hintereinander?

 

Durch das geringe Gewicht des Korkens kann mit diesem Spiel auch gut in der Wohnung gespielt werden.

 


Freie Zeiten für Eltern und Kinder!

Einfach da sein, nichts planen, sich überraschen lassen … Zeitinseln im Tagesplan der Familie

Die Liste der Aufgaben und Aktivitäten ist lang, die Eltern und Kinder jeden Tag zu bewältigen haben. Alles ist gut geplant, verläuft nach Takt. Kinder müssen „folgen“, mit viel Disziplin. Daher sind Auszeiten, in denen nichts geplant wird, wunderbar.

Wie aber macht man nichts mit Kindern? Der Kinderpsychiater Stanley Greenspan fand heraus, wie wohltuend für Kinder, aber auch für Erwachsene etwas ganz Einfaches ist, das er „Bodenzeit“ nennt. Die Eltern verbringen mindestens eine halbe Stunde mit ihrem Kind, ihren Kindern, sitzen am Boden und tun nichts. Sie haben nichts vor, sie haben keine schöne Spielvorschlag im Kopf, haben keine „gute Idee“ für die gemeinsame Zeit. Sie sind nur da, sitzen entspannt und sind völlig offen für das, was kommt. Was machen die Kinder? Die Kleinkinder nutzen manchmal die Eltern als Klettermöglichkeit oder sie beziehen die Eltern in ihre Spiele ein oder sie spielen in Ruhe für sich weiter. Jetzt sind die Eltern „folgsam“. Viele Eltern kennen diese Art, einfach zu sitzen und zuzuschauen aus den Eltern-Kind-Kursen.

Was machen die größeren Kinder? Manchmal beginnen sie zu erzählen, manchmal nicht. Die Zeit mit Größeren muss nicht auf dem Boden stattfinden. Es gibt viele Möglichkeiten. Man kann gemeinsam eine Autofahrt machen oder nebeneinander sitzen und in die Wolken gucken. Wichtig ist, dass die Eltern keine Lektion für die Kinder haben, keine noch so kluge, aber „voll da“ sind.  

(von Astrid Gilles-Bacciu)

 


Matschküche


Egal ob im Garten, auf dem Balkon oder in der Küche – eine gute Matschküche ist schnell organisiert.

Benötigt werden: Etwas Sand, ein paar Töpfe, Buddelsachen und (für ganz mutige Eltern) ein wenig Wasser.

(ein Vorschlag von Maximilian Anton)

 


Malen und Fingerspiele für Kinder unter drei Jahren

 

Im Laufe des zweiten Lebensjahres interessieren sich Kinder immer mehr für Papier und Stifte,
beobachten Eltern und Geschwister beim Malen und Schreiben und möchten ebenfalls Spuren auf
dem Papier hinterlassen. Und so produzieren Kinder im zweiten Lebensjahr unzählige Kritzelbilder.

Dafür brauchen sie:

  • einen Kindertisch, der mit einem Wachstuch bespannt ist und an dem sie Stehen und jederzeit Malen können
  • oder eine Wandtafel bzw. ein großes Papier an eine Wand geklebt, an der sie im Stehen Malen dürfen
  • Papier in unterschiedliche Stärken, Oberflächen und Formaten
  • dicke Wachsmalstifte
  • dicke Buntstifte
  • Fingerfarbe

Gegen Ende des zweiten Lebensjahres beginnen Kinder unterschiedliche Alltagsmaterialien nach ihren
eigenen Ideen zu nutzen und zu gestalten. Sie reißen das Papier und kleben unterschiedliche Dinge
aufeinander und aneinander, um aus dem vorhandenen Material etwas Neues zu schaffen.

Dafür brauchen sie:

Besonders gerne kneten Kinder auch in diesem Alter. Sie zermatschen, kneten, rollen und klopfen
unermüdlich mit Knete und Naturmaterialien wie Stöckchen, Tannenzapfen, Muscheln aber auch kleinen
Gefäßen, Teigschabern, Teigrollen usw.

Sehr gut geeignet dafür ist Salz-Mehl-Teig. Das Rezept finden Sie hier:

https://www.smarticular.net/salzteig-herstellen-trocknen-backen-und-bemalen/

(Eine Anregung von Susanne Gieseke)


„Luftballons einmal anders“


„Luftmatratze – selbstgemacht“

Luftballons aufblasen – WICHTIG - nur „halb voll“.

Bettbezug nun mit den aufgeblasenen Luftballons füllen.

Nun hat man seine eigene Luftmatratze gebaut und kann sich entspannen.

Spielidee:

Luftmatratze kann ein Boot sein, mit dem die Familie oder das Kind unterwegs ist – Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Material: Luftballons ca. 30 Stück + Bettdeckenbezug

Zeit: 30 Minuten oder auch länger

 

„ Luftballon und Fliegenklatsche“

Luftballon aufpusten - versuchen mit Hilfe der Fliegenklatsche oder eines ähnlichen Gegenstandes den  Luftballon  möglichst lange  oben  zu halten. Es gibt viele Alternativen und auch hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Spielideen:

  1. Möglichkeit – In der Mitte des Raumes steht ein Eimer oder Wäschekorb (für die Kleineren eignet sich ein Wäschekorb) oder auch ein umgedrehter aufgespannter Regenschirm. Für die Älteren Kinder kann man aus einem Eimer den Boden ausschneiden und ihn als Basketballkorb benutzen und diesen etwas höher an eine Tür befestigen. Nun versuchen die Spieler mit Hilfe der Fliegenklatsche oder Ähnlichem den Luftballon in das Gefäß zu transportieren.
  2. Möglichkeit – Mehrere Personen stehen im Kreis (jeder hat eine Fliegenklatsche oder Ähnliches). Nun gibt jeder den Luftballon an den nächsten weiter. Der Luftballon darf nicht runterfallen bzw. den Boden berühren.
  3. Möglichkeit – Drinnen und eher für ältere Kinder. Das Zimmer mit Hilfe eines Klebebandes, welches auf den Fußboden geklebt wird, in zwei Hälften teilen – gleich viele Mitspieler auf die zwei Spielhälften aufteilen und nun startet das Spiel. Den Luftballon hin und her schlagen und ein Match bestreiten. Luftballon darf nicht auf den Boden berühren.

Material: Fliegenklatsche ( alternativ Kochlöffel oder Pfannenwender) und Luftballons 1 – 10 Stück

Zeit: 30 Minuten oder auch länger

 

Weitere Bewegungsideen gibt es z.B. hier: https://www.schulsport-nrw.de/fuer-schuelerinnen-und-schueler/sport-machen/fit-in-der-krise.html


(ein Vorschlag von Carmen Schurz)

 


Spielideen für Zwei- bis Dreijährige

 

Zwei- bis Dreijährige spielen gerne mit diesen Dingen:

  • Alltagsgegenstände in kindgemäßer Größe, die es ermöglichen den erlebten Alltag nachzuspielen:
    B. Kinderbügeleisen, kleinen Besen, Handfeger, kleine Handtücher und Waschlappen, Kleine Kinderschürze, kleine Bürsten, kleine (leere!) Shampooflasche…), altes Handy
  • Puppenteller und Tassen
  • kleine Autos, Tiere und Figuren (z.B. von Schleich, Ostheimer, Duplo o.ä.)
  • Verkleidungsutensilien:
    Mützen, Hüte, Schals, Tücher, Handtaschen, Schuhe
  • kleine Koffer, große Henkelkörbe
  • Puppenwagen
  • Holzeisenbahn mit Schienen zum Ineinanderstecken
  • Lastwagen zum Beladen
  • Große Pappkartons
  • naturfarbenen Bauklötze zum Bauen, möglichst gleich groß
  • Duplosteine zum Ineinanderstecken

Was ihr Kind für seine Bewegungsfreude zusätzlich braucht:

  • alles das, was sie zuvor schon ermöglicht haben
  • eine Höhle (legen sie z.B. eine Decke über einen kleinen oder größeren Tisch)
  • Möglichkeiten zum Klettern (legen sie z.B. ein festes Polster vor ihr Sofa, so dass ihr Kind über diese Stufen auf das Sofa hinauf und wieder hinunter klettern kann)

Küche und Badezimmer – für Kinder jetzt magische Orte

Meist sind Küche und Bad nun für die Kinder bevorzugte Aufenthaltsorte. Wenn die Einrichtung der Küche sich dazu eignet und keine aktive Gefahr, wie eine heiße Pfanne auf dem Herd o.ä. vorhanden ist, kann ihr Kind auch diesen Ort erkunden und entdecken, wenn sie es dabei im Auge behalten. Schieben Sie z.B. einen kleinen Hocker, auf den ihr Kind allein hinauf- und hinunterklettern kann, vor das Spülbecken. Sichern sie den Heißwasserhahn und geben sie ihrem Kind ein paar Plastikgefäße, es wird ausdauernd damit beschäftigt sein.  Die Freude, die ihr Kind beim Spielen mit Wasser im Spülbecken hat, ist es wert am Ende etwas Wasser aufzuwischen und ihrem Kind trockene Kleidung anzuziehen.

Auch das Bad will so erkundet werden. Stellen Sie alle Badreiniger sicher aus der Reichweite ihres Kindes. Stellen Sie auch hier einen Hocker vor das Waschbecken. Ihr Kind wird immer wieder den Wasserhahn auf und zudrehen und beobachten wie das Wasser abfließt.

(von Susanne Gieseke)

 


Spielideen für Ein- bis Zweijährige


Ein- bis Zweijährige spielen gerne mit diesen Dingen:

  • mit allem, mit dem sie bisher gerne gespielt haben
  • längliche, größere Gegenstände, wie z.B. Kegel, Plastikflaschen, die sie aufstellen können
  • 5 Liter Eimer (die Bügel entfernen!), mehrere gleiche Eimer (saubere Joghurteimer gehen auch!)
  • große Plastikschüsseln
  • würfelähnliche Gegenstände (s.o.)
  • Behälter unterschiedlicher Größe und Form. Schüsseln, Körbe, Eimer, Wannen, stapelbare Becher (z.B. Trinkbecher), Plastikflaschen mit und ohne Deckel, Pappröhren (z.B. leere Chipsrollen, festere Transport- Pappröhren, Siebe…
  • viele kleine Gegenstände, die in die Behälter gefüllt und umgefüllt werden können: Servietten- und Gardinenringe, Wäscheklammern (die Metallklammer entfernen!), kleine Metalldeckel (Schraubdeckel von Gläsern), Bauklötze, viele kleine Bälle (z.B. Sockenbälle https://www.smarticular.net/socken-upcycling-ball-trocknerbaelle-selber-machen/)
  • Taschen (z.B. kleine Apothekenbaumwolltaschen), festere Taschen
  • Körbe zum Tragen
  • schwerere Sandsäckchen oder Kirschkernsäckchen
  • Schneckenbänder mit ca. 20-30 cm Länge (https://www.handarbeitsshop.at/haekeln/schneckenbaender-haekeln-so-fertigt-man-die-bunten-spielbaender/)
  • große Holz- oder Plastikautos zum Schieben
  • erste Pappbilderbücher mit einfachen wiedererkennbaren Abbildungen aus dem Alltag
  • Puppe (weich) oder Teddy
  • Kissen und Tücher zum Zudecken der Puppe
  • Körbchen, in das die Puppe zum Schlafen gelegt werden kann
  • erste Steckpuzzel mit 3-4 Teilen

Was ihr Kind für seine Bewegungsfreude zusätzlich braucht:

  • Plätze, an denen es sich gefahrlos hochziehen kann, um dann eine ebene, leere Fläche vor sich zu finden: ein kleiner Tisch oder Hocker, oder ein kleines Regal, eine Kommode in seiner Höhe
  • ein niedriges Podest zum Klettern ca. 10 cm hoch, nicht höher als eine Treppenstufe: z.B. einen umgedrehte Papppallette, eine umgedrehte Schublade, die sie mit einem Tuch abdecken, das sie festspannen, ein festes Polster (z.B. vom Sofa), oder den Hocker Alseda (Ikea) ker

und nun auch noch

  • eine Kiste, in die es sich hineinsetzen kann (Wäschewanne, großer Bananenkarton…)
  • eine schräge Ebene (z.B. ein festes Polster, das sie auf einer Seite leicht erhöhen)
  • einen Tunnel, durch den es hindurchkriechen kann (stellen sie z.B. zwei Stühle nebeneinander in den Raum)
  • großer schwerer Gegenstand zum Schieben (z.B. eine umgedrehte Holzkiste oder ein umgedrehter Papierkorb)

(von Susanne Gieseke)

 


Dinos besuchen - vom Wohnzimmer aus


Wenn Sie schon nicht zu einem Besuch ins Museum gehen können:

Dann machen Sie doch einen virtuellen Rundgang durch das Museum für Naturkunde in Berlin: https://artsandculture.google.com/streetview/museum-f%C3%BCr-naturkunde-berlin-google-cultural-institute/tQHZAc-lZC8M3Q?hl=en&sv_lng=13.3794202772138&sv_lat=52.53020624455804&sv_h=0&sv_p=0&sv_pid=3kTLiRWwS1TUMIczPMAJbw&sv_z=0.9999999999999997


Oder wie wäre es mit einem Besuch auf der Saurierwelt-Website des Museums: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/museum/ausstellungen/saurierwelt ? Dort gibt es auch Filme und 3D-Videoinstallationen.

Größere Kinder können die Erklärungen selbst lesen, bei kleineren sind die Eltern gefordert.


Und natürlich gibt es solche Angebote auch bei Kunstmuseen oder solchen mit historischer Ausrichtung.

Zahlreiche Museen bieten einen online-Besuch an – vielleicht mal eine Möglichkeit in die Eremitage nach St. Petersburg zu kommen , z.B. über https://www.travelbook.de/attraktionen/museen/museen-virtuell-besuchen-corona

 


Ostern in der Familie einmal anders


In diesem Jahr ist alles anders – auch das Osterfest. Diesmal sind vielleicht die Großeltern nicht (persönlich) beim Osterfrühstück oder beim Ostereiersuchen dabei. Natürlich gibt es durch die modernen Medien die Gelegenheit, sie z.B. über Skype oder FaceTime teilhaben zu lassen. Aber es ist doch etwas anderes.

Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die Großeltern nicht nur im Bild in der Familie zu haben. Sie könnten sich z.B. an der Osterfeier in der Familie beteiligen, indem sie eine Geschichte zu Ostern oder das Osterevangelium vorlesen.

In vielen Familien gibt es Traditionsrezepte, die z.B. an Ostern zubereitet und gegessen werden. Das könnte man in diesem Jahr einmal bewusst absprechen. Und dann wissen: Die anderen essen zur selben Zeit wie wir dasselbe Gericht – so sind wir doch irgendwie verbunden, auch wenn wir an unterschiedlichen Orten sind.

Zahlreiche österliche Symbole sind Bestandteil der Gottesdienste am Osterfest. Und an denen können wir alle in diesem Jahr nur über den Fernseher teilnehmen.

Aber vielleicht ist jetzt die Zeit, sich einem der österlichen Symbole einmal neu und bewusst in der Familie zu nähern:

  • Feuer/Licht/Osterkerze

Wie wäre es z.B. ein eigenes Osterfeuer in einer feuerfesten Schale im Garten zu machen?

Oder sie machen ein Ritual aus dem Anzünden der Osterkerze auf dem Tisch: Nehmen einmal bewusst den Duft wahr, der von einer Wachskerze ausgeht.

Eine weitere Idee: Bringen Sie gemeinsam ein Licht zum Grab von verstorbenen Familienmitgliedern. Das lässt sich mit einem Osterspaziergang in der Familie verbinden.

  • Wasser

Zu Ostern wird das Wasser für die Taufe geweiht. Aber es gibt auch Traditionen, aus einer Quelle frisches Osterwasser zu schöpfen. Die meisten Menschen haben keinen eigenen Brunnen oder eine Quelle, einen Bach zur Verfügung. Aber vielleicht gibt es andere Möglichkeiten, heute „Wasser“ einmal bewusst zu erleben: Vielleicht die Hände zu einer Schale zusammenführen und mit den Händen Wasser schöpfen und es dann langsam durch die Finger laufen zu lassen. Oder einander das Wasser weiterreichen – das aber besser draußen…

  • Sonnenaufgang als Symbol der Auferstehung erleben

…einmal zusammen mit den Kindern das Aufsteigen der Sonne erleben. Schon früher haben Menschen dies als Zeichen neuen Lebens erfahren. Von daher ist es gut zu verstehen, dass auch die liturgische Feier von Ostern zeitlich für den frühen Morgen vorgesehen ist.

  • Osterspaziergang in der Familie

… und dabei das Wunder der Natur einmal ganz bewusst erleben. Vielleicht können die Kinder dabei auch diejenigen sein, die die Erwachsenen anleiten und zum Staunen bringen.

Wer mag, liest noch einmal den Osterspaziergang aus Goethes Faust: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche … (https://www.deutschelyrik.de/osterspaziergang-1666.html)

Und vielleicht haben einige Großeltern dieses Gedicht sogar in der Schule gelernt und kennen es noch auswendig.

  • Lamm

Das Osterlamm ist ein altes Symbol für Christus. Aber vielfach ist es nur noch in Form von Lammbraten oder einem gebackenen Osterlamm, das zu Ostern beim Frühstück oder beim Kaffeetrinken dann aufgeschnitten wird, in der Familie präsent. Vielleicht mögen Sie zusammen mit den Kindern sich eines der bekanntesten Bilder vom Lamm Gottes ansehen und die Kinder entdecken lassen, was es dort alles zu sehen gibt: das Altarbild des Genter Altares von Jan van Eyck (Bild und Erklärungen z.B. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Genter_Altar)

  • Hase

Wie kommt es, dass der Hase die Ostereier bringt? Dazu gibt es verschiedene Erklärungen, z.B. diese https://www.katholisch.de/artikel/491-von-hasen-und-eiern.

Unabhängig davon, was es mit dem Osterhasen auf sich hat:

Mit kleineren Kindern könnte man aus Astgabeln mit etwas Wolle Stockhasen basten (ein Vorschlag unsere Kursleiterin Frau Benkel aus Bergisch Gladbach).

Oder vielleicht mögen Sie sich auch zusammen das berühmte Bild des jungen Feldhasen von Albrecht Dürer ansehen – z.B. in einem Erklärfilm: https://www.youtube.com/watch?v=ADxuui6cZ6g

  • Eier

… sind wohl das bekannteste Ostersymbol. Und es gibt viele unterschiedliche Bräuche, die sich mit den Eiern verbinden.

Neben dem gegenseitigen Anschlagen von gefärbten Eiern und dem Verstecken und Suchen der Ostereier ist es vielfach auch üblich, Ostereier zu verschenken. Auch wenn es in diesem Jahr nicht möglich ist, die Eier direkt zu überreichen: Großeltern, Nachbarn, Freunde freuen sich sicherlich über ein kleines Nest mit Ostereiern und einem lieben Gruß zum Osterfest.

  • Labyrinth

Das Labyrinth ist ein für uns eher ungewohntes Oster-Symbol. Aber es gibt Berichte, dass früher der Bischof und die Geistlichen zu Ostern auf den Bodenmosaiken der Kathedralen ein rituelles Ballspiel ausgeführt haben. Ein Labyrinth lädt ein, mit dem Finger oder einem Stift, den Weg zur Mitte – und auch wieder zurück – zu folgen. Im Internet gibt es zahlreiche Vorlagen zu Labyrinthen und Irrgärten: z.B. https://www.malvorlagen-bilder.de/labyrinthbilder.html

Auch im Kölner Dom gibt es ein kleines Labyrinth – beim nächsten Besuch einfach mal suchen (die Kirchenschweizer helfen bestimmt …)!

Hintergrundwissen zum Symbol des Labyrinths gibt es z.B. hier: https://cms.vivat.de/themenwelten/glauben-im-alltag/symbole-devotionalien/labyrinth-symbol.html

  • Osterlachen

Es gibt eine Tradition, dass in der Predigt am Osterfest die Gemeinde zum Lachen gebracht werden sollte. Und vom Lach-Yoga her kennen wir den Effekt, den es auf unser Wohlbefinden hat, wenn wir lachen. Im Lach-Yoga fängt es durchaus mit dem körperlichen Lachen an, das dann auch die Haltung verändert (zum wissenschaftlichen Hintergrund des Lachens: https://www.youtube.com/watch?v=VHof8NmCr3Y). Und es gibt sogar Vorschläge für Lachyoga mit Kindern: https://www.pro-kita.com/padagogik/krippe-2/lachyoga/

Vielleicht heute mal ausprobieren …

 

Mehr zum Hintergrund von Ostern finden Sie hier (https://www.katholisch.de/aktuelles/dossiers/ostern-das-fest-der-auferstehung)

 

 


Hefe-Hasen zu Ostern


Selbstgemachte Osterhasen aus Hefeteig sind eine Bereicherung für den Frühstückstisch zu Ostern.

Und so geht es:

Sie brauchen:

  • Hefeteig
  • Rosinen
  • Mandeln
  • einen Backofen
  • ein Backblech
  • Backpapier

Wenn Sie kein eigenes Rezept für einen süßen Hefeteig haben, so finden Sie zahlreiche Rezepte im Internet z.B. unter https://www.chefkoch.de/rs/s0/hefeteig/Rezepte.html

Wichtig ist bei der Zubereitung und Verarbeitung von Hefeteig, dass die Zutaten lauwarm sind.

Außerdem braucht man etwas Geduld, damit der Teig aufgehen kann. Und Zugluft verträgt der Teig auch nicht.

Weitere Tipps: https://www.chefkoch.de/video/artikel/2819,0/Chefkoch/Hefeteig-So-gelingt-er-immer.html

Hefeteig vorbereiten und die Kinder Hasen oder andere Tiere auf dem Blech formen und verzieren lassen.

Fast zu schade zum Aufessen – trotzdem: Guten Appetit!

Und vielleicht schon heute planen: Am Ostermorgen einmal ganz früh aufstehen und gemeinsam das Aufgehen der Sonne erleben. Das haben die Menschen der unterschiedlichen Kulturen, Zeiten und Religionen als ein Zeichen neuen Lebens verstanden.

(eine Anregung von Dr. Monika Schmelzer)

 


Osterkerzen gestalten – für Eltern und Kinder


Gestalten Sie doch in diesem Jahr eine ganz besondere Osterkerze für den Familientisch!

Dazu brauchen Sie:

  • Dicke Kerzen,
  • bunte Wachsplatten zum Verzieren,
  • Messer,
  • Unterlage

Überlegen Sie gemeinsam und erzählen Sie sich gegenseitig:

Welche Symbole sind den verschiedenen Familienmitgliedern wichtig?

Vielleicht ist ja auch noch genug Wachs da, um eine zusätzliche Osterkerze für die Großeltern zu machen …

Mehr zur Bedeutung der Osterkerze: https://www.katholisch.de/artikel/12960-die-bedeutung-der-osterkerze

(ein Vorschlag von Dr. Monika Schmelzer)

 


Tonstudio zuhause


Auch in unseren Medienwerkstätten können derzeit leider keine Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen stattfinden. 

Trotzdem können Sie mit Ihren Kindern auch zu Hause selbständig Hörbares erleben und produzieren.

Hier also ein Tipp der Medienwerkstätten des Bildungswerks der Erzdiözese Köln e.V.: Mit https://www.audiyoukids.de/ und http://www.auditorix.de/kinder/ können Kinder medial aktiv werden und z.B. Geräusche raten und produzieren, Hörspaziergänge machen, Geschichten malen, schreiben und aufnehmen, Hörspiele produzieren und sich sogar selbst ein kleines Tonstudio einrichten.

Auditorix bietet tolle Einstiegsinfos zum „Hörspielemachen“ mit Kindern, ist sofort umsetzbar und beinhaltet viele Geräusche und Spiele zum Thema.

(ein Vorschlag von Tanja Steinfort-Lecke)

 


Jetzt schon mal an Ostern denken:
Schneller Zwiebelkuchen und Eier färben


Die Sendung mit der Maus ist schon vorbei, dann weiten Sie das gemütliche Frühstück doch zu einem farbenfrohen Brunch aus. Bei dieser Gelegenheit fallen dann auch gleichzeitig die Zutaten für natürliche Eierfarben an.

Wie wäre es mit einem schnellen Zwiebelkuchen? Hierfür müssen Sie 500 g Zwiebelwürfel (schön sind auch rote Zwiebel) mit ca. 200 g Schinken- oder Speckwürfel, 10 Minuten in einem Esslöffel Öl dünsten. In dieser Zeit 4 Eier vorsichtig ausblasen und mit 200 ml Milch verquirlen. 

200 g geriebenen Emmentaler, 150 g Mehl, Kümmel (evtl. gemahlen), Salz und Pfeffer unterrühren. Alles unter die erkaltete Zwiebelmasse rühren. Eine Springform einfetten und die Zwiebelkuchenmasse bei 200°C ca. 35 Minuten backen. Zusammen mit einigen knackigen Salatblättern, Rote Betescheiben und Schnittlauchröllchen mit Vollkornbrot genießen. Guten Appetit!

Wo sind denn hier die Zutaten für die Eierfarbe? Ganz einfach, die Zwiebelschalen werfen wir natürlich nicht weg. Den Saft aus dem Rote- Bete- Glas heben wir auch auf.

Hier einige Möglichkeiten, die Färbeaktion in die Speiseplanung und bei einem Spaziergang einzuplanen:

 

Grüne Farbe:

 

Brennnesselblätter

 

Ca. 100 g Blätter in einem Liter Wasser, ½ Stunde köcheln lassen.

 

Spinat

 

Ca. 300 g frische Spinatblätter etwa ½ Stunde in einem Liter Wasser köcheln lassen.

 

Petersilie

 

1 Bund glatte oder krause Petersilie in einem Liter Wasser ½ Stunde köcheln lassen.

 

heißer Matetee kalter Matetee

gelbgrün lindgrün

 

 

 

Blaue Farbe:

 

 

Rotkohl

 

 

1/2 Rotkohlkopf klein schneiden, mit einem Liter Wasser und 1 Teelöffel Natron ca. ½ Stunde köcheln lassen.

 

Holunderbeersaft

 

 

Heidelbeersaft

 

 

 

 

Rote Farbe:

Traubensaft

 

 

Rote- Bete-Saft

 

 

Malven- Tee

 

 

schw. Johannisbeersaft

 

 

Preiselbeersaft

 

 

 

 

Gelbe Farbe:

 

Kurkuma

 

40 g Kurkuma gemahlen mit einem Liter

Wasseraufgießen, ½ Stunde ziehen lassen.

 

Kamillenblüten

 

3-4 Teelöffel in einem Liter Wasser 20-30 Minuten köcheln lassen.

 

Kümmelsamen

 

3-4 Teelöffel in einem Liter Wasser 20-30 Minuten köcheln lassen.

 

 

 

Orange Farbe:

Rooibos- Tee

 

 

Möhren

 

250 g geriebene Möhren in einem Liter

Wasser 30-40 Minuten köcheln lassen.

 

 

 

Braune Farbe:

 

Kaffee

 

30-50 g Kaffeesatz in 2 Liter Wasser 20-30 Minuten köcheln lassen.

 

Schwarzer Tee

 

30-50 g Teesatz in 2 Liter Wasser 20-30 Minuten köcheln lassen.

 

Zwiebelschalen

 

 

Auf 1 Liter Wasser min. 2 Handvoll

Zwiebelschalen, weiß oder rot, 20 Minuten köcheln lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor es mit dem Färben losgehen kann, sollten die Eier mit Essigwasser gereinigt werden. So hält die Farbe besser auf der Schale. Anschließend mit klarem Wasser abspülen. Das beste Farbergebnis erzielt man mit weißen Eiern. Die Eier können entweder in dem durchgesiebten Farbsud gekocht, oder gekocht und noch heiß in dem kalten Farbsud gefärbt werden. Leere Konservendosen eignen sich gut als „Badewanne“ für die Ostereier.

Die Eier vor dem Kochen nicht anpieksen, so gelangt kein Farbstoff ins Innere. Eine Messerspitze Pottasche oder ein Esslöffel Essig kann helfen, die Farbe zu intensivieren. Die kleinen und großen Osterhasen können aus ihren Ostereiern kleine Kunstwerke machen. Einfach vor dem Färben mit einem Wattestäbchen und Zitronensaft, Punkte, Streifen oder Buchstaben auf das Ei malen. An diesen Stellen haftet die Farbe nicht.

Für zarte Farbtöne reicht ein kurzes Farbbad, kräftige Töne erfordern etwas Geduld. Die fertigen Eier auf Küchenpapier trocknen lassen und dann mit ein paar Tropfen Öl abreiben, das bringt die Farbe zum Leuchten und die Eier bekommen einen schönen Glanz.


Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben sofort zu starten, dann sollten Sie aber daran denken, dass die Pflanzenfarben nicht nur auf der Eierschale ihre Spuren hinterlassen, sonder auch gerne als Andenken auf Kunststoff, Holz und Kleidung zurückbleibt.


Eine Kleine Quizfrage für die kleinen Osterhasen: Wie kann ich feststellen, ob ich ein frisches, oder ein altes Ei aus dem Kühlschrank geholt habe? (Der Blick auf den Stempel gilt nicht!)
 

Nach dem Eierfärben kann man aus den Farbsudresten noch schöne Malkreide machen.

Zuerst bereiten Sie die Gießformen vor. Die sollten ja jetzt in jedem Haushalt vorrätig sein; Toilettenpapierrollen. Eine Öffnung mit Paketklebeband gut zukleben und mit der Öffnung nach oben in einen Becher stellen. Pro Farbe 4 Esslöffel Modellbaugips, oder normalen Gips in ein altes, trockenes Rührgefäß geben und unter ständigem Rühren den Farbsud untermischen, bis die Mischung wie ein „Babybrei“ wirkt. Die Masse in die Papprollen gießen und an einem warmen Ort, zwei Tage trocknen lassen


Wenn es dann aber regnet und der Malwettbewerb noch warten muss, gibt es ja auch die Möglichkeit gemeinsam zu lesen. Die Stiftung Lesen stellt jeden Freitag neue Geschichten auf die folgenden Seiten:

https://www.einfachvorlesen.de/

Hier gibt es Geschichten für 3,5 und 7-jährige. Auch die Geschichten der letzten 3 Wochen sind verfügbar. 

https://www.einfachvorlesen.de/lesestart

Hier gibt es Geschichten für Kinder ab einem Jahr. Auch die Geschichten der letzten 4 Wochen sind verfügbar.

 

(Zusammengestellt von Doris Höller)

 


Ideen für Kinder, die kriechen, krabbeln und laufen


Kinder im Alter von 9-12 Monaten spielen gerne mit den folgenden Dingen:

  • Mit allem, mit dem sie bisher gerne gespielt haben
  • Körbe, Schüsseln, Becher unterschiedlicher Größe
  • hohle Gegenstände
  • Holzscheiben, wenige Bauklötze
  • mehrere ähnliche oder gleiche Gegenstände z.B. 2-3 gleiche Eierbecher, 2-3 gleiche Garnspulen…
  • Alltagsgegenstände: große Holzlöffel, Töpfe, saubere Plastikflaschen
  • stapelbare, runde oder eckige Bechersets
  • durchsichtige Plastikflaschen, die z.B. mit Reis, Nudeln, größeren Perlen oder Knöpfen befüllt sind. (Achtung! Der Verschluss muss sorgfältig verklebt werden, damit die Flaschen nicht aufgehen)
  • würfelähnliche Gegenstände (Achtung! keine kleinen Würfel aus Gesellschaftsspielen, da diese zu klein sind und verschluckt werden können!)
  • Schubkästchen (z.B. von Ikea), erst dann, wenn ihr Kind sicher allein Sitzen und Krabbeln kann

Ihr Kind braucht jetzt eine größere, aber dennoch begrenzte Spielecke. Denn es probiert jetzt seine eigenen Bewegungsmöglichkeiten eifrig aus. Es wird anfangen zu krabbeln und sich an Möbeln hochzuziehen und aufzurichten. Es wird auch die ganze Wohnung auf allen Vieren erkunden, was bedeutet, dass die ganze Wohnung nun kindersicher gemacht werden muss. Besonders Regale, an denen sich die Kinder gerne aufrichten, sollten auf ihren sicheren Stand hin überprüft werden. Stehlampen mit Stromkabeln sollten ebenso gesichert werden. Und denken Sie daran, jetzt kann ihr Kind auf den Tisch oder die Kommode greifen und Dinge herabziehen! Räumen sie diese Sachen weg, denn für ihr Kind ist es ein Erfolgserlebnis sich aufzurichten und nach oben greifen zu können. Verbieten Sie ihm dies nicht. Gehen Sie einmal durch die ganze Wohnung auf der Suche nach gefährlichen und zerbrechlichen Dingen und räumen sie diese für eine Weile weg.  Ihr Kind wird nun unermüdlich alles anfassen, betrachten, fallen lassen und auch daran lutschen. Sein Forschergeist und seine Neugierde treiben es dabei an. An Verbote kann das Kind sich deshalb jetzt noch nicht gut halten.

Was ihr Kind für seine Bewegungsfreude zusätzlich braucht:

  • Plätze, an denen es sich gefahrlos hochziehen kann, um dann eine ebene, leere Fläche vor sich zu finden: ein kleiner Tisch oder Hocker, oder ein kleines Regal, eine Kommode in seiner Höhe
  • ein niedriges Podest zum Klettern ca. 10 cm hoch, nicht höher als eine Treppenstufe: z.B. eine umgedrehte Papppallette, eine umgedrehte Schublade, die sie mit einem Tuch abdecken, das sie festspannen, ein festes Polster (z.B. vom Sofa), oder den Hocker Alseda (Ikea) ker
  • eine Kiste, in die es sich hineinsetzen kann (Wäschewanne, großer Bananenkarton…)
  • eine schräge Ebene (z.B. ein festes Polster, das sie auf einer Seite erhöhen
  • einen Tunnel, durch den es hindurchkriechen kann (stellen sie z.B. zwei Stühle nebeneinander in den Raum)

Nun wird ihr Kind in drei unterschiedlichen Bereichen unterwegs sein:

  • in seiner Spielecke,
  • im Haus / der Wohnung,
  • im Freien

Geben Sie Ihrem Kind diesen „Spielraum“ und freuen Sie sich am Endeckerdrang Ihres Kindes.


(von Susanne Gieseke)

 


Frühlings- Osterfensterbild


Sie brauchen:

Bunte Pappe, Schere, Tesafilm

Dann schneiden Sie Motive, die thematisch passen, z.B. Hasen, Eier, Blumen, Gras, Körbchen etc. aus und kleben alles in das Küchen- oder ein anderes Fenster.

Das "Projekt" kann täglich erweitert werden.

Bis am Ende ein buntes schönes Fensterbild entstanden ist.

Wir machen das fast jedes Jahr. 

Eine zusätzliche Anregung hat Sabrina Rommerskirchen im Internet gefunden:

Malen Sie Regenbogenbilder (es gibt dazu auch Ausmalbilder). Darauf steht „Alles wird gut!“ und „Wir bleiben zu Hause“. Diese sollen ins Fenster gehangen werden. Auf diese Weise können Kinder, die mit ihren Eltern spazieren gehen, sehen, dass auch dort ein Kind wohnt, dass gerade nicht mit anderen spielen kann. Zugleich vermittelt es Zuversicht und Optimismus.

(eine Idee von Tanja Wiese)

 


Osterzweig zum Aufhängen

 

Suchen Sie draußen einen Ast/Zweig, am besten bei einem Spaziergang mit der ganzen Familie. 

Außerdem benötigen Sie allen möglichen „Bastelkram“ (Faden, Wollreste, Farbe, Washitape, Karton, Papier…) und zwei festere Fäden zum Aufhängen.

 

Und so geht es:

An zwei Enden einen Faden befestigen, an denen er nachher aufgehängt werden kann. Dann kann der Ast verziert werden: mit Wollresten eng umwickelt, umstrickt, bemalt, kleine Basteleien können an Fäden geknüpft und diese an den Ast gehangen werden.

 

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, um einen schönen Osterzweig zu gestalten.

Und dann in der Wohnung oder am Fenster aufhängen.

 

Viel Spaß!

(ein Vorschlag von C. Yao)

 


Im Haushalt mitmachen

 

Ab ungefähr eineinhalb Jahren nimmt der Nachahmungsdrang der Kinder deutlich zu. Nun wollen sie all das tun, was sie zuhause und außerhalb an Tätigkeiten beobachten.

Kinder in diesem Alter lieben es, Ihnen überall hin zu folgen und vieles mit Ihnen zusammen zu tun. Manchmal ist das anstrengend, man kann ihnen diese begeisterten Versuche natürlich auch nicht jederzeit ermöglichen. Lassen Sie ihr Kind aber an Tagen, an denen sie genug Zeit haben, mithelfen. Wenn Sie sehen, wie konzentriert es diese kleinen helfenden Aufgaben bewältigt wird es nicht schlimm sein, wenn sie insgesamt länger brauchen. Den Wunsch ihres Kindes Ihnen zu helfen und mitzumachen, sollten Sie so oft es geht ermöglichen und unterstützen. Sagen Sie zu oft Nein, wird Ihr Kind diesen Wunsch mit der Zeit nämlich verlieren.

Kleine Kinder können schon

  • beim Tischdecken, -abdecken und -abwischen helfen
  • beim Ausräumen des Geschirrspülers helfen
  • beim Abwaschen von Plastikbehältern und Löffeln helfen
  • beim Wäscheaufhängen (kleine Teile wie Socken, Lappen usw.) helfen
  • beim Wäschefalten helfen
  • beim Herbeitragen von Dingen helfen
  • beim Staubwischen und Fegen (mit Handfeger) helfen
  • beim Kochen helfen: stellen sie einen Hocker vor eine Anrichte, geben sie ihrem Kind einen eigenen Topf, mit etwas Wasser und ein paar Gemüseresten

Nehmen Sie sich heute einmal die Zeit  dazu!

(von Susanne Gieseke)

 


Mundbehelfsmasken nähen – für sich und für andere

 

Aus einfachem Baumwollstoff, einem Draht (z.B. Pfeifenputzern) kann man sich eine einfache Mundbehelfsmaske selbst nähen.

Wer eine Nähmaschine hat, kann ihn damit nähen, aber notfalls kann man auch mit der Hand nähen.

Und so eine Mundbehelfsmaske kann sogar gewaschen und dann wiederverwendet werden!

 

Aber nicht nur für die eigene Familie ist das ein Schutz:

Viele Altenheime und andere Stellen, die Menschen in der Coronakrise versorgen, benötigen so einen Schutz.

Wie wäre es, für Mitarbeiter/innen im Altenheim oder Mitarbeiter bei der Tafel, im Supermarkt … einen solche Mundbehelfsmaske zu nähen und ihn zur verschenken?

Als Zeichen, dass Sie sie sehen und wertschätzen, dass diese Menschen dazu beitragen, dass das Leben weiter funktioniert.

 

Einnfache Näh-Anleitungen gibt es inzwischen an vielen Stellen, z.B. auf der Internetseite des Kölner Stadt-Anzeigers.

 

(eine Anregung von Tanja Wiese)

 


Spielanregungen aus der Pikler Pädagogik für zu Hause


Auch wenn es hilfreich erscheint, dass die Sendung mit der Maus jetzt jeden Tag im Fernsehen läuft, denken Sie daran, dass sehr kleine Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren kein Fernsehen gucken sollten. Bildschirmspielzeuge, Computer und Smartphone sind ebenfalls keine geeigneten Spielzeuge. Die unverständlichen, schnellen, lauten und grellen Inhalte überfordern die Sinne der kleinen Kinder und führen zu Überreizung. Empfehlenswerte Medien für dieses frühe Kindesalter sind: Die menschliche Sprache, die direkt an das Kind gerichtet ist, Bücher, aus denen man vorliest oder die man gemeinsam anschaut, und Musik, die man selbst macht oder der man gemeinsam zuhört. Nehmen sie sich lieber bewusste Momente mit ihrem Kind für diese Aktivitäten. Anschließend wird ihr Kind dann sicher wieder eine Weile mit Freude selbständig ohne sie spielen.

Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder diesem Alters eine Umgebung, die vielfältig anregt. Sie soll zur Bewegung ermuntern und die Geschicklichkeit herausfordern. Ein Kind braucht Erfahrungen, die es selbst aktiv mit seinem eigenen Körper macht, um seine Sinne und seine Neugierde gesund ausbilden und befriedigen zu können. Echtes statt virtuelles Spielen fördert die Kreativität und die gesunde Sinnesentwicklung und macht Kinder zufrieden und ausgeglichen. 

Für Säuglinge und Babys

  • Ein sicherer Platz

Bereiten Sie einen Platz auf dem Boden vor, an dem ihr Kind selbständig, gefahrlos und ohne ihre Hilfe spielen und sich frei bewegen kann. Auch wenn die Umsetzung nicht immer leicht ist, ist es doch notwendig ihrem kleinen Kind den größten Teil des Tages eine eigene Ecke in ihrer Nähe – Sicht- und Rufweite - zur Verfügung zu stellen und sie entsprechend vorzubereiten. Räumen sie aus diesem Bereich alles das weg, was gefährlich für ihr Kind sein kann. Und auch die Dinge, mit denen ihr Kind nicht spielen soll, oder die es einfach nur nicht berühren soll, nehmen Sie aus der Reichweite. Je weniger Sie aufpassen und verbieten müssen, desto fröhlicher und aktiver wird ihr Kind spielen und desto entspannter wird die Zeit für Sie sein.

  • Eine feste Unterlage und ein aufgerolltes Handtuch/Decke

Ihr Kind sollte auf einer festen, sauberen Unterlage liegen. Wenn sie eine Matte nehmen, darf diese nicht zu weich sein, da das Kind sich dann nicht gut bewegen kann. Schon kleine Säuglinge versuchen sich nämlich von der Unterlage mit ihren Füßen abzustemmen. Wenn Sie eine Decke wählen, sorgen Sie dafür, dass diese nicht verrutscht und ihr Kind bei seinen Bewegungsversuchen hindert. Legen Sie eine zusammengerollte Wolldecke oder ein Stillkissen um ihr Kind und begrenzen Sie so seinen Bereich. Ihr Kind fühlt sich dann nicht verloren und die Spielgegenstände rutschen nicht zu weit weg.


Kinder im Alter von 3-6 Monaten spielen z.B. gerne mit den folgenden Dingen:

  • kleine farbige Tücher
  • leise Spielsachen
  • weiche, kleine Stofftiere oder -püppchen
  • O-Ball
  • leichte Körbchen aus Plastik oder Brotkörbchen
  • kleine Holzringe z.B. Gardinenringe oder Armreifen (ohne Anhänger!)
  • auf ein Band aufgereihte Holzringe
  • Holz- oder Plastikketten
  • Federbälle, deren Plastikkopf entfernt ist

Legen Sie ihrem Kind einige Gegenstände – 6-8 Stück- in Reichweite an seinen Platz.


Kinder im Alter von 6-9 Monaten spielen gerne mit den folgenden Dingen:

  • Mit allem, mit dem sie bisher gerne gespielt haben
  • Körbe und Schüssel aller Art, z.B. Brotkörbe, Spülschüsseln
  • Schälchen aus Plastik und Metall, z.B Dessertschalen
  • kleine Eimer, Becher, Sandförmchen,
  • gesäuberte (Plastik / Metall-) Cremedosen ohne Deckel
  • Küchensiebe, Schneebesen, Kochlöffel, kleine Sandschippen
  • unterschiedliche Bälle, weiche, festere, kleinere und größere
  • Serviettenringe

Nun benötigt Ihr Kind etwas mehr als 6-8 Gegenstände.

Beginnt ihr Kind sich zu wälzen, zu rollen oder zu kriechen, braucht es auch mehr Platz, erweitern Sie jetzt also seine Spielecke.  Wenn es kriecht, können Sie ihm zusätzlich ein festes (Boden-)Kissen an seinen Platz legen, über das es hinüberkriechen kann. Dies sollte ungefähr 5 cm hoch sein. Eine kleine Kiste in dieser Höhe können sie ebenfalls umgedreht mit in den Spielbereich stellen, so kann ihr Kind dort Dinge „drauflegen“. Achten Sie gut darauf, dass ihr Kind sich an den Ecken nicht verletzen kann!

(von Susanne Gieseke)

 


Ein Tagesrhythmus hilft Ihrem Kind,
für sich selbst sein zu können


Versuchen Sie einen täglich gleichbleibenden Tagesrhythmus zu finden. Zeiten, in denen Sie sich ganz ihrem Kind widmen und Zeiten, in denen Sie Ihren eigenen Tätigkeiten nachgehen. Versuchen Sie auch die Momente, in denen Sie ihr Kind versorgen zu kleine Abfolgen von wiederkehrenden und so zu wiedererkennbaren Ereignissen zu machen. Dies hilft Kindern sich zu orientieren und darauf einzustellen. Und so wird der Tag für Kinder vorhersehbar und gibt ihnen die Sicherheit, die sie brauchen, um allein spielen zu können. Denn wenn sie erfahren, dass sie zu bestimmten immer wiederkehrenden Zeiten ihre ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen, können auch schon sehr kleine Kinder „Warten“ lernen bis sie „dran“ sind. Sie sind dann sicher, dass sie ihre Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen werden und müssen nicht durch Weinen und Jammern danach rufen. Je jünger ein Kind ist, desto kürzer sind natürlich die Zeiten, die es sich mit sich selbst beschäftigen, sich selbst beruhigen und warten kann. Ihrem Kind hilft es sehr, wenn Sie ihm immer sagen, was Sie gerade tun und was als nächstes passieren wird z.B.: „Jetzt sitze ich hier und lese etwas für meine Arbeit und du spielst dort ein Weilchen. Danach gehen wir zusammen Draußen spazieren.“

Versuchen Sie möglichst immer eine gleichbleibende Reihenfolge der Ereignisse im Tageslauf einzuhalten. Führen Sie ein Morgenritual ein, bei dem Sie mit ihrem Kind erst einmal ausgiebig kuscheln und den Tag langsam beginnen, wickeln oder kleiden sie es in Ruhe und immer auf die gleiche Weise an, gehen Sie täglich zur selben Zeit spazieren, legen Sie es zum Mittagschlaf im Kinderwagen auf die Terrasse oder auf den Balkon, wenn das möglich ist. Füttern Sie es, oder essen Sie mit ihm am selben Ort und ungefähr zur gleichen Zeit, baden Sie es abends immer zur selben Uhrzeit und nehmen sie sich Zeit für ein Einschlafritual. Sie können z.B. ein Buch ansehen, Vorlesen, Singen und Beten.

Vertraute Rituale tun Kindern gut, denn Sie geben Sicherheit dadurch, dass der Tagesablauf strukturiert und vorhersehbar wird. Je sicherer Kinder sich fühlen, desto ausgeglichener werden sie sein und desto freudiger und ausdauernder spielen sie selbständig.

Ideen für Fingerspiele und Lieder finden Sie hier:

https://www.kleinkind-online.de/fingerspiele.html

https://www.familie.de/kleinkind/die-schoensten-kinderlieder/

(von Susanne Gieseke)

 


Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen:
Drei Ideen, mit Sorge und Angst in der Familie mit Kindern umzugehen


Eine Situation, wie wir sie gerade erleben, war so zu unseren Lebzeiten noch nie da. Etwas, was mit bloßem Auge nicht sichtbar ist, hält die ganze Welt in Atem. Das kann Angst machen - bei sich, beim Partner, bei den Kindern, den Freunden, Kollegen... und jeder macht sich seine ganz eigenen Sorgen.

Neben der Sorge um die Gesundheit seiner Lieben, steht die Angst um den Job bzw. die berufliche Existenz in vielen Familien im Fokus. Wie lange wird der Zustand anhalten? Wie kann es gut weitergehen?

Was da im Moment passiert, ist für uns schwer zu verstehen – wie muss es erst für die Kinder sein? Auch sie spüren, dass eine ganz besondere Atmosphäre herrscht. Auch ihnen kann es Angst machen, ihre Eltern, die ihnen sichere, standhafte Säulen sind, nun anders zu erleben.

Deshalb:

Balance finden zwischen Wahrheit und Überforderung  - Sprechen Sie mit ihren Kindern!

Fragen Sie, wie sie sich fühlen, wovor sie Angst haben, welche Sorgen sie sich machen. Nehmen Sie die Sorgen ernst. Es gilt eine Balance zu finden zwischen Wahrheit und Überforderung. Sie dürfen zugeben, dass auch Sie sich Sorgen machen (denn das spüren die Kinder sowieso), aber versuchen Sie auch, gleichzeitig Zuversicht auszustrahlen, denn immerhin sind Sie (hoffentlich) gesund. Und viele Maßnahmen wurden getroffen, um die Verbreitung aufzuhalten, also präventiv. Die finanziellen Sorgen hingegen sollten vor allem bei kleinen Kindern weniger Erwähnung finden. Das Thema gehört auf  die Erwachsenenebene.

“Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Sprechen Sie selbst über Ihre Sorgen

mit Ihrem Partner oder Freunden. Gerade in Beziehungen ist es sehr wichtig, auch bei Schwierigkeiten zu kommunizieren und sich auszutauschen nach dem Motto :“Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Es gibt keinen Grund, die Last allein zu tragen.

Bleiben Sie zuversichtlich!

Sie sind halbwegs gesund? Sehr gut! Sie haben genug zu Essen? Super! Sie können einen Verdauungsvorgang sauber abschließen? Herzlichen Glückwunsch!-;) Ich bin mir sicher, dass Sie noch viel mehr Dinge bei sich finden, die gute Seiten haben. Suchen Sie danach! Machen Sie das Beste aus der Situation und genießen Sie es, zu entschleunigen. Angst ist kein guter Berater. Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen – das sollten Ihre Berater sein.

(Von Gerit Schrader, Kinder- Jugend- und Familienberaterin und Referentin im Kurs „Starke Eltern, starke Kinder“, Odenthal)

 

Und hier noch ein Tipp aus unserem Redaktionsteam:

Erstellen Sie ein Positiv-Tagebuch!

Wählen Sie zusammen mit Ihrem Kind/ Kindern/ Partner ein kleines Schreibheft oder ein Notizbuch aus. Wenn Sie mögen, gestalten sie zusammen das Deckblatt, z.B. mit Fotos, Glitzerpapier, Blumen etc., so wie es Allen gefällt.

Dann schreiben Sie jeden Tag gemeinsam oder jeder für sich, was an diesem Tag gut war oder wofür Sie dankbar sind. Das können ganz kleine Dinge sein.

z.B. dass es bis mittags keinen Streit gab oder dass die Sonne geschienen hat oder dass Alle es geschafft haben, pünktlich mit geputzeten Zähnen und angezogen am Schreibtisch bei den Hausaufgaben oder im Home Office angekommen zu sein. Kleine Kinder können statt eines Textes auch ein kleines Symbol oder Bild malen.

Sie werden merken, dass dieses tägliche positive Abendritual auf Dauer ein gutes Gefühl bringt.

 

 


Entspannt im Homeoffice


Der Ansatz nach Emmi Pikler kann hier helfen

Kinder von 0-3 Jahren

Alle Eltern stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Krippen, Tagespflegestellen, Kindergärten und Schulen sind geschlossen und sie selbst arbeiten jetzt oft im Homeoffice, während sie ihre Kinder den ganzen Tag selbst betreuen. Zudem sollen jetzt Kontakte mit anderen Menschen gemieden werden. Vielleicht sind sie nun mit einem Baby zu Hause, vielleicht haben sie aber auch mehrere Kinder in unterschiedlichem Alter. Den Kindergarten- und Schulkindern fehlen jetzt die liebgewonnenen Freunde zum gemeinsamen Spiel, ihr gewohnter Tagesablauf in Krippe, Kita oder Schule und ihr gewohnter Aktionsradius ist ausgesetzt.

Was können Eltern nun tun, um unter diesen herausfordernden Umständen weiterhin für die kindlichen Bedürfnisse angemessen Sorge zu tragen und dabei gleichzeitigt selbst den eigenen Aufgaben zu Hause nachkommen zu können? Wie können alle in einer möglichst friedlichen und harmonischen Atmosphäre zu Hause zusammen sein?

Pikler bietet „praktische“ Hilfen

Die Empfehlungen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler (1902-1984) können dabei hilfreich sein, dass Eltern und Kinder entspannt, in friedlicher Atmosphäre zu Hause zusammen sein können. Die Grundbedürfnisse der Kinder, zum Beispiel nach Spiel und Bewegung, können zu Hause im Kinderzimmer, Wohnzimmer und bei trockenem Wetter im Garten und auf dem Balkon befriedigt werden. Voraussetzung für ein freudiges selbständiges Spiel ist, dass die Kinder immer wiederkehrende Zeiten mit ungeteilter Aufmerksamkeit seitens der Eltern erleben. Diese führen zu einem Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit, die Grundlage für ein freies und selbstständiges Spiel der Kinder.  So wird es möglich, dass jedes Familienmitglied immer wieder für eine Weile seinen eigenen Beschäftigungen nachgehen kann.

Zeiten der ruhigen Fürsorge als Voraussetzungen für selbständiges Spiel

Seien Sie grundsätzlich immer mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit und Ruhe bei ihrem Kind, wenn sie es z.B. Wickeln, Füttern, zusammen Essen oder es anderweitig Versorgen, auch, wenn Sie vielleicht das Gefühl haben alles gleichzeitig tun zu müssen. Widmen sie sich ihrem Kind nicht nebenbei während sie zum Beispiel Telefonieren, Lesen oder am Computer arbeiten. Auch, wenn Sie derzeit zu Hause arbeiten und sich gleichzeitig um ihr Kind kümmern, sind diese Momente ihrer ungeteilten Aufmerksamkeit wichtig für ihr Kind und auch für Sie selbst. Denn, wenn Sie in diesen Momenten der Fürsorge ganz für ihr Kind da sind, indem sie es liebevoll anschauen, sich Zeit nehmen und interessiert mit ihm sprechen, während Sie es körperlich versorgen wird es emotional satt an Nähe und Geborgenheit. Anschließend wird es sich wieder für eine Weile mit sich selbst beschäftigen können. Dann können auch sie wieder ihrer Arbeit nachgehen und sie werden sich weniger erschöpft fühlen.

Manchmal jammern oder weinen Kinder während ihres Spiels, auch dann brauchen sie oft nur für einen Moment ihre Nähe und Aufmerksamkeit. Denn auch, wenn Sie in der Nähe sitzen, aber hinter einem Buch oder einem Computer verschwunden sind, sind sie zwar körperlich anwesend, mit ihrer Aufmerksamkeit jedoch ganz woanders. Für ihr Kind sind sie dann „nicht da“. Vielleicht ist ihr Kind aber auch ein wenig erschöpft vom konzentrierten Spiel und möchte in ihrer Nähe ein bisschen ausruhen. Unterbrechen Sie dann ihre Tätigkeit und setzen Sie sich zu ihm, seien sie ganz aufmerksam und interessiert an dem, was es macht und reden sie mit ihm. Ihr größeres Kind will vielleicht nur zeigen, was es gebaut oder gemalt hat. Nehmen sie es in den Arm, sprechen sie mit ihm über sein Bauwerk oder sein Bild, schauen sie einen Moment zu wie es weiterbaut oder malt – es braucht nicht unbedingt eine neue Spielanregung, sondern manchmal einfach nur einen Moment ihre Nähe und Aufmerksamkeit, um nach einiger Zeit dann wieder mit Freude allein weiter spielen zu können.

Zum Weiterlesen:

http://pikler-hengstenberg.at/pikler-aus-und-weiterbildung/pikler-kleinkindpaedagogik

(von Susanne Gieseke)

 


Nutzen wir die Zeit
doch einmal für ein ausgiebiges Familienfrühstück


Beginnen wir den Tag nicht mit dem Frühstücksfernsehen, sondern mit einem gemeinsamen Frühstück. Bei den Vorbereitungen kann jeder mithelfen.
 

Ein Brot muss nicht langweilig sein. Mit den richtigen Zutaten lässt sich daraus schnell ein Gesicht, ein Monster, oder eine Blume zaubern. Dafür benötigen wir Vollkornbrot, Kräuterfrischkäse, Gemüsescheiben und Gemüsestücke. Mit einem Bügelsparschäler können auch die Kleinen eine Möhre schälen. Paprikastreifen und Gurkenscheiben, aber auch Kohlrabistücke, Radieschen und Cherrytomaten eigenen sich gut für die kleinen Kunstwerke. Mit der Haushaltsschere können auch Kinder schnell Schnittlauchröllchen schneiden. Hiermit lassen sich Haare oder ein Bart gestalten.

Schneiden Sie von den Wurzelgemüse (Radieschen, Möhren, Kohlrabi) den Blattansatz großzügig ab. Diese Stücke setzen Sie auf einen Teller und gießen etwas Wasser dazu. Schon nach wenigen Tagen auf der Fensterbank, kann man beobachten, wie sich neue kleine Blättchen bilden. Die Stücke müssen aber feucht gehalten werden.

Die Gemüsestücke schmecken auch gut mit Kräuterquark. Der lässt sich schnell aus Magerquark, etwas Milch, Salz, Pfeffer und Schnittlauch anrühren.

Orangensaft mal frisch gepresst, das ist was für die kleinen Küchenhelfer. Eine pürierte Banane macht aus Milch einen leckeren Shake. Damit die Bananenmilch nicht braun wird, gibt man etwas Zitronensaft dazu.

Warum nicht auch einmal eine kleine Müsli-Bar? Dafür eignen sich Haferflocken, aber auch Dinkelflocken und Cornflakes ohne Zuckerzusatz. Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse und Mandeln, Chia- Samen, Rosinen, getrocknete Bananen, Kokosflocken, von der Weihnachtsbäckerei sind sicher noch verschiedene Zutaten übrig. Mit frischen Früchten, Milch oder Joghurt kann jeder sein Lieblingsmüsli kreieren.

Für die Osterdekoration kann man nie genug ausgeblasene Eier zur Hand haben. Mit einem leckeren Rührei sorgen Sie gleich für eine weitere Aktivität. Aber auch die Schale des ausgelöffelten Frühstückseies, kann noch eine neue Verwendung finden. Spülen Sie die Eierschale heiß aus, geben etwas Watte hinein und befeuchten das ganze gut. Streuen Sie Kressesamen auf die Watte und stellen die Eierschale im Eierbecher auf die Fensterbank. Schon nach wenigen Tagen können Sie das Frühstück mit frischer Kresse bereichern.

Lassen Sie die Kinder möglichst viele Handgriffe selber machen. Richtig angeleitet, können sie auch gut mit einem Küchenmesser umgehen. Übrigens, Kinder können auch helfen, den Tisch zu decken, zu dekorieren und abzuspülen.

Wenn Sie die Zeit bis zum Eier bemalen noch überbrücken möchten, dann schneiden Sie doch mit den Kindern aus Zeitschriften und Werbeprospekten Lebensmittelbilder aus. Daraus lässt sich ein kreatives Bild gestalten, z.B. „Mein Lieblingsfrühstück“.

Sicher finden Sie noch viele andere Frühstückideen. Viel Spaß und guten Appetit beim gemeinsamen Frühstück, wünscht Ihnen Doris Höller - Erzieherin, Hauswirtschaftsmeisterin und Autorin für verschiedene Schulbuchverlage und Ernährungsinstitute in Bergisch Gladbach.
 


Earth hour


Auch wenn wir im Moment alle mit Corona und unserer Gesundheit beschäftigt sind:

Es gibt Anliegen, die trotzdem weiter von Bedeutung sind – z.B. die Erhaltung unserer Erde und unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Daher die Einladung an alle Familien:
Beteiligt Euch heute an der Earth hour und schaltet mal bewusst die Lichter aus.

>Link zu weiteren Informationen des WWF

(eine Anregung von Martina Deutsch)
 


Ein Brief an die Großeltern

 

Gerade jetzt, wo der Kontakt eingeschränkt ist, freuen sich die Großeltern oder andere Menschen, die nicht besucht werden können, besonders über ein Zeichen der Verbundenheit.

Und ein persönlicher Brief ist etwas ganz Besonderes.
Kleine Kinder malen ein Bild, größere schreiben und malen einen Brief.
Alles, was Sie dazu brauchen:

  • Papier, Farben, Umschlag, Briefmarke

Und dann: Ab in den Briefkasten!

 

(ein Vorschlag von Dr. Monika Schmelzer)
 


Spielideen für die ganz Kleinen


Am wichtigsten:  jeden Tag nur 1 Highlight, nicht am Anfang alles bringen, weil man die Zeit rumkriegen muss; aus einem Apfel, der gegessen wird, eine Feier machen, auch für sich selber.

Lieder singen, dabei schaukeln, wiegen, rumtanzen, hüpfen, rennen, gerne auch nach Musik von der CD. Ruhig zuhören und dabei nichts tun gemeinsam mit dem Kind; in die Hände klatschen, auf den Boden trommeln, auf Töpfe schlagen, mit selbstgebauten Rasseln aus Joghurtbechern, Brausetablettenbehältern im Takt der Musik diese begleiten, aber bitte immer nur eine Sache tun, nicht alle Instrumente an einem Tag…

0 – 1 Jahre

  • Flaschen mit rasselnden Dingen (Reis, Nudeln) füllen
  • Gefrierbeutel mit Wasser und etwas Zuckerfarbe füllen, verschließen
  • Joghurtbecher oder Babynahrungsdosen füllen und zukleben mit Folie oder einem passenden Deckel
  • Klorollen oder leere Papierrollen mit unterschiedlichen Materialien füllen; Töpfe, Löffel, Siebe sind wunderbare Materialien zum Musikmachen
  • aus einem Waschlappen eine Fingerpuppe machen, Gesicht draufmalen
  • in Kartons Löcher schneiden, in die man Nudeln, Deckelchen, etc. hineinwerfen und wieder rausholen kann
  • mit dem Baby im Raum herumkrabbeln und Fangenspielen, das macht sicher müde!
  • Baby in großem Tuch schaukeln

1 – 3 Jahre

  • eine Kletterstrasse im eigenen Wohnzimmer bauen aus Kissen, dem Sofa, Haushaltsleitern
  • runterhüpfen von Kissenberg
  • Kissenschlacht
  • Kissenstrecke auslegen
  • Kind sitzt auf Decke, über den Boden ziehen
  • Bauen mit sauberem Müll wie z.B. leere Schuhkartons, Joghurtbecher, bekleben und ineinanderbauen
  • das Bügelbrett wird zur Rutsche für den Ball oder das Kind
  • über einen kleinen Tisch Tücher legen und darunter eine gemütliche Ecke einrichten
  • Wollfäden schneiden, über eine Klorolle oder Papierrolle drehen (aufrollen)
  • alle Bälle im Haushalt sammeln und abwechselnd zum Spielen nehmen, erfahren lassen wie unterschiedlich das Spielen mit dem jeweiligen Ball ist
  • den Kleiderschrank durchsuchen, alte Hüte, Kleidung und sich verkleiden

(ein Vorschlag von unserer Kursleiterin, Frau Schüler)


Wolkenbilder


Setzen Sie sich mit Ihrem Kind auf den Balkon, die Terrasse oder ans Fenster.

Schauen Sie sich den Himmel an und beobachten Sie die Wolken.

Welches Bild ergeben die Wolken?

Was passiert am Himmel? Kann man dazu eine Geschichte erfinden?

(Vorgeschlagen von Sabine Höring)

 


Wir trotzen Corona und singen online!


Julia Miller-Lissner bietet eine YouTube-Musikstunde für die Kleinen an:
YouTube-Musikstunden für alle Eltern und ihre Kinder von 0-5 Jahren!

Jetzt, wo Eltern mit ihren Kindern fast in ganz Deutschland zu Hause bleiben müssen, weil die Kitas geschlossen sind, weil alle Kurse ausfallen, werden die Tage zu Hause doch etwas lang und anstrengend... Auch die Musikschule von Julia Miller-Lissner musste schließen. Und damit waren es 200 Familien, die auf die musikalischen Stunden verzichten mussten.
Julia Miller-Lissner wollte aber ihre Schüler/innen nicht im Stich zu lassen; sie hat sich daher dazu entschlossen, ihre Musikgruppen für Kinder ab 12 Monaten bis 5 Jahren täglich online auf YouTube zu bespaßen. Sie wird ihre Videos FÜR ALLE kostenfrei öffentlich machen. Jede/r, die und der zu Hause ein kleines Kind hat und nicht mehr weiß, was noch zu tun, um den Tag zu füllen, oder wer einfach gerne sein Kind lächeln sieht, kann das Video mit seinem Kind anschauen und mitmachen. Alle Eltern wissen, dass Musik jedes Kind glücklich macht.

Der spontane aktuelle Plan von Julia Miller-Lissner sieht so aus: jeden Tag, Montag bis Freitag, gegen 18 Uhr geht sie auf YouTube live und macht für Eltern und ihre Kids ein 30minütiges Musikprogramm mit Kniereitern, Fingerspielen und sonstigen Bespaßungsliedern.

Die Eltern brauchen nur das Kind auf den Schoß zu setzen und den >Youtube-Kanal zu öffnen und schon kann das gemeinsame Singen losgehen.

(eine Anregung von Alexandra Kühne)
 


Pizza backen

 
Eine Idee zu spielerischem Körperkontakt für Geschwister oder Eltern/Großeltern mit Kindern:
auf dem Rücken eines Kindes eine „Pizza“ backen.

Und so geht es: Das Kind liegt, dann werden die „Zutaten“ mit den Händen verteilt und der „Teig“ (Rücken) geknetet und anschließend ausgerollt. Dann kann er mit verschiedensten „Zutaten“ belegt werden. Schließlich wird die Pizza in den Ofen geschoben (Hände auf den Rücken legen und Wärme wirken lassen), dann geschnitten und gegessen. (Das geht auch im Sitzen, ist aber im Liegen viel entspannender.)

Aber natürlich ist es auch eine tolle Idee, zusammen mit den Kindern eine richtige Pizza zu backen, gemeinsam zu belegen, zuzusehen, wie der Teig aufgeht …. und vor allem sie gemeinsam zu essen.

Wer kein Rezept für den Pizzateig hat, findet im Internet jede Menge Rezepte
(z.B. unter https://www.chefkoch.de/rs/s0/pizza+backen/Rezepte.html).

(Ein Vorschlag von C. Yao)

 


Zusammenrücken – die Beziehung stärken

 

… vielleicht bietet die Corona-Krise ja eine Chance für ein neues Miteinander in Familien

Wenn plötzlich viele oder gar alle Familienmitglieder zuhause sind und auch viele Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten wegfallen, dann ist das ungewohnt, vielleicht auch manchmal schwierig. Erwachsene haben vielleicht das Gefühl, dass das Leben leiser und langsamer wird. Und diese andere Atmosphäre ist auch für Kinder verstörend.

Wichtig ist es, dass alle – Erwachsene wie Kinder – erleben, dass sie nicht alleine mit dieser Erfahrung sind. Initiativen wie Einkaufshilfen für Ältere oder die Spontankonzerte in einigen Nachbarländern machen Mut. Sie zeigen: Wir halten zusammen, auch wenn wir uns momentan nicht so begegnen können wie üblich.

Für Familien könnte das eine Chance sein, sich Zeit und Muße zu nehmen, bewusst etwas für den Zusammenhalt zu tun. Das kann für jede Familie anders aussehen.

  • Vielleicht besteht jetzt die Möglichkeit, die Kinder bewusst in die Tätigkeiten zuhause einzubinden. Im Alltag geht es oft viel einfacher und schneller, wenn z.B. Vater oder Mutter alleine den Tisch decken, kochen, aufräumen … Wenn Kinder sich an diesen Tätigkeiten beteiligen, so erfahren sie: „Ich kann einen wichtigen Beitrag für unser Familienleben geben“ und zugleich bietet sich die Chance für viele Gespräche „so ganz nebenbei“.
  • Viele Kinder – und auch Erwachsene – leiden unter dem Bewegungsmangel, wenn sie nicht raus können. Vielleicht hilft ein kleines Sportprogramm für das Wohnzimmer, bei dem Alltagsgegenstände wie gefüllte PET-Flaschen als Hanteln dienen, Küchenhandtücher als stabile Bänder, eine Decke als Turnmatte …
  • Auch ist jetzt mehr Zeit zum gemeinsamen Anschauen von Bilderbüchern, zum Kuscheln, zu wohltuendem Körperkontakt …
  • Auch ein gemeinsames Ansehen von (alten) Familienbildern ist u.U. eine Möglichkeit, sich an gemeinsame Erfahrungen zu erinnern („Wie war das noch mal?“) oder sich gemeinsamer Wurzeln zu versichern („Weißt Du, wer die Frau auf dem Bild ist? Ist das die Schwester von Oma?“). Und wenn es die Eltern nicht wissen: Gerade die Älteren, die Großeltern leiden darunter, dass der Kontakt eingeschränkt wird. Die freuen sich, wenn sie sich über Telefon oder Skype beteiligen können.

 


Ein Fahrrad selbst fit machen für den Frühling

 
Jetzt ist die Zeit, die Fahrräder der Familie wieder fit zu machen für das Frühjahr, für kleinere und größere Fahrradtouren im nahen Umfeld – und es ist eine tolle Sachen, das zusammen zu tun. Die Fahrräder müssen gereinigt, geölt und ggf. repariert werden. Den Schlauch zu flicken und nicht nur neu zu kaufen, kann total spannend sein.

Kinder lernen dabei spielerisch und schnell, was zu tun ist, um später wieder fahren zu können.

Und natürlich: Das Ganze ist nicht nur etwas für Vater und Sohn, sondern auch für Mutter und Tochter ;-)

 


Vorlesen ist immer eine gute Idee!

 
Suchen Sie sich eine ruhige und kuschelige Ecke.

Plan A

  • Überlegen Sie, wovon das Buch handelt und finden Sie über das Thema den Einstieg z.B. geht es in dem Buch um eine Geburtstagsfeier, dann steigen Sie ein mit Fragen
    • Weißt du noch, wie wir deinen Geburtstag gefeiert haben?
    • Was war Besonders an dem Tag?
    • Was hat dir besonders gefallen?
  • In diesem Buch geht es auch um eine Geburtstagsfeier von xx. Hör mal zu.
  • Diese Vorinformation zur Geschichte erhöht deutlich die Aufmerksamkeit. Es ist wichtig, dass sie an Informationen aus dem Leben des Kindes anknüpft und die Geschichte im Buch verständlich macht.

Plan B

  • Schauen Sie gemeinsam ein Wimmelbild an.
  • Erfinden Sie Geschichten zu den Teil-Szenen, die auf dem Bild dargestellt sind z.B. der Traktor wurde dort geparkt, weil der Bauer zum Mittagessen nach Hause gegangen ist. Oder weil das Benzin leer ist und der Bauer erst Neues holen muss oder oder…

Plan C

  • Ihr Kind hat eine Lieblingsgeschichte, die es schon gut kennt.
  • Erzählen Sie die Geschichte weiter.
  • Beschreiben Sie die einzelnen Figuren mit all ihren Eigenschaften und Gewohnheiten
    • Wo wohnt die Figur?
    • Was isst die Figur gern?
    • Wer sind ihre Freunde?
    • Geht sie in die Schule?

(Vorschlag: Sabine Höring)

 


Ein Schutzengel für Großeltern oder Kranke

 
Schutzengel aus Sperrholz aussägen oder aus Pappe ausschneiden oder auf Papier malen. Vorlagen finden sich im Internet z.B. unter https://www.kinder-malvorlagen.com/zum-ausmalen/vorlagen-engel.php.

Der Schutzengel kann bunt ausgemalt oder lackiert werden. Außerdem ist es schön, wenn er mit einem Faden zum Aufhängen versehen wird. Ggf. kann der Faden oder auch der Engel noch weiter verziert werden (z.B. mit Perlen).

Gerade Großeltern, die ihre Enkel im Moment nicht treffen können, oder Kranke freuen sich über dieses Zeichen der Verbundenheit.

> zur Deutung der Schutzengel