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News
Schachfiguren 2

Sphären der Macht

Datum:
18.08.2022
Sphären der Macht

Was ist Macht? Wie wird sie erworben, wie inszeniert und legitimiert sie sich, schließlich: welche Grenzen sind ihr gesetzt? Die neuzeitlichen Machtdiskurse tendieren dazu, Macht zu entzaubern, sie zu entsakralisieren, was nicht schon gleichbedeutend ist mit ihrer demokratischen Legitimation und Kontrolle. Macht wird nicht nur in Politik und Wirtschaft und ausgeübt, sie spielt im Geschlechterverhältnis und im limitierten Zugang zu Bildung und Kultur eine zentrale Rolle. Auch die Frage, in welchem Verhältnis kirchliche Macht zu den fundierenden biblischen Traditionen und zu einem neuzeitlichen Machtverständnis steht, ist von unabweisbarer Aktualität.

Schachfiguren

Die Vorträge dieser Reihe möchten, angefangenen vom biblischen Machtverständnis bis hin zu jüngeren Machtdiskursen die „Sphären der Macht“ analysieren – nicht zuletzt im Interesse der „Kunst, nicht derart regiert zu werden“, wie Michel Foucault den Begriff der Kritik bestimmte. Haben auch die religiösen Traditionen etwas zu dieser Kunst beizutragen oder überhöhen sie lediglich unerhellte Herrschaft?

 

 

 

»Le deuxième sexe«

73 Jahre danach: Die anderen Geschlechter

Seit dem Erscheinen des Buchs »Das andere Geschlecht« von Simone de Beauvoir haben sich zahlreiche Veränderungen auf dem Gebiet der Geschlechterordnung vollzogen. Nicht nur wurden die Frauenrechte gestärkt, es kam auch zur Entkriminalisierung der Homosexualität, während neue Reproduktionstechnologien zur Vervielfältigung der Begriffe »Vater« und »Mutter« führten. Diese hatten wiederum eine Diversifizierung der Definition von »Geschlecht« zur Folge. Der Zusammenhang zwischen diesen verschiedenen Entwicklungen soll dargestellt und historisch eingeordnet werden.

Di 06.09.2022 | 19.30 Uhr
Prof. Dr. Christina von Braun, Berlin
Online-Vortrag via Zoom | gebührenfrei

SÜSS. Eine feministische Kritik

Plötzlich sind alle Feminist*innen. Bloß kann von echter Gleichberechtigung keine Rede sein. Warum wirken überholte Strukturen fort? Wie lassen sie sich abwracken? Ann-Kristin Tlusty betrachtet die inneren und äußeren Zwänge, die das Leben von Frauen auch heute prägen: Noch immer wird ihnen abverlangt, »sanft« die Sorgen und Bedürfnisse der Gesellschaft aufzufangen. Jederzeit sollen sie dabei auf »süße« Weise sexuell verfügbar erscheinen, gern auch unter feministischem Vorzeichen. Und bei alldem angenehm »zart« niemals zu viel Mündigkeit beanspruchen.

Mi 21.09.2022, 19.30 Uhr
Anne-Kristin Tlusty M.A., Berlin
Online-Veranstaltung; die Anmeldung erfolgt einfach über den externen Zoom-Registrierungslink

Sphären der Macht - Wie manipulieren die Massenmedien?

Eigentlich sollen und dürfen die Massenmedien nicht manipulieren. Es kommt in der Praxis der Berichterstattung in Zeitungen, Hörfunk, Fernsehen oder im Internet immer wieder vor, ist also ein gesellschaftlich relevantes Problem. Armin Scholl, Professor der Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster, erläutert und diskutiert in seinem Vortrag die verschiedenen Möglichkeiten und Techniken der Manipulation. Er nennt Gründe dafür, warum es in den Massenmedien Manipulation gibt, obwohl sie den professionellen Regeln des Journalismus widersprechen, und bewertet das gesellschaftliche Problem in Bezug auf die Demokratie.

Prof. Dr. Armin Scholl arbeitet und lehrt am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster.
Do. 18.10.2022, 19.30 - 21.00 Uhr
Online-Veranstaltung
gebührenfrei

Online-Veranstaltung; die Anmeldung erfolgt einfach über den externen Zoom-Registrierungslink: 

Die Immanenz der Macht

Politische Theorie nach Spinoza

Spinozas politische Philosophie ist charakterisiert durch eine konsequente Säkularisierung der Macht. So wie Spinozas gesamte Philosophie ein Denken und ein Zurückweisen der vermeintlichen Ansprüche transzendenter Autoritäten ist, so ist seine  politische Theorie ein Denken der Immanenz der Macht und des menschlichen Handelns; und das bedeutet, dass sowohl die  konstitutiven Kräfte als auch die Ziele der Politik aus ihr selbst kommen. Wie andere radikale Aufklärer nach ihm ist Spinoza davon überzeugt, dass die Orientierung für das Handeln des Einzelnen aus ihm selbst kommen muss, dass staatliche Macht nur dann legitim ist, wenn sie Macht derer bleibt, über die sie ausgeübt wird, und dass die Ziele kollektiven Handelns nur in der Gemeinschaft der Handelnden selbst gefunden werden können.
Reihe: Sphären der Macht

Mi 02.11.2022 | 19.30 Uhr
Prof. Dr. Martin Saar, Frankfurt/M.
Online-Vortrag via Zoom | gebührenfrei