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News
München Synagoge Jakobsplatz

Tol'dot & Tarbut: Jüdische Geschichte & Kultur:Programm WS 2021/2022

Datum:
02.09.2021

„Nichts Jüdisches ist mir fremd“, erklärte in einer Radiosendung der Religionshistoriker Gershom Scholem. Daran möchte auch die Reihe Tol‘doth & Tarbut (Geschichte und Kultur) anknüpfen. In ihrem Fokus stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die Reihe wendetsich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen. Frühjudentum, Frühchristentum und rabbinische Zeit; Reform, säkulares Judentum und moderne Orthodoxie; Kabbala, Chassidismus, Philosophie und Aufklärung, Assimilation und Zionismus, aschkenasisches und sefardisches Judentum bezeichnen Richtungen und Erscheinungen, die nicht zu harmonisieren oder auf ein zeitloses Wesen zu reduzieren, sondern auch in ihren Unterschieden, ja Gegensätzen darzustellen sind. Es gibt einiges neu und an scheinbar Bekanntem neue Seiten zu entdecken – und schließlich: Auch der christlich-jüdische Dialog lebt nicht nur vom guten Willen der Gesprächspartner, sondern ebenso von deren Wissen.

Als Botschafter beim Heiligen Stuhl – ein Erfahrungsbericht
Mo 11.10.2021 │ 19.30 Uhr
Botschafter a.D. Dr. Mordechay Lewy, Bonn
Online-Vortrag via Zoom; Anmeldung und Zugangsdaten unter info@bildungswerk-bonn.de  und 0228/42979-0

1993 kam es zu einem Grundlagenvertrag zwischen dem Vatikan und Israel sowie zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Welchen Herausforderungen auf diplomatischer und religiöser Ebene sahen sich beide Seiten gegenüber? Inwiefern prägten theologisch begründete Differenzen und politische Entwicklungen im Nahen Osten das Verhältnis zwischen dem Staat Israel und dem Heiligen Stuhl? Der Referent wird versuchen, aufgrund von Erfahrungen 
aus seiner Amtszeit auf diese Fragen einzugehen.
Dr. Mordechay Lewy war in den Jahren 2008 bis 2012 der fünfte Botschafter Israels beim Heiligen Stuhl.


Grunewald im Orient
Das deutsch-jüdische Jerusalem
Do 28.10.2021 │ 20.00 Uhr
Dr. Thomas Sparr, Berlin
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII

Anfang der 1920er-Jahre von Richard Kauffmann und Lotte Cohn als Gartenstadt entworfen, wurde der Jerusalemer Vorort Rechavia ab 1933 zum Zentrum der aus Deutschland eingewanderten Juden: das deutsch-jüdische Jerusalem. Else Lasker-Schüler, Gershom Scholem, Martin Buber, Werner Kraft wohnten hier. Hebräisch war zwar die Sprache des Jishuvs, aber in Rechavia hörte man lange Zeit mehr Deutsch als Hebräisch. Der Vortrag wird in die Geschichte
dieses berühmten Vororts einführen und »Rechavia als geistige Lebensform« erschließen.


Israelis in Deutschland:
Lebenswelten und deutsche Vorstellungen
Do 18.11.2021 │ 20.00 Uhr s.t.
Dr. Dani Kranz, Ben Gurion University Negev
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal VII

Seit Mitte der Nullerjahre leben mehr Israelis in Deutschland: Aber wie viele sind es wirklich? Und was tun sie in Deutschland, wie leben und lieben sie? Die mediale Berichterstattung in Deutschland gibt Einblicke in spezifische Vorstellungen über Israelis, während die Empirie Einblicke in die diversen Lebenswelten israelischer Migranten ermöglicht: Wie steht beides im Zusammenhang?


Moderne jüdisch-liturgische Kompositionen
Do 13.01.2022 │ 19.30 Uhr 
Dr. Gesa Biffio, Berlin
Online-Vortrag via Zoom; Anmeldung und Zugangsdaten unter info@bildungswerk-bonn.de   und 0228/42979-0

Der Vortrag befasst sich mit der Verortung jüdischer Musik im Kulturleben des westlichen Mitteleuropas im 20./21. Jahrhundert. Anhand ausgewählter Kompositionen werden individuelle Ausdrucksformen der klassischen Moderne, der traditionellen Rückbesinnung und des Neustarts analysiert. Gesa Biffio ist Musikwissenschaftlerin, Konzertcellistin und Komponistin. Sie lehrt an der Akademie für Tonkunst Darmstadt und ist weiteren Universitäten in Europa und Israel als Dozentin verbunden. In ihren aktuellen Forschungsprojekten setzt Gesa Biffio sich mit der Synagogalmusik von Emanuel Kirschner sowie mit zeitgenössischen Werken jüdischer Komponist*innen mit religiösen Bezügen auseinander.

 

BITTE BEACHTEN SIE
Die Veranstaltungen finden im Hörsaal VII, Hauptgebäude der Universität Bonn oder online via Zoom (siehe Aussschreibung) statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Den Link mit den Zugangsdaten für die einzelnen Abende erhalten Sie unter info@bildungswerk-bonn.de  und 0228 42979-0.

Flyer Tol’dot & Tarbut WS 2021/2022