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Jüdische Geschichte & Kultur

Tol'dot & Tarbut: Programm April- Juni 2021
München Synagoge

TOL’DOT & TARBUT

JÜDISCHE GESCHICHTE & KULTUR

 

„Nichts Jüdisches ist mir fremd“, erklärte in einer Radiosendung der Religionshistoriker Gershom Scholem. Daran möchte auch die Reihe Tol‘doth & Tarbut (Geschichte und Kultur) anknüpfen. In ihrem Fokus stehen Personen, Ereignisse, Zeiträume und Orte, in denen sich bestimmte Entwicklungen der jüdischen Geschichte, Religion und Kultur geradezu kristallisieren. Die Reihe wendetsich nicht an Experten der Judaistik und Religionsgeschichte, sondern möchte einem breiteren Publikum die reiche Geschichte und die unterschiedlichen Strömungen des Judentums jenseits aller Folklore erschließen. Frühjudentum, Frühchristentum und rabbinische Zeit; Reform, säkulares Judentum und moderne Orthodoxie; Kabbala, Chassidismus, Philosophie und Aufklärung, Assimilation und Zionismus, aschkenasisches und sefardisches Judentum bezeichnen Richtungen und Erscheinungen, die nicht zu harmonisieren oder auf ein zeitloses Wesen zu reduzieren, sondern auch in ihren Unterschieden, ja Gegensätzen darzustellen sind. Es gibt einiges neu und an scheinbar Bekanntem neue Seiten zu entdecken – und schließlich: Auch der christlich-jüdische Dialog lebt nicht nur vom guten Willen der Gesprächspartner, sondern ebenso von deren Wissen.

 

Alle Vorträge finden zugleich im Rahmen der Veranstaltungen „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ statt.

 

Architektur und Erinnerung. Synagogenbau in Deutschland seit 1945

Mo 19.04.2021 │ 20.00 Uhr s.t.

PD Dr.-Ing. habil. Ulrich Knufinke M.A, Hannover/Braunschweig

„Wer ein Haus baut, bleibt.“ Mit dieser klaren Feststellung kommentierte Charlotte Knobloch, seinerzeit Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, die Einweihung der neuen Synagoge in München im Jahr 2006 – ein Bleiben, das bis heute immer wieder durch Antisemitismus bedroht ist. Dass sich in Deutschland nach dem Holocaust überhaupt wieder jüdische Gemeinden gründeten, dass sie in den 1950er Jahren und erneut seit 1990 mit Synagogen ins Bild der Städte zurückkehrten, ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Die Gestaltung ihrer Bauwerke reagiert nicht nur auf die praktischen und religiösen Erfordernisse der Gemeinden, sie spiegelt auch die Erwartungen der nichtjüdischen Mehrheit, die sie als Aspekt der Erinnerungskultur verstehen will. Der Vortrag geht diesen ambivalenten Perspektiven nach und untersucht Bauten, die oft auch als spektakuläre Beiträge zur allgemeinen Architekturentwicklung betrachtet werden können.

 

 

‚a theyl fun jener kraft ...' 

Jiddische Übersetzungen deutscher Klassiker in der Zwischenkriegszeit

Do 06.05.2021 │ 20.00 Uhr s.t.

Dr. Elke-Vera Kotowski, Potsdam (MMZ)

Seit Ende des 19. Jahrhunderts interessierte sich eine breite jiddischsprachige Leserschaft neben der religiösen auch für säkulare Literatur. Es folgte ein wahrer Boom an Übersetzungen der Weltliteratur ins Jiddische, so auch aus dem Deutschen. Aber welche deutschsprachigen Klassiker wurden ins Jiddische übertragen und wer übersetzte sie? Es ist durchaus bemerkenswert und kaum bekannt, dass beispielsweise Thomas Manns „Zauberberg“ von Isaac Bashesvis Singer, dem bislang ersten und einzigen jiddischsprachigen Nobelpreisträger, 1930 ins Jiddische übersetzt wurde. 

 

 

Zur Geschichte der Juden im Rheinland

Mo 07.06.2021 │ 20.00 Uhr s.t.

Dr. Uri Kaufmann, Alte Synagoge Essen

Die jüdische Gemeinschaft ist die älteste nichtchristliche Minderheit in Europa. Im 10./11. Jahrhundert formieren sich die „Heiligen Drei Gemeinden“ Speyer, Worms und Mainz – die Kehilloth SchUM – die das „aschkenasische“ Judentum bilden. Es soll der große Bogen vom Leben in der mittelalterlichen Stadt (in Köln bis 1424), die Vertreibung nach Osten und aufs Land, die ländliche jüdische Kultur im Rheinland bis hin zum Kampf um Gleichberechtigung (1791-1871) und der Wiederansiedlung in den Städten Köln und Bonn die Rede sein, von den zuwandernden „Ostjuden“, der Verfolgung, aber auch dem Wiederaufbau jüdischen Lebens im Rheinland. Düsseldorf und Bonn waren über vierzig Jahre Sitz des Zentralrats der Juden in Deutschland. Jüdische Geschichte soll nicht auf Verfolgung reduziert, sondern integrativ gesehen werden. Es gab nicht nur die „großen Männer“, sondern auch Hausierer und „Schmuser“ - also arme Juden - und Viehhändler, sowie ostjüdische Handwerker.

 

Bitte beachten Sie: Gerne möchten wir Sie zu allen Vorträgen wieder im Hörsaal VII des Uni-Hauptgebäudes, Am Hof / Regina-Pacis-Weg begrüßen. Ob dies aber möglich sein wird, kann derzeit nicht entschieden werden. Über unsere Homepage (www.Bildungwerk-Bonn.de ) und den Newsletter informieren wir Sie, ob die Vorträge „analog“ oder – wie im letzten Semester – online (via Zoom) angeboten werden. Aber stattfinden sollen sie.

 

 

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