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Jüdische Geschichte & Kultur

Tol'dot & Tarbut: Flyer 2018

 

Janusz Korczak – Anwalt des Kindes

Mo, 16. April 2018 │ 19.30 Uhr

Prof. Dr. Friedhelm Beiner, Mainz

Der Schrift steller, Kinderarzt und Pädagoge Henryk Goldszmit alias Janusz Korczak (1878-1942) setzte sich sein Leben lang für Kinder und deren Rechte ein. 1918 proklamierte als erster in der Geschichte der Menschheit eine Charta der Grundrechte des Kindes, die er 1928 mit dem „Recht des Kindes auf Achtung“ stützte. Nach frühen schriftstellerischen Arbeiten für Kinder und Erwachsene und einer siebenjährigen Tätigkeit als Kinderarzt entschied er sich, als
„Vater fremder Kinder“ zwei Waisenhäuser zu leiten, um Benachteiligten eine Heimstätte zu bieten und neue Lebensperspektiven zu eröffnen. In den Heimen entwickelte er zusammen mit den Kindern und den Erzieherinnen Stefania Wilczynska und Maria Falska ein Modell demokratischer Erziehung. Als die Nazis seine 200 Kinder nach Treblinka transportierten, begleitete er sie – bis zum Tod in den Verbrennungsöfen. Er selbst hatte mehrere Angebote zu seiner Rettung entrüstet ausgeschlagen. 
Der Referent zeichnet die zentralen inhaltlichen und biographischen Gesichtspunkte nach.

Universität Bonn, Hörsaal VII

 

Transnationale Solidarität im Zeitalter der Emanzipation:

Crémieux und die Damaskus-Affäre (1840)

Mo, 4. Juni 2018 │ 19.15 Uhr

Dr. Andrea Schatz, London

Als im Jahr 1840 die jüdische Gemeinde in Damaskus des Ritualmords beschuldigt wurde, löste dies in der europäischen Presse ernsthafte Diskussionen darüber aus, ob die jüdische Religion solche Frevel zulasse oder zumindest im »Orient« noch nicht abgeschafft habe. Waren die Bemühungen europäischer Juden um gesellschaftliche Anerkennung und Emanzipation also vergeblich gewesen? Zum Hoffnungsträger der Juden in Damaskus wie in Europa wurde Adolphe Crémieux, später französischer Justizminister, dessen energisches Eintreten für jüdische Rechte, gegen Sklaverei und für ein neues Verständnis
transnationaler Solidarität an diesem Wendepunkt jüdisch-europäisch-nahöstlicher Geschichte hier genauer beleuchtet wird.

Universität Bonn, Hörsaal VII

 

Von Judennasen und anderen Klischees:

Der jüdische Körper und seine Wahrnehmung“

Do, 28. Juni 2018 │ 19.30 Uhr

Prof. Dr. Robert Jütte, Stuttgart

„Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften?“ – so beschwört Shakespeares Shylock die Gleichheit der Menschen vor der Natur. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass diese Vorstellung Wunschdenken blieb. Der mittelalterliche Antijudaismus und der moderne Antisemitismus schufen Stereotype des jüdischen Körpers, die bis heute fortwirken. Der Vortrag analysiert sowohl die
bekannten Klischees, als auch die innerjüdischen Vorstellungen und Praktiken des Körpers, die im Laufe einer mehr als zweitausendjährigen Geschichte zahlreichen Wandlungen unterworfen waren und auf die nicht-jüdische Außenwelt zurückwirkten.

Universität Bonn, Hörsaal IX

 

Flyer Sommersemester 2018

Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Bonn Evangelisches Forum, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bonn e.V., Universität Bonn: Seminar für Religionspädagogik und Seminar für Liturgiewissenschaft der Kath.-Theologischen Fakultät / Studium universale.

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