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Jüdische Geschichte & Kultur

Tol'dot & Tarbut: Flyer 2018

Von Judennasen und anderen Klischees:

Der jüdische Körper und seine Wahrnehmung“

Do, 28. Juni 2018 │ 19.30 Uhr

Prof. Dr. Robert Jütte, Stuttgart
Universität Bonn, Hauptgebäude, Hörsaal IX

„Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften?“ – so beschwört Shakespeares Shylock die Gleichheit der Menschen vor der Natur. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass diese Vorstellung Wunschdenken blieb. Der mittelalterliche Antijudaismus und der moderne Antisemitismus schufen Stereotype des jüdischen Körpers, die bis heute fortwirken. Der Vortrag analysiert sowohl die
bekannten Klischees, als auch die innerjüdischen Vorstellungen und Praktiken des Körpers, die im Laufe einer mehr als zweitausendjährigen Geschichte zahlreichen Wandlungen unterworfen waren und auf die nicht-jüdische Außenwelt zurückwirkten.

Universität Bonn, Hörsaal IX

 

Flyer Sommersemester 2018

Flyer Wintersemester 2018/2019

Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Bonn Evangelisches Forum, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bonn e.V., Universität Bonn: Seminar für Religionspädagogik und Seminar für Liturgiewissenschaft der Kath.-Theologischen Fakultät / Studium universale.

 

 

Vorträge im Wintersemester 2018/19

Der Sohar: das Buch des Glanzes - Hauptwerk der Kabbala

Do 11.10.2018 │ 20.00 Uhr s.t.

Prof. Dr. Gerold Necker, Halle-Wittenberg

Die Schriften aus dem „Buch des Glanzes“ (Sefer ha-Zohar), die im mittelalterlichen Spanien in Umlauf kamen, enthalten die ganze Vielfalt kabbalistischer Symbolik: heilige Namen, die weibliche Seite von Gottes Gestalt und die mythischen Bilder des Bösen, der Gesang der Engel, die Seelenwanderung sowie ein kabbalistisches Verständnis von Tora und Gebet. In kunstvoller Sprache und mit den Mitteln rabbinischer Auslegungstradition wird in diesen Schriften ein mystisches Welt- und Gottesverständnis entworfen. Der Vortrag wird anhand zentraler Themen des Sefer ha-Zohar nicht nur die Entstehung dieses Hauptwerks der klassischen Kabbala beleuchten, sondern auch eine Antwort auf die immer noch aktuelle Frage nach dem Geheimnis seines Erfolgs vorstellen.

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Jüdisch-polnische Literatur im 20. Jahrhundert

Do 08.11.2018 │ 20.00 Uhr s.t.

Prof. Dr. Magdalena Marczałek, Potsdam

Bevor die systematische Ermordung der europäischen Juden durch die Nazis die jüdische Bevölkerung Polens beinahe gänzlich auslöschte, erlebte die mehrsprachige jüdische Kultur in Polen zwischen beiden Weltkriegen eine explosionsartige Entwicklung, die mit einer beschleunigten Modernisierung, Säkularisierung und Politisierung sowie einer enormen Ausdifferenzierung und Produktivität in allen Bereichen der Kultur (Literatur, Presse, Theater, Film, Wissenschaft, Alltagskultur) einherging. Die jüdische Bevölkerung betrug mit ca. 3 Mio. etwa 10% der Gesamtbevölkerung Polens in der Zwischenkriegszeit und bildete zugleich die zweitgrößte jüdische Bevölkerungsgruppe weltweit (nach den USA). Der Vortrag führt in die Vielfalt des jüdischen kulturellen Lebens in der 2. Polnischen Republik (1918-1939) ein, dabei stehen literarische Verhandlungen einer neuen „polnisch-jüdischen Kultur“ zwischen Akkulturation und Zionismus im Mittelpunkt.

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Rabbis made in Germany

Rabbinerausbildung für die Zukunft in Potsdam

Mi 24.10.2018 │ 20.00 Uhr s.t.

Rabbiner Prof. Walter Homolka, Potsdam

Die großen Forschungs- und Ausbildungsstätten des deutschen Judentums im 19. und frühen 20. Jahrhundert – das Breslauer Rabbinerseminar und die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums – wurden zum Modell auch für Einrichtungen außerhalb Deutschlands. Die Tradition einer engen Verbindung von Wissenschaft des Judentums und der Ausbildung von Rabbinern wurde nach 1933 gewaltsam beendet. Um so erfreulicher ist es, dass nach diesem Bruch Jahrzehnte später mit der School of Jewish Theology der Universität Potsdam, dem Zacharias Frankel College und dem Abraham Geiger Kolleg wieder Rabbinerinnen und Rabbiner in Deutschland ausgebildet und ordiniert werden. Rabbiner Walter Homolka wird erläutern, wie es zur Gründung dieser Einrichtungen kam und darlegen, welche Ziele in der akademischen und praktischen Ausbildung der Studierenden verfolgt werden

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Nachman Krochmal:

Der galizische Mendelssohn und sein Beitrag zur Wissenschaft des Judentums

Mo 10.12.2018 │ 20.00 Uhr s.t.

Prof. Dr. Andreas Lehnhardt, Mainz

Der Vortrag stellt das Werk und Denken des wohl bedeutendsten osteuropäischen Vertreters der Wissenschaft des Judentums dar, Nachman Krochmal. Sein Hauptwerk More nevukhe ha-zeman (Führer der Unschlüssigen der Zeit) gilt als einer der Klassiker der jüdischen Philosophie und war bis vor kurzem nur wenigen Hebräischlesern bekannt. Das Werk stellt eine kritische Auseinandersetzung sowohl mit dem Denken Kants als auch Hegels dar und entwirft vor dem Hintergrund der Herausforderungen der idealistischen Philosophie zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine eigene jüdische Geschichtsphilosophie, die bis weit in das 20. Jahrhundert jüdische Forscher inspiriert und beeinflusst hat. Der Vortrag möchte einerseits die Auseinandersetzung Krochmals mit den zeitgenössischen nichtjüdischen Denkern beleuchten, andererseits seine Suche nach einer innerjüdischen Position innerhalb der philosophischen und historischen Debatte seiner Zeit schildern.

 

Alle Vorträge finden statt im Hauptgebäude der Universität Bonn (Eingang Am Hof 1), Hörsaal VII im 1. Stock

 

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