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Forum Rheinviertel

"Denn ich bin ein eifersüchtiger Gott"
Sind die montheistischen Relionen intolerant?
Flyer Forum Rheinviertel 1/2018

Der Glaube an den einzigen Gott hat seiner geraumer Zeit ein „Imageproblem“: Galt er noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts vielen Religionshistorikern
und Theologen als das avancierteste religiöse Bewusstsein, so steht er heute im Verdacht, Quelle von Intoleranz und Gewalt zu sein. Jan Assmann hatte mit seinem Buch „Moses der Ägypter“ eine Kontroverse angestoßen, die bis heute andauert. Mit der dem Monotheismus eigentümlichen Unterscheidung von „wahrer“ und „falscher“ Religion sei eine friedliche Koexistenz verschiedener Religionen unmöglich. Für Peter Sloterdijk ist der biblische Monotheismus geradezu eine „Weltkrankheit“. Wird diese Sicht nicht durch einige Bibel- und Koranstellen bestätigt? Wichtig sind hier die kritische und
sorgfältige Relecture der grundlegenden Texte des biblischen Monotheismus und die Erhellung seiner Entstehungsbedingungen. Nur so ist es möglich, sowohl einer einseitigen Kritik und Verabschiedung des Monotheismus als auch seiner Funktionalisierung für den religiösen Fanatismus entgegenzutreten.

Pfarrer Dr. Wolfgang Picken 
Prof. Dr. René Buchholz

Vom Eifern Gottes und des Menschen 

Entstehungslogiken der Gewalt in der Erzählung vom Priester Pinhas (Num 25)

Dipl. theol. Kirsten M. Schäfers M.A., Bonn
Donnerstag, 1. März 2018, 19.30 Uhr
Pfarrzentrum St. Evergislus, Hardtstraße 14 (Plittersdorf)

Die Erzählung von der Ermordung des Israeliten Simri und der Midianiterin Kosbi durch den Priester Pinhas zählt zu den unverständlichen und gewaltvollen
Texten im Pentateuch. Seine Genese ist nicht zu verstehen ohne einen Blick auf die Fortschreibungslogiken spätperserzeitlicher Literatur im Alten Testament.
Eine maßgebliche Rolle kommt dabei dem Motiv des göttlichen Zorns zu, dessen Wandlungen die Entwicklung des Textes maßgeblich bestimmt haben.

Kirsten Schäfers, Diplomtheologin, Historikerin und Politikwissenschaftlerin (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Altes Testament, Katholische-Theologishe Fakultät der Universität Bonn; 2009/10 Mitarbeit am DFG-Projekt „Theologisches Wörterbuch zu den Qumrantexten“. Ihr Dissertationsprojekt befasst sich mit dem Thema des Abends.

 

Ein Gott und viele Interpretationen

Toleranz und Intoleranz in der jüdischen Tradition

Rabbinerin Natalia Verzhbovska,
Köln-Unna-Oberhausen
Donnerstag, 15. März 2018, 19.30 Uhr
Pfarrzentrum St. Evergislus, Hardtstraße 14 (Plittersdorf)

Das jüdische Gesetz – die Halacha – formuliert die Prinzipien einer Praxis, in der Schalom – der Frieden – zur zentralen Voraussetzung der menschlichen
Existenz wird. Die Auslegungen zu den Themen von Hass und Liebe, Gewalt und Toleranz, die man in den Texten der Tora findet, wurden für die Rabbiner
zum Ausgangspunkt zur Formulierung der Gesetze im Bereich der sozialen und ethischen Beziehungen. Ungerechtigkeit und Intoleranz zerbrechen die Vollständigkeit der Welt. Der Frieden beginnt mit der Bekämpfung der bösen Impulse, die zur Gewalttätigkeit gegen andere Menschen führen können, und
der Einübung von Mitleid und Dialogbereitschaft, die Bedingungen für die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Menschen sind.

Natalia Verzhbovska geboren in Kiew, studierte am dortigen Konservatorium und arbeitete 15 Jahre als Pianistin in St. Petersburg, Kiew und Moskau, 2008 Auswanderung nach Deutschland, Studium der Jüdischen Theologie am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam, Ordination im August 2015. Sie betreut Gemeinden in Köln (Gescher LaMassoret), Oberhausen (Perusch) und Unna (HaKochav).

 

Kein Zwang in der Religion? 

Toleranz und Intoleranz im Islam

Prof. Dr. Günter Riße, Vallendar/Köln
Donnerstag, 17. Mai 2018, 19.30 Uhr
Pfarrzentrum St. Evergislus, Hardtstraße 14 (Plittersdorf)

Ein weltweiter internationaler Terrorismus, der seinen Nährboden in überwiegend islamistischen Gruppierungen findet, bedroht gegenwärtig die  Staatengemeinschaft, die wir als freiheitlich bezeichnen. Militante Muslime, die zu schrankenloser Gewalt und Terror bereit sind, zeichnen so ein  Schreckensbild der islamischen Religion. Wie ist es möglich, dass wir seit Jahrzehnten im Nahen Osten, in der Heimat der drei abrahamitischen Religionen, mit Konflikten leben müssen, obwohl die drei monotheistischen Religionen einen universalen, barmherzigen und gerechten Gott verkünden? Noch ist der Friede unter den Weltreligionen nicht eingekehrt. Wie aber steht die Religion des Islam zu Frieden, Toleranz und Gerechtigkeit, zu Macht und zu Gewalt? Welche Bedeutung hatten und haben die vermeintlichen „Heiligen Kriege“?

Prof. Dr. (theol.) Günter Riße ist Dozent für Religionswissenschaft und Fundamentaltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar sowie Direktor und Studienleiter des Erzbischöflichen Diakoneninstituts in Köln. Seine Forschungsarbeit widmet er Fragen des christlich-islamischen Dialogs und einer kontextuell ausgerichteten Fundamentaltheologie.

 

Veranstalter
Katholisches Bildungswerk Bonn
Kasernenstraße 60, 53111 Bonn
Tel.: 0228 429790
info@bildungswerk-bonn.de 
www.bildungswerk-bonn.de 

Kath. Kirchengemeinde St. Andreas und Evergislus
Hardtstr. 14, 53175 Bonn
Tel:. 0228 38756056
st.andreas@godesberg.com 
st.evergislus@godesberg.com 
www.kirche-im-rheinviertel.de 

 

Flyer zu den Veranstaltungen

 

 

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