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Forum Albertus Magnus

Der Philosoph Edmund Husserl bezeichnete die Lebenswelt als das „Reich der ursprünglichen Evidenzen“: die selbstverständliche Ordnung der Dinge und Abläufe  im Alltag, vermittelt durch die Sozialisation. Was aber, wenn es nicht nur eine Lebenswelt gibt, sondern mehrere und die Dinge und Abläufe ihre Selbstverständlichkeit mehr und mehr verlieren? Muslime sehen sich mit dieser Situation konfrontiert: Auch der Islam ist kulturell vielstimmig, und so bringen Muslime sehr unterschiedliche kulturelle Traditionen mit, die auf andere, nichtmuslimische Traditionen in Europa stoßen, was Reserven, zuweilen auch Konflikte entstehen lässt. Schließlich sehen sie sich, wie ihre nichtmuslimischen Mitbürger, mit dem Problem konfrontiert, dass die überlieferten Lebens- und Sozialformen erodieren, ohne dass Alternativen sich klar abzeichnen. Welche Auswirkungen hat das auf die Gestaltung der muslimischen Lebenswelten und auf das  Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen? Diesen Fragen werden die unterschiedlichen Veranstaltungen des Forum Albertus Magnus in diesem Halbjahr nachgehen. 
Ursula Dobelke (Bildungsbeauftragte)
Prof. Dr. René Buchholz (Kath. Bildungswerk Bonn)

 

Muslimische Lebenswelten
Eine soziologische Einführung
Dr. Aziz Fooladvand, Bonn
Mittwoch, 7. März 2018, 19.30 Uhr
Pfarrzentrum St. Martin, Klosterbergstr. 2a, Muffendorf
Seit mehreren Jahrzenten sind Muslime ein integrativer Teil der europäischen und deutschen Gesellschaft. Sie bilden die größte religiöse Minderheit in Deutschland, die sich in „zahlreiche ambivalente“ Lebenswelten differenzieren lässt. Die Lebenswelten der Muslime in Deutschland stellen also keine homogene Größe dar, vielmehr kristallisiert sich eine facettenreiche Landschaft heraus. Diese „Landschaft“ wird in dem Vortrag thematisiert. Die religiösen Institutionen, die politische Partizipation der Muslime, ihre Rituale und Feste (Opferfest, Beschneidung, Verlobung, Ehe, Bestattung) sowie ihre Bedeutung
für die Gruppenkohärenz und Konformität in der sozialen Gruppe werden beleuchtet. Die stark heterogenen ethnisch geprägten sozialen Gruppen der  Muslime agieren häufig im Interesse der „Eigengruppe“. Die Loyalität zur „Eigengruppe“ ist ethnisch und weniger religiös motiviert. Dies wird wiederum in zum Teil ethnisch konstruierten Moscheengemeinden erkennbar. Eine Moschee fungiert weit über eine religiöse Institution hinaus: Sie ist Kommunikationsraum 
einer bestimmten ethnischen Gruppe. 


Deutschland und sein Islam
Perspektiven Muslimischen Alltagslebens
Melanie Miehl M.A., Köln
Mittwoch, 11. April 2018, 19.30 Uhr
Pfarrzentrum St. Martin, Klosterbergstr. 2a, Muffendorf
Muslime leben seit den 1960er Jahren in Deutschland. Nichtmuslimische Mehrheit und muslimische Minderheit suchen teils noch immer nach Wegen, das Miteinander zu gestalten. Das Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften ist nicht immer einfach. Ob der Islam „zu Deutschland gehört“, wird noch immer diskutiert. Welche Fragen wirft muslimische Religionsausübung auf? Welche Aspekte werden auch künftig im (inter-)religiösen Alltag von Belang sein? Welche Rolle spielen Christinnen und Christen dabei?  

 

„Weißt du, wie ich als Muslim/a lebe?“
Zu Besuch bei unseren muslimischen Nachbarn
Marokkanischer Kulturverein Bad Godesberg
Al-Ansar Moschee, Bonner Straße 93, 53173 Bonn
Der genaue Termin im Mai 2018 wird noch bekannt gegeben.
Nach den zwei Vorträgen zu den Lebenswelten und der Zukunft der Muslime in Deutschland wird die Begegnung mit den Muslimen als unseren Nachbarn in Godesberg ganz praktisch. Wir werden zu Gast sein bei dem Marokkanischen Kulturverein Bad Godesberg e.V.: Im persönlichen Kontakt mögliche Berührungsängste aber auch Unwissenheit über das Alltagsleben und den Glauben der Anderen abbauen und ausloten, wo und wie wir gemeinsam als Bürger Godesbergs Verantwortung für unseren Wohnort übernehmen und wie wir den interreligiösen Kontakt intensivieren können. Statt von dem Anderen 
und über ihn wollen wir miteinander reden. 

 

„Weißt du, was ich glaube?“
Ein interreligiöses Erzählcafé
Melanie Miehl M.A., Köln
Mittwoch, 18. Juli 2018, 15.00 Uhr
Foyer der Kirche Frieden Christi Heiderhof, Tulpenbaumweg 16
Das „Andere Bücherei Café Heiderhof“ wird zu einem Ort, wo Menschen verschiedener Kulturen und Religionen in einer lockeren Atmosphäre miteinander über das reden, was ihnen im Leben wichtig ist – dazu gehört für viele die Religion – und so den Anderen und seine Lebenswelt besser verstehen lernen. Dazu gibt es eine Ausstellung zum „Projekt Weltethos“.

 

Bibelkurs
Lernen, die Bibel zu verstehen
Bibelkurs zum 1. und 2. Korintherbrief
Pater Alfons Höfer SJ, Bonn
Die beiden Briefe des Apostels Paulus an die Gemeinde von Korinth geben uns Aufschluss über Fragen des Glaubens und Probleme der von Paulus gegründeten Gemeinden.
Termine jeweils montags, 18.00–19.30 Uhr:
22. Januar, 19. Februar, 12. März, 16. April, 14. Mai, 18. Juni 2018
Pfarrzentrum St. Albertus Magnus, Albertus-Magnus-Str. 37, Bonn–Pennenfeld
Anmeldung: 0228 38756056, st.martin@godesberg.com 

 

Forum Albertus Magnus plus
Samstag 30. Juni 2018, 10.45–12.15 Uhr
Pas de deux
Römisch-germanisches Kolumba
Führung durch die Ausstellung Kolumba, Kolumbastraße 4, 50667 Köln
Der Titel „Pas de deux“ verweist auf das Klassische Ballett. Die Anspielung auf den Tanz soll das spielerische Moment im Hin und Her zwischen Antike, Mittelalter und Gegenwart sowie die Zusammenhänge durch die Konstanten kultureller Prägung beschreiben. Die ausgestellten Werke umfassen die Zeitspanne von ca. 500.000 vor Christus bis 2016.
Anmeldung: Ursula Dobelke, Tel.: 0228 332949

 

zum Flyer Forum Albertus Magnus 1. Halbjahr 2018

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