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'Ecce Homo'

- der berühmte Ausruf des römischen Prokurators Pontius Pilatus im Prozess gegen Jesus von Nazareth weist auf den gefolterten Wanderprediger: Seht, welch ein Mensch! Liegt hier der Ansatz zu einer ganz besonderen Anthropologie,

Liegt hier der Ansatz zu einer ganz besonderen Anthropologie, die die Würde des Menschen gerade in seiner Verletzlichkeit sichtbar werden lässt? Diese These fordert uns heraus, denn gerne sehen wir uns als unangreifbar. Doch wie gehen wir mit einer solchen Menschensicht um?

Die Veranstaltungsreihe befragt dazu sehr unterschiedliche Genres. Es gibt viele Orte in unserer Gesellschaft, an denen der verletzliche Mensch im Zentrum steht. So fragen wir nach dem verletzlichen Menschen in der bildenden Kunst, in der Literatur, im Fernsehfilm – aber auch in der Medizin und in der Seelsorge. Die Veranstaltungen bieten eine bestimmte Sicht auf den Menschen und laden zu Diskussionen ein.

 

Der erste Abend

Die Reihe beginnt am Mittwoch, den 6. Juli um 19 Uhr im Kunstmuseum Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 2. Dieser erste Abend widmet sich der Frage nach dem Menschenbild /den Menschenbildern in der zeitgenössischen Kunst. Eine thematische Führung durch die Sammlung des Bonner Kunstmuseums bildet
die Grundlage für die anschließende Diskussion mit dem stellvertretenden Direktor des Kunstmuseums Dr. Christoph Schreier.

 

Der zweite Abend

Am 29. August um 19 Uhr wird der Schweizer Autor Peter Stamm aus seinem Roman „Weit über das Land“ lesen, der die Geschichte eines Mannes erzählt, der unvermittelt Frau, Kinder, Heimat verlässt und einer einfachen Frage nachgeht: der nach dem eigenen Leben. Die Kunst Peter Stamms, zarte Figuren zu zeichnen, die uns in ihrer Verletzlichkeit entgegentreten, beschreibt der Tagesspiegel: „Der einfache Schmerz ist oft der beißendste (…) Der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm weiß diesen Schmerz meisterhaft in Szene zu setzen.“
Veranstaltungsort ist das Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37.

 

Der dritte Abend

Am Mittwoch, den 14. September um 19 Uhr, werden ebenfalls im Haus der Evangelischen Kirche das Genre des Fernsehkrimis wie auch die heutige Medizin den Rahmen einer Diskussionsrunde bilden, an der neben einem Bonner Chirurgen u.a. auch Dr. Joe Bausch teilnehmen wird. Er ist den meisten durch seine Rolle als Pathologe im Kölner Tatort bekannt, im realen Leben aber auch als Arzt in einer Justizvollzugsanstalt tätig.

 

Der vierte Abend
Schließlich folgt im März 2017 eine Veranstaltung mit dem bekannten Theologen, Autor und Seelsorger Tomáš Halík aus Prag (angefragt), der sich intensiv mit den Herausforderungen moderner Seelsorge beschäftigt hat. Verletzungen sind in unserer Gesellschaft mannigfaltig und bei weitem nicht immer sichtbar. Welche Rolle kann da die Seelsorge spielen? 

 

Rahmenprogramm

Begleitend zu den Vortrags- und Gesprächsveranstaltungen wird das fringe ensemble unter der Regie von Frank Heuel und mit dokumentarischen Texten von Lothar Kittstein das Stück „fremdKörper“ zwischen dem 14., 16. und 17. September 2016, jeweils 19.30 Uhr, in der Kirche St. Helena, Bornheimer Str. 130, spielen: Eine Prostituierte wartet in ihrer Eigentumswohnung auf Kundschaft. Ein Obdachloser wartet in der Unterführung am Bahnhof auf das Ende der Nacht. Ein Bodybuilder steht auf der Bühne und erwartet das Urteil der Jury. Drei wahre Geschichten aus Bonn – drei grundverschiedene Lebensentwürfe, aus denen ein theatrales Mosaik menschlicher Sehnsüchte, Ängste und Obsessionen entsteht. In ihrem Brennpunkt stets: der menschliche Körper, sein unerschöpflicher Drang zur Lust, zur Leistung und zum Leiden, seine Fragilität und erstaunliche Widerständigkeit. Eine Passions-Geschichte zwischen Schmerz und Erlösung.

 

In der Fastenzeit 2017 wird der Künstler Andreas Reichel in der Kirche St. Helena ein großformatiges Fastentuch ausstellen (5x10 m). Neben Essig und Galle wurde für die Anfertigung des Fastentuches auch Menschenblut benutzt. Die so entstehende „Farbe“ rinnt in vielen Tropf- und Fließspuren herunter. Es wird Gelegenheit zum Gespräch mit dem Künstler zu den kunst- und kirchengeschichtlichen Hintergründen dieser provokanten Installation geben.

 

Flyer zur Veranstaltungsreihe

Plakat zum ersten Abend

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