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Der "totgeglaubte" Gott

Gedankensprünge Bonn
Hans-Joachim Höhn im Gespräch mit Michael Rüsenberg
Donnerstag, 9. Mai 2019 | 20:00 Uhr

Das Thema des Abends ist doppeldeutig. In dem gleichnamigen Essay (2018) kritisiert Hans-Joachim Höhn einerseits Autoren wie Richard Dawkins („Der Gotteswahn“), die den Gottesglauben für tot erklären.

Er kann aber auch die „Endlosschleife“ des Redens vom lieben Gott nicht mehr hören: „Nur wenige Fromme wollen wahrhaben, dass man auf diese Weise Gott zu Tode glauben kann“. 

Im dritten Jahrtausend, das sowohl einen „neuen“ Atheismus zeigt wie auch eine Wiederkehr der Religionen, entwickelt Höhn eine „Kunst des Bestreitens“.

„Was in der Welt geschieht, kann jeweils für sich auch ohne Gott erklärt und begriffen werden“. Das reicht ihm nicht. Denn, der Naturalismus „übernimmt sich,
wenn er dies bereits für die Auskunft hält, was es (…) letztlich ´mit´ der Welt auf sich hat“. 

Hans-Joachim Höhn ist Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität Köln.

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