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2021 - 1.700 Jahre Jüdisches Leben in deutschland

Auf den Spuren jüdischen Lebens durch Bonn und Umgebung
12 Stadtrundgänge Nr. 1-6

Im Jahr 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin das Edikt, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie der Stadtverwaltung Köln bekleiden  dürfen. Nachweislich leben daher seit 1700 Jahren jüdische Gemeinden in unserer Region.

Für uns ein wichtiger Grund, 1700 Jahre jüdischen Lebens im Großraum Bonn nachzuvollziehen und uns im wahrsten Sinn des Wortes „vor Augen zu führen“.

Als Bonner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit engagieren wir uns seit 1954 für Respekt und Verständigung unter Menschen verschiedener ethnischer und religiöser Herkunft, besonders zwischen Juden und Christen in der Bundesstadt Bonn.

Zum Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ haben wir zusammen mit weiteren Kooperationspartnern eine Veranstaltungsreihe mit 12  Stadtrundgängen zu verschiedenen Aspekten jüdischen Lebens organisiert. Wir wollen interessierten Menschen Orte in unserer Umgebung zeigen und
nahebringen, die vom vielfältigen jüdischen Leben in unserer Region zeugen.

Freuen Sie sich auf interessante Orte und spannende Geschichten!

Eine vorherige Anmeldung ist zwingend erforderlich.

 

Rundgang 1 - Sonntag, 14. Februar 2021, 14 Uhr

Treffpunkt: Brassertufer/südlich der Kennedybrücke 
Jüdisches Viertel
mit Rainer Selmann

Erfahren Sie wie aus dem Ghetto von 1715 ein kulturelles Zentrum jüdischen Lebens in Bonn wurde. Der schwierige Bau der Synagoge von 1879 und deren Zerstörung 1938 ist ebenso Thema, wie die Geschichten vom kurfürstlichen Arzt Moses Wolff, dem Vorkämpfer des Sozialismus Moses Hess und dem Studenten Heinrich Heine. Ein Leben am und mit dem Rhein, sowie eine geteilte Gedenkstätte.

 

Rundgang 2 - Sonntag, 14. März 2021, 14:00 Uhr

Treffpunkt: Augustusring/Ecke Römerstraße (Römerkran)
Jüdischer Friedhof, Römerstraße
mit Rainer Selmann
1873 lag der Israelitische Friedhof weit außerhalb der Stadt, heute bildet er das bürgerliche Leben Bonns aus dem 19. und 20. Jahrhundert ab. Erleben Sie die Geschichten von der jüdischen Krankenpflege über die Kaffeerösterei und die Fahnenfabrik bis hin zu Bonner Professoren und zum letzten Rabbiner von
Bonn.
Ein Blick in jüdische Tradition und auch der Nationalsozialismus spiegeln sich hier wider.

 

Rundgang 3 - Sonntag, 11. April 2021

Treffpunkt: Mahnmal für die Alte Synagoge am Erzberger Ufer
Die Alte Synagoge von 1879 in Bonn, ihr Architekt und ihre Nachgeschichte
mit Dr. Boris Schafgans
Die 1879 errichtete Synagoge am Rheinufer ist eines der bedeutendsten Zeugnisse für die Entwicklung der jüdischen Gemeinde von Bonn im 19.  Jahrhundert. Der Rundgang informiert anhand neuer Erkenntnisse über Hintergründe und Verlauf des historischen Bauprojekts, die Gestaltung durch den Architekten Hermann Maertens und die Nachgeschichte des 1938 zerstörten Synagogenplatzes bis in die 1980er Jahre.

Rundgang 4 - Sonntag, 9. Mai 2021, 13.00 Uhr

Treffpunkt: Vor der Gedenkstätte, Bergstraße 9, 51570 Windeck-Rosbach
Führung durch die neu eröffnete „Gedenkstätte Landjuden an der Sieg“
mit Dr. Claudia Arndt
1988 beschloss der Rhein-Sieg-Kreis anlässlich des 50. Jahrestages der Novemberpogrome, das jüdische Leben an der Sieg zu dokumentieren und einen Beitrag zur Erinnerungsarbeit zu leisten. So entstand die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, die 1994 eröffnet wurde. Hilde Seligmann stellte dafür das ehemalige Wohnhaus ihres verstorbenen Schwiegervaters Max Seligmann in Rosbach zur Verfügung. Der jüdische Altwarenhändler überlebte als einziges von vier Kindern den Holocaust; bis 1971 war das Haus Wohn- und Arbeitsplatz für seine Familie. Nach einer von 2016 bis Anfang 2021 erfolgten  aufwändigen Sanierung bietet die Gedenkstätte nun eine völlig neu konzipierte Dauerausstellung in den Räumen des zwei geschossigen Fachwerkgebäudes und der dazugehörigen Werkstatt. Dort werden Religion und Kultur, Arbeit und Alltag, aber auch Verfolgung und Vernichtung der ehemals in der Siegregion
lebenden Juden anhand der Familiengeschichte Seligmann erfahrbar.

 

Rundgang 5 - Sonntag, 13. Juni 2021, 14.00 Uhr

Treffpunkt: Mahnmal für die Alte Synagoge am Erzberger Ufer
Jüdische Professoren und Studierende an der Bonner Universität vom 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg
mit Dr. Thomas Becker
Jüdische Studenten und Studentinnen, dazu jüdische Dozentinnen und Dozenten haben das Bild der Bonner Universität im 19. und frühen 20. Jahrhundert mitgeprägt. Heinrich Heine gehörte zur ersten Generation Bonner Studenten, aber auch Karl Marx oder Moses Heß zog es nach Bonn. Vor dem Ersten Weltkrieg gelang es nur wenigen Juden wie Jacob Bernays, Georg Benjamin Mendelssohn, Alfred Philippson oder Ernst Landsberg, auf einen Lehrstuhl in Bonn berufen zu werden, sie prägten nachhaltig das Bild der Wissenschaft in ihren Fächern.

 

Rundgang 6 - Sonntag, 11. Juli 2021, 14.00 Uhr

Treffpunkt: Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn, Franziskanerstraße 9, 53113 Bonn
Boykott, Novemberpogrom und Holocaust – die jüdische Bevölkerung in der NS-Zeit in Bonn
mit Astrid Mehmel
In den fünf Jahren von 1933 bis zum Novemberpogrom werden mehr als 1.200 Gesetze, Erlasse, Richtlinien und Bestimmungen herausgegeben, die die Bürger- und Lebensrechte der Juden auch in Bonn zunehmend massiv einschränken. Bis zum Novemberpogrom 1938 wurde ihnen schrittweise die Existenzgrundlage entzogen, danach waren sie dem NS-Terror schutzlos ausgesetzt. Astrid Mehmel, wissenschaftliche Leiterin der Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum, führt durch die Innenstadt und berichtet über die Konsequenzen und die Situation für die jüdischen Familien, die hier lebten.

 

Flyer zum Download

 

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