15 | 12 | 2018

Grußwort des Stadtdechant in der Bundesstadt Bonn, Msgr. Wilfried Schumacher

Seit sieben Jahren ist die Heilige Adelheid nicht nur die Patronin nur einer Kirche ...

Seit sieben Jahren ist die Heilige Adelheid nicht nur die Patronin nur einer Kirche, einer Gemeinde, eines Stadtteils, sondern der ganzen Stadt Bonn. Damit stellen wir nicht nur unser Gemeinwesen unter ihren besonderen Schutz. Wir sind auch der Meinung, dass sie uns durch tausend Jahre hindurch bis heute etwas zu sagen hat. Immer wird ihre Hinwendung zu den Armen und Bemühen um die Bildung des Volkes gerühmt. Mich fasziniert an der Biografie der Adelheid, dass sie zuerst dem Wunsch ihrer Eltern widerstanden hat, die sie sehr schnell zur Klosterfrau machen wollten. Gott verlange keinen erzwungenen Dienst, sondern einen, der in der einfachen und reinen Gesinnung eines freiwilligen Herzens angeboten wird, wird als ihre Antwort zitiert. Ich will hier nicht den Konflikt zum Maßstab machen, sondern vielmehr diese Haltung eines Herzens, das mit großer inneren Freiheit den richtigen Zeitpunkt für eine Entscheidung wahrnimmt und jeden äußeren Zwang ablehnt. Oft sind es die äußeren Zwänge, die wir manchmal auch schon verinnerlicht haben, die uns veranlassen, dieses oder jenes zu tun. Das Lebensbeispiel der Heiligen Adelheid dagegen lehrt uns, in der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes zu leben, um so zur rechten Zeit das Rechte zu tun. Ich erbitte für alle, die das Festjahr mitfeiern, auf die Fürsprache der Heiligen Gottes reichen Segen.

 

 

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